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von innen; b) dieselbe von aussen; c) die Krone derselben aufgeschnitten; d) eine weiblicheBlume; e) f) Staubgefüsse verschiedener Art, alles etwas vergr.; g) eine reife Frucht in nat.Gr.; h) dieselbe ebenso queer durchschnitten) i) ein Saamc in nat. Gr.
Ficus religiös a.
Syst. sex. Polygamia Dioecia. — Syst. nat. Urticeae Iuss. Artocarpeae Lk.
Char. gen. S. bei Ficus Carica Bd. I. S. 139.
Char. speciei: Baum; Blätter breit herzförmig eyförmig, sehr lang und schmal zu-gespitzt; Feigen kugelig, je zwei beisammen sitzend und von Deckblättern unterstützt.
Synonyme: Ficus religiosa Linne und aller Autoren. — Deutsche: heiliger Feigen-baum, indischer Götzenbaum, Teufelsbaum.
Vaterland: Auf sandigen steinigen Plätzen in Ostindien, besonders am Ufer desGanges, dann auch auf den Inseln, auf Timor u. s. w.
Beschreibung: Grosser und hoher Baum mit schlankem aber dickem Stamm, unddichter wagerecht ausgebreiteter Krone. Blätter auf langen dünnen runden Blattstielen,welche von der Länge der ßlattplatte ohne die Spitze, vom VVinde leicht bewegt, 4— 7 Zolllang, 3 — 5 Zoll breit, aus einer breiten schwach herzförmig ausgebuchteten Basis, eyförmigoder auch schwach rhomboidalisch- eyförmig, dann plötzlich in eine lange schmale zugespitzte,meist etwas sichelförmig gebogene Spitze ausgehend, ganzrandig, oder schwach ausgeschweift,auf beiden Seiten kahl, vom liauptnerven ungefähr 10 — 12 Seitennerven absendend und ge-gen den Rand hin zu einer schwachen Randvene verbindend, übrigens netzadrig, glänzend,fest, freudig grün sind. Feigen klein, kugelig, je 2 oder einzeln in den Blattachseln, vondrei kleinen halbrunden etwas gewimperten Deckblättern zur Hälfte umfasst, erst grün, nach-her braunroth, innen bald nur männliche oder nur weibliche Blumen, oder beide Geschlech-ter zusammen enthaltend, an der Mündung mit einigen Schüppchen besetzt. Die Blumen-hülle aus 3 — 5 kleinen schuppenartigen zugespitzten Blättchen bestehend. Stempel schief,eyförmig-länglich, fast so lang als der Kelch, der pfriemförmige Griffel mit 2 kurzen voneinander stehenden Narben scheinbar seitlich hervorkommend. Frucht schwärzlich.
Off. Lacca in granis. Körnerlack. — Durch den Stich einer oft in grosser Mengeauf den Zweigen dieses Feigenbaums lebenden Schildlaus (Coccus Ficus L. oder CoccusLacca) erfolgt ein Ausfliessen des weissen an der Luft sich roth färbenden Milchsaftes, wel-cher auch die auf der Rinde sitzenden Thiere einhüllt, diese erscheinen dann als eine ovaleroth gefärbte Zelle, in welcher nun einige Zeit nachher 20 — 30 Eier oder Larven gefundenwerden, die mit Zurücklassung ihrer Häute aus dem Rücken der Mutter hervorkriechen. ImFebruar und August bricht man die mit der rothbraunen spröden auf dem Bruche glänzenden,innen mit Höhlungen versehenen Masse bedeckten Zweige ab und bringt diese in den Han-del als Stocklack (Lacca in baculis), oder man bricht den Lack von den Zweigen ab und ererscheint dann in kleinen Stücken verschiedener Grösse von gelbrother Farbe, welche eckig,meist durchscheinend und auf dem Bruche glänzend sind, dies ist der Körnerlack (lacca ingranis) und diese beiden Sorten werden nur medicinisch angewendet.
Chemische Beschaffenheit. Im Körnerlack fand John: 66,7 Harz; 1,7 Wachs; 16,7Lackstoff; 2,5 balsamischen Bitterstoff; 3,9 Farbstoff; 0,4 fahlgelbes Extracjt; 2,1 Insekten-