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nig verwachsen. Männliche Blume mit 5 in drei Bündel vereinigten Staubgefässen.Weibliche Blume: der Stempel mit 3 dicken zweiteiligen iNarben. Frucht eine 3 — 6-fächrige Kürbisfrucht mit eyförmigen zusammengedrückten nicht gerindeten Saamen.
Char. speciei: Stengel liegend etwas steifhaarig; Biälter herz-eyförmig, vielspal-tJg.gelappt, unten weisshaarig, die Lappen stumpf; Blattstiele so lang als die Platte;Ranken kurz; Blume achselständig gestielt; weibliche mit kugeliger etwas steifhaarigerKelchrohre, glockigem Bande mit schmalen Zipfeln, kleinen Blumenblättern; Frucht kugelig,bei der Reife gelb, mit dünner fester Rinde und sehr bitterem Fleisch.
Synoyme: Cucumis Colocynthis Linne und aller Schriftsteller. — Deutsche: Ko-loquinte.
p^aterland: Auf den griechischen Inseln, so wie in Kleinasien findet sich diesePflanze wild und kultiyirt, wird auch in Japan und am Cap wachsend angegeben.
Beschreibung: Stengel lang hingestreckt, oder vermittelst der kurzen etwas ästi-gen neben den Blättern stehenden Ranken etwas kletternd, krautartig, rund, leicht zerbrechend,mit steifen Haaren etwas besetzt. Blätter gestielt, der Blattstiel von der Länge der Blatt-platte, welche breit-eyförmig und schmal-herzförmig, oder etwas nierenförmig, 5- oder mehr-lappig mit stumpfen auch durch stumpfe Buchten getrennten Lappen, von denen der mittel-ste oder unpaare weit vorgezogen ist, alle aber wieder schwach stumpf-gelappt und gebuch-tet sind, auf beiden Seiten, besonders auf der untern dichter behaart. Blumenstiele ach-selständig meist einzeln stehend, kürzer als der Blattstiel, einblumig, behaart. Kelch grün,behaart, die Röhre kugelig, der Rand in 5 schmale und spitze Zipfel getheilt; Kronenblät-ter doppelt so lang als der Kelchrand, hocbgelb mit grünlichen Adern, aussenbehaart, eyförmigstumpflich mit kleinen Stachelspitzchen; Staubgefässe 5, je 2 und 2 verwachsen, der 5tefrei, drei Bündel bildend, kahl, Antheren gebogen randständig. In der weiblichen Blume dreischwach gebogene Anhänge, die fehlgeschlagenen Staubgefässe; Griffel dick fleischig, kahl,nach oben dreitheilig, jeder Theil mit zweispaltig-zurückgebogener Narbe. Frucht von derGrösse eines Apfels oder Pomeranze, kugelig, kahl, gelb, mit ziemlich dünner, aber ledrig-fester Rinde, weissem schwammigem Fleisch, in welchem die eyförmigen zusammengedrück-ten gelblichen Saamen liegen.
Off. Poma Colocynthidis, Koloquintenmark; die innere lockere schwammige von deräusseren Schaale befreite Masse der Frucht, in welcher noch die Saamen befindlich sind,noch von rundlicher Form, äusserst bitterin Geschmack, aber ohne Geruch.
Chemische Beschaffenheit . Meissner, welcher die vollständigste Untersuchung des Ko-loquintenmarks geliefert hat, fand darin: 4,2 bittres fettes Oel; 13,2 nicht in Aether löslichesHarz (Vaucquelin's Colocynthin); 14,4 Coloquintenbitter; 10,0 massig bittern Extractivstoff;9,5 gemeines Gummi; 3,0 ßassorin; 19,2 Holzfaser; 17,0 durch Kali ausgezogenen gummigenExtractivstoff; 0,6 Phyteumacolla; 2,7 phosphorsauren Kalk; 3,0 phosphorsaure Magnesia und5,0 Wasser.
Nutzen: Schon den Griechen und Arabern waren die Koloquinlen als ein stark ab-führendes Mittel bekannt. In neueren Zeiten hat ihre Anwendung abgenommen, doch werden siein kleinen Gaben in Verbindung anderer passender Mittel, besonders da, wo die Unterleibs-organe nicht Ihätig genug sind, gereizt werden müssen, bei Stockungen, Lähmungen, Melan-cholie und Epilepsie, Wassersucht u s. w. benutzt.
Erklärung der Kupfertafel 275. Eine blühende Spitze der Pflanze in nat. Gr.; a) eine männliche Blume
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