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ringer Menge und eiuem Harze (Masticin), welches bei der Behandlung des Mastix mit kal-tem höchst rectificirten Alcohol zurückbleibt, frisch weiss, weich und zähe ist, schwer trock-net und dann spröde wird. In fetten Oelen löst sich der Mastix nicht merklich aber wohlin Alealien, von den Sauren wird er zum Theil zersetzt.
Nutzen: Im Morgenlande ist es eine weit verbreitete Sitte Mastix zu kauen, theilszur Verbesserung des Zahnfleisches, theils um den Alhem wohlriechend zu machen. Bei unswird er meisst äusserlich benutzt, theils zu Räucherungen, theils als Zusatz zu Waschmitteln,aber auch innerlich in Pulverform, oder in Auflösungen bei veralteten Catarrhen, Diarrhöen,bei Magenschwäche und Blähungen.
Erklärung der Kupfertafcl 271. I. Ein männlicher blühender Zweig in nat. Gr.; a) eine männlicheISlume in nat. Gr.; b) dieselbe vergr.; c) deren Kelch in nat. Gr.; d) derselbe vergr.; e) ein Stiel-chen mit mehreren Blumen in nat. Gr.; f) u. g) Staubgefässe von vorn und hinten vergr.; II. einweiblicher, und III. ein Fruchtzweig in nat. Gr.; III. a) eine einzelne Frucht in nat. Gr.; b) die-selbe länger und c) r/uecr durchschnitten in nat. Gr.; d) die ganze weibliche Blume in nat. Gr.;e) dieselbe vergr.
Pistacia Terebinthus.
Syst. sex. Dioecia Pentandria. — Syst. nat. Terebinthaceae Iuss.
Char. gen. S. bei Pistacia Lentiscus.
Char. speciei: Blätter 1-jährig, unpaarfiedrig, Fiedern 5 — 7, eyförmig-elliptisch,oder lanzettlich elliptisch, Blattstiel ungeflügelt, Blüthenstand achselständig aus denBlattwinkeln der vorjährigen Blätter, rispig.
Abänderungen: Auch diese Art ändert sehr in der Gestalt, Breite, Grösse und Zu-spitzung der Blättchen ab.
Synonyme: Pistacia Terebinthus Linne und aller spätem Schriftsteller, Terebinthusvulgaris Tournefort. — Deutsche: Aechter Terpenthinbaum, Terpenthin-Pistacie.
Vaterland: Die Terpenthin-Pistacie wächst in allen Ländern rund um das mittellän-dische Meer, aber etwas nördlicher verbreitet als der Mastixbaum. Blüht im Frühjahr.
Beschreibung: Dieser Baum unterscheidet sich von dem vorigen: durch die rothbrau-nen Aeste, durch die jährigen, unpaarfiedrigen, nur aus 2 — 3 Fiederpaaren bestehenden Blät-ter, deren rothgefärbte Blattstiele nicht geflügelt sind, durch die grösseren und breitern spit-zem Fiedern, deren Mittelnerv oft röthlich gefärbt ist und unten stärker vortritt, deren Sei-tennerven blasser gefärbt als das Parenchym, unten etwas hervortreten; durch die aus denBlattwinkeln vorjähriger Blätter hervortretenden Blüthenstäude, welche sämmtlich rispenartigsind; durch die an der Spitze behaarten Kelchzipfel u. s. w.
Off. Von diesem Baum gewinnt man eine vorzügliche Sorte von Terpenthin (Tere-binlhina cypria s. de Chio) welche aber bei uns nicht mehr benutzt wird, da er gewöhnlichverfälscht ist, daher dies Mittel auch nicht in der Pharmacopöa Borussica aufgeführt ist.
Erklärung der Kupfertafel 272. I. Ein Zweig mit weiblichen Blumen in nat. Gr.; I. a) ein Kelch aufseinem Stiel mit dem Dcclblattc ; I. b) eine Blume mit dem Stempel; c) derselbe allein; d) dieFrucht aueer durchschnitten; e) dieselbe ganz; f) der Saame aus derselben, alles mehr oder we-niger vergr.; \\. eine Rispe mit reifen Früchten in nat. Gr.; III. ein Zweig mit männlichen B/u-