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3 (1837)
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85
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Nutzen: Man benutzt dieses Kraut, welches seine Verbreitung besonders den Jesuitenverdanken soll, in verschiedenen Formen als ein flüchtig reizendes, etwas erhitzendes Mittel,welches die erhöhte Thätigkeit und Absonderung der Haut, der Nieren und der Lunge be-wirkt, daher empfohlen bei asthmatischen Beschwerden, ja bei Eilerungen der Lunge, beiKrämpfen der Brust und des Uterus, bei Lähmungen, Auftreibung des Unterleibs u. s. w.Zwischen Zeug gelegt soll es vor den Motten schützen.

Erklärung der Kupfertafel 269. Die Spitze einer blühenden Pflanze und die Blätter vom untern Theilcin nat, Gr.; a) ein Stück eines Blattes; b) ein Knäuel von Blumen; c) eine einzelne Blume; d) einesolche geöffnet, c) eine nur weibliche Blume; f) ein Staubgefäss; g) b) der Stempel; i) der obereTheil des Griffels mit der JSarbc; k) die Frucht vom Kelch umgeben; 1) der Saame, längs durch-schnitten mit dem gekrümmten Embryo, alles mehr oder weniger vergr.

Chenopodium B o t r y s.

Syst. sex. Pentaudria Digynia. Syst. nat. Chenopodcae.

Char. gen. S. b. Chenopodium ainbrosioides.

Char. speciei: Blätter länglich, buchtig, stumpf-gezähnt, nach oben schmaler fast li-nealisch und fast ganzrandig, alle wie der Stengel kurz diüsenhaarig; Blumen in achselstän-digen gabeltheüigen gestielten bei der Fruchtreife vollständig entwickelten Trugdolden mitsitzenden Blumen, deren Kelch drüseuhaarig.

Synonyme: Chenopodium Botrys Linne u. aller Autoren. Deutsche: Trauben-kraut, traubiger Gänsefuss.

Vaterland: Auf trocknen meist sandigen Feldern, Mauern, Granithügeln, u. s. w. immittlem und südlichen Europa von Schlesien südlich bis Calabrien, östlich bis zum Atlas undCaucasus. Blüht im Hochsommer.

Beschreibung: Es unterscheidet sich diese Art von dem Chen. ambrosioides durchdie tiefer gebuchteten, grösser und stumpf-gezähnten Blätter, durch die nicht stets geknaul-ten, sondern auf gabelästiger trugdoldiger Verzweigung (welche aus den meisten Blaltachselndes Haupt Stengels und der Zweige hervorbricht) sitzenden Blumen, durch die schmierig-kle-brige Behaarung, durch einen stärkern unangenehm aromatischen Geruch.

Off. In der Preussischen Pharmacopöe ist die Pflanze, welche man wie die vorige,während des Blühens sammelte, und als Herba Botryos vulgaris bezeichnete, auch auf ähn-liche Weise benutzte, nicht mehr aufgeführt, daher wir sie nur der Verwechslung wegen be-rühren.

Erklärang der Kupfertafcl 270. Eine blühende Pflanze in nat. Gr.; a) eine Blume ebenso; b) die-selbe rergr. und c) geöffnet; d) der Kelch mit der Frucht vergr.; e) die Frucht allein in nat.Gr.; f) dieselbe vergr.; g) der Saame vergr.; h) derselbe längs durchschnitten mit dem kurzenEmbryo vergr. i) ein Blatt von Chen. foctidum Schrad. oder Sehraderianum Schult., einer naheverwandten, nur aus Gärten bekannten Art, in nat. Gr.