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3 (1837)
Entstehung
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84
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Chenopodium ambrosioides.

Syst. sex. Pentandria Digynia. Syst. nat. Chenopodeae s. Atriplices Auct.

Char. gen. Blumen zwitterig, oder durch Fehlschlagen weiblich. Kelch 5-theilig,Staubgefässe 5, Griffel 2, oder einer mit 2 Narben; Frucht 1-saamig, nicht aufsprin-gend, mit krautiger Fruchthülle, welche der knorpeligen Saamenhaut fest aufliegt, vom bleiben-den Kelch umgeben; Embryo an der Peripherie des Saamens.

Char. speciei: Blätter lanzettlich, an beiden Enden verschmälert, entfernt spitz-ge-zähnt, unten mit zerstreuten sitzenden Drüschen besetzt, Blumen geknauelt, achselständig aufseitlichen Zweigen und an der Spitze des Hauptstengels.

Synonyme: Chenopodium ambrosioides Linne und aller Autoren. Deutsche:Westindischer Thee, spanischer, ungarischer, Jesuiten-Thee, u. s. w.

Vaterland: Ursprünglich in Mexico zu Hause ward diese Pflanze weit verbreitet undzeigt sich verwildert in mehreren Gegenden Südamerika's, am Cap und in Europa, wo sieauch hin und wieder gebaut wird: Blüht im Sommer.

Beschreibung: Einjährige, gelblich-grüne, 12 F. hohe, nur mit zerstreuten Här-chen besetzte ästige Pflanze. Wurzel äslig, weisslich. Stengel meist vom Grunde an äs-tig, unten rund, oben und an den Aesten, welche aufrecht abstehend und stets viel kürzerals der Stengel sind, leicht gefurcht. Blätter wechselständig, gestielt, breiter oder schmalerlanzettlioh, spitzlich', die Blattsubstanz unten etwas herablaufend, am Rande mit deutlichenoder schmälern durch schwache Buchten getrennten Sägezähnen oder endlich fast ganzran-dig, auf der Unterseite mit zahlreichen, oft goldgelb-glänzenden Drüschen besetzt, übrigenskahl, nur mit wenigen einzelnen Härchen auf den Bippen, die Astblätter, besonders die un-ter den ßlüthenknaueln stehenden kleiner, schmaler und ganzrandig. ßlüthenknauel kleinrundlich in den Blattachseln der Nebenzvveige, aus mehr oder weniger (bis höchstens 25)zusammengedrängten, kleinen, grünlichen Blümchen bestehend, welche zwitterlich oder durchFehlschlagen weiblich sind. Kelch 35-spaltig kahl, aufrecht, die Zipfel stumpflich, amRande etwas weisshäutig. Staubgefässe etwas länger als das Perigon mit nierenförmigenStaubbeuteln. Stempel fast kreiseiförmig mit 2, seltner 3, kurzen, auf der innern Seite nachoben Narben tragenden, erst geraden, dann auswärts gebogenen Griffeln. Frucht 1-saamig,dünnhäutig weiss, vom bleibenden, oben geöffneten Kelch umgeben. Saame glänzend, kahl,schwarzbraun.

Off. Herba Chenopodii ambrosiaci v. Botryos Mexicanae. Die ganze Pflanze wäh-rend des ßlühens im Juli gesammelt und getrocknet, von einem eigenthümlich starken süss-lich-aromatischen Geruch und gewürzhaftem Geschmack; muss trocken und wohlverschlossenaufbewahrt werden.

Chemische Beschaffenheit: Bley fand in diesem Kraute: 0,35 ätherisches Oel, 0,45in Aether lösliches Weichharz; 7,15 Chlorophyll; 4,10 Eyweissstoff; 0,80 Extractivstoff mitsauerkleesaurem Kali; 3,75 Exlrativstoff mit apfelsaurem Kali; 1,40 Stärkemehl; 14,30 Gummi;0,70 Gummi mit Spuren verschiedener Kalisalze; Spuren von Schwefel; 0,51 Essigsäure;1,12 weinsteinsaures Kali; 7,50 äpfelsaure Magnesia; 4,60 salzsaures Kali; 7,50 Wasser. Beider Behandlung mit Aetzkali und Salzsäure wurden noch gefunden: 2,40 Kleber; 1,50 Pflan-zencyweiss; 18,20 Phyte.umakolla; 18,70 Faser und verschiedene Salze mit Eisen- und Man-ganoxyd.