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3 (1837)
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86
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Char.

gen.

Pistacia Lentiscus.

Syst. sex. Dioccia Penlandria. Syst. nat. Terebinthaceae luss.Blumen zweihäusig ohne Blumenkrone. Männl. Blume: Kelch 35-bJätt-

rig; Staubgeiasse 5, frei, mit sehr kurzen Staubfaden. Weibl. Blume: Kelch 3 5-thei-

lig: Stempel einfach mit 3 keulenartig verdickten Narben. Frucht trocken-fleischig, miteinem einsaamigen holzigen Saamenfach.

Char. speciei: Blätter immergrün, paarfiedrig, Fiedern 3 7 Paar, schmal ellip-tisch oder etwas lanzettlich; Blattstiel flügelrandig, ßlüthenstände achselständig, männ-liche Blumen in kleinen Rispen, weibliche in kleinen Trauben.

Abänderungen: Es zeigen sich Verschiedenheiten in der Form der Fiederbläüchen,welche schmaler oder breiter, spitzer oder stumpf, selbst ausgerandet sind.

Synonyme: Pistacia Lentiscus Linne und aller spätem Schriftsteller; Lentiscus vulga-ris Tournefort. Deutsche: Mastixbaum.

Vaterland: Es findet sich der Mastixbaum in den meisten Gegenden um das mittel-ländische Meer von Portugal bis in Kleinasien hinein, hier und da besonders auf Chios undeinigen andern griechischen Inseln auch kultivirt, ob aber auch an der norda/Hkanischen Kü-ste? Blüht im Frühjahr.

Beschreibung: Baum von geringer Höhe (bis 12 F.) mit abstehenden bräunlich-grauen Aesten, deren jüngste Enden grün, kahl und mit zerstreuten kleinen, punetförmig er-habenen rundlichen lichtbraunen Linsenkörpern besetzt sind. Blätter Spiralig gestellt, ge-stielt, fingerslang, einfach paarweis-gefiedert; Blattstiel in seinem ganzen Verlauf schwachflügelrandig, oben gerinnelt, unten halbrund; Fiedern in 3 7 Paaren sitzend, gegenüberoder wechselnd stehend, lanzettlich-elliptisch, ungefähr 1 Z. lang, mehr oder weniger breit,spitz oder stumpflich oder stumpf, schwach .stachelspitzig, zuweilen ausgerandet, ganzrandig,zuweilen schwach wellig gebogen, oben dunkelgrün unten lichtgrün, ausdauernd, der Mittel-nerv auf beiden Seiten etwas vortretend, die Adern kaum bemerkbar, gegen den Rand gabel-theilig. Blüthenstand achselständig, weit kürzer als die Blätter. Männliche Blumenin kleinen Rispen, welche aus Trauben zusammengesetzt sind. Kelchblätter ejförmig spitzungleich, kürzer als die Staubgefässe, deren Staubläden sehr kurz und dick, die Staubbeutel4-tächrig, länglich, seitlich-aufspringend und rötblich gefärbt; vom Stempel oft nur ein Ru-diment. Weibliche Blume in einfachen Trauben; Kelchblätter 4, von der Längeder Fruchtknoten, eyförmig, spitz; Fruchtknoten eyförmig mit 3 keulenförmig-verdickten,nach aussen gebogenen auf sehr kurzem Griffel stehenden Narben. Frucht kugelig, kaumstachelspitzig, erbsengross, roth.

Off. Mastiche, Mastix. Der freiwillig oder nach Einschnitten ausfliessende erhär-tete Saft des Mastixbaums in kleinen rundlichen halb durchscheinenden glänzenden, aber durchgegenseitige Reibung staubigen und undurchsichtigen Körnern oder Tropfen bis zur Grösseeiner Haselnuss, von weisslich-citrongelber Farbe, welche beim Kauen zähe werden, aufKohlen geworfen einen angenehmen Geruch verbreiten und in Alcohol sich grösstenteils auf-lösen; sie sind hart, spröde, zu einem weisslichen Pulver zerreiblich, von angenehm balsa-mischem süsslichem schwachem Geruch und schwach gewürzigem, kaum etwas adstringiren-dem Geschmack.

Chemische Beschaffenheit: Es besteht der Mastix aus einem ätherischen Oel in ge-