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3 (1837)
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103
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hoch, bis zur Dicke eines Arms anwachsend, unten gewöhnlich einfach und nackt, nur vonden Blattnarben oder Resten etwas scharf, nach oben oft gabeltheilig nur an der SpitzeBlätter tragend. Blätter gedrängt spiralförmig stehend, aus stengelumfassendem Grunde auf-steigend, unten kaum lf Zoll breit, bis l| Fuss lang, allmählig sich verschmälernd, untenconvex, oben schwach convex und zugleich besonders nach der Spitze hin etwas concav,oben bläulich grün, unten mit mehr oder weniger weissen Flecken besprengt, der Rand mitzahlreichen, kurzen, geraden, festen, weissen Zähnen besetzt. Blumenstiel aus einer Blatt-achsel einzeln, bis "2 Fuss lang hervortretend, einfach, unlen mit eyförmig-länglichen zuge-spitzten stachelspitzigen, röthlichen Bracteen besetzt, cylindrisch, grün oder roth, nach obenmit vielen, eine dichte Traube bildenden Blumen bedeckt, deren jede .von einer Bractee un-terstützt wird, im Knospenzustande aufrecht steht, aufgeblüht hängend ist und nach dem Blü-hen sich wieder aufrichtet Ihre Blumenstiele haben mit der Bractee ungefähr gleiche Länge.Geschlechtshülle cylindrisch, aus 6 ziemlich gleichen, länglichen, stumpfen Blättern zu-sammengesetzt, unten scharlachroth, in der Mitte blass; an der Spitze grünlich. Staubge-fässe, b, drei innere, länger als das Perigon, 3 äussere diesem gleich, Staubfäden pfriem-lich gelb, Staubbeutel länglich, braun mit gelbem Staub. Fruchtknoten grün cylindrisch,6-furehig; Griffel fadenförmig, kürzer als die Staubgefässe; Narbe spitz. Kapsel cylin-drisch, stumpf-dreiseitig.

Off. Aloe lucida. Die Aloe ist der eingedickte Saft dieser und verschiedener an-derer Aloe-Arten. Er wird gewonnen, indem man die Blätter abschneidet und nun aufrechtim Gefässe stellt, wo dann der bittre Saft, welcher in den Blättern besonders nach untenund aussen liegt, ausüiesst und nun durch die Einwirkung der Luft und Sonne eingedicktund zur Trockniss gebracht wird; da dies Verfahren aber langsam geht, so wenden Anderekünstliche Wärme an und dicken den Saft in Kesseln ein, nachdem vorher Wasser zuge-setzt ist oder nicht. Auch werden die Blätter, wenn sie freiwillig nichts mehr von sich ge-ben, entweder mit den Händen gedrückt, oder sie werden ganz zerschnitten in Fässer ge-packt und nun massig gedrückt. Man unterscheidet nun verschiedene Sorten der Aloe; obdiese Verschiedenheit von der Pflanze oder von der Behandlung herrühre, bleibt ungewiss.Es sind dies 1. Aloe suecotrina s. lucida von gelbrother ins Purpurne oder Saffranbraune ziehenderFarbe, glänzender Oberfläche, an den Ecken etwas durchscheinend, leicht zerreibbar und dannein goldgelbes Pulver gebend, von widrigem Geruch und ähnlichem heftig bittern nachhalti-gem etwas myrrhenartig-aromatischem Geschmack. Sie ist in Weingeist ganz, in Wassergrösstentheils löslich. Die Aloe hepatica oder Leberaloe hat ihren Namen von ihrer leber-braunen Farbe, dichterm Gefüge, widerlichem Geruch und Geschmack. Noch schlechterund medichiisch nie anzuwenden ist die Pferde-Aloe (caballina), deren man sich als Thier-arznei bedient. Sie ist fast schwarz, deutlich mit Unreinigkeiten aller Art gemischt, dichterund schwerer daher, und von sehr widrigem, fast stinkendem Geruch und höchst widerlichemGeschmack. Einige unterscheiden noch Aloe lucida und suecotrina, jene für die beste Sortehaltend.

Chemische Beschaffenheit: Es ist die Aloe aus einem Harze und einem eigenen bit-tern Sloff (Aloebitter) zusammengesetzt, ausserdem zeigen sich Spuren einer Säure, welchemehrmals als Gallussäure erkannt ist und geronnenem Eyweissstoff; der bittere Stoff -ist we-nigstens in doppelt so grosser Menge, als das Harz vorhanden, welches in einigen Fällen,namentlich bei der Leberaloe nur in sehr geringer Menge gefunden wurde.

Nutzen: Seit altern Zeiten ist die Aloe als ein kräftiges abführendes bitteres Mittelbekannt, welches selbst äusserlich angewandt, diese Eigenschaft zeigt; da aber dieses Heil-

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