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Lau r us nobilis.
Syst. sex. Enneandria Monogynia. — Syst. nat. Laurineae Auct.
Char. gen. S. bei Lauras Camphora.
Char. spccici: Zweige wie alle übrigen Theile Kahl; Blätter lanzettförmig, oderlänglich-lanzettförmig, mehr oder weniger zugespitzt, am Grunde spitz; Blumen getrenntenGeschlechts oder Zwitter in kleinen acbselständigen gestielten Döldcnen; Geschlechtshülle4-theilig, Theile weisslich, stumpf, abfallend; Staubgefässe 12, in dreifacher Reihe, alle mit2 drüsigen Anhängen; Staubbeutel 2-fächrig, bei allen nach innen aufspringend; in weib-lichen Blumen nur 2 — 4 unvollständige Staubgefässe; Stempel einfach, mit flach-kopfförmi-ger Narbe, in der männlichen Blume eine drüsige Scheibe statt desselben; Frucht auf demunregelmässigen Grunde der Hülle sitzend.
Abänderungen: Man findet den Lorbeer mit breilern und schmälern, stumpfern undSpitzern Blättern, die am Rande eben oder wellig kraus sind, ferner mit weissen oder gelb-gescheckten Blättern und gefüllten Blumen.
Synonyme: Lauras nobilis Linne und aller Schriftsteller. — Deutsche: Lorbeer-baum, Lorbaum, Edler oder Dichterlorbeer.
Vaterland: Der Lorbeerbaum kommt in allen Gegenden um das mittelländische Meerin Hainen und Gebüschen vor. Blüht im März und April.
Beschreibung: Massiger Baum von 15 — 25 F. Höhe. Zweige, grade, etwas zusam-mengedrängt, zähe, dicht beblättert, mit kahler grüner Rinde. Holz blass-gelblich, weich,mit engem Markkanal. Alle Theile sind bitter, etwas scharf und aromatisch. Blätter kurzgestielt, spiralig gestellt, gewöhnlich lanzettlich oder länglich-lanzettlich, 3 — 4 Z. lang,10-—12 Lin. breit, mehr oder weniger spitz und zugespitzt, ganzrandig, und am Rande eben,oder mehr oder weniger wellig-gebogen, oben von schönem Grün, unten etwas blasser mitvortretenden Nerven und Hauptadern, in deren Achseln sich eine rundliche Oeffnung und sehrkleine Härchen befinden. Blattstiel gerinnelt, 3 Lin. lang, meist etwas röthlich. Blumenaus den mittlem Blattachseln der Zweige, zu 4 — ft in einer kleinen Dolde stehend, deren1 — 3 zusammengehäuft sind auf einem kurzen dicklichen gemeinschaftlichen Bliithenstiel,welcher unter den Blumen eine Hülle von einigen festen trocknen Blättchen trägt, die rund-lich-eyförmig, concav und auf dem Rücken etwas seidig sind. Die Blumenstielchen sind1 Lin. lang, angedrückt, feinhaarig. Geschlechtshülle grünlich- oder gelblich -weiss, mit5 ovalen stumpfen, 5-nervigen, drüsig punetirten Zipfeln. Staubgefässe von der Längedieser Hülle, kahl, die Staubfäden länger als die ovalen Staubbeutel, in der Mitte mit je 2 et-was gestielten zusammengedrückt-kugeligen Glandeln besetzt; die der weiblichen Blume, amGrunde erweitert, oder auf einer Seite mit einem Oehrchen versehen und in eine über dieStaubbeutel hinausreichende pfriemliche Spitze auslaufend. Staubbeutel sämmllich 2-fächrigund nach innen sich öffnend. Stempel kahl, etwas kürzer als die Hülle, mit länglichemFruchtknoten, dickem kurzen Griffel und fast dreiseitiger, niedergedrükt-kopfförmiger Narbe.Die fleischige Frucht \ Z. ungefähr grofs, oval, an beiden Enden stumpf, schwarz.
Off. Baccae Lauri, Oleum Lauri. — Die getrockneten reifen Früchte, von dunkel-brauner, etwas glänzender Farbe und dünner zerbrechlicher Schaale, welche einen gelblich-braunen öligen, leicht in seine beiden grossen Cotyledonen theilbaren Kern enthält, von ge-würzhaft bitterm Geschmack. — Das Lorbeeröl (Loröl, oleum Lauri expressum) wird durch