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Laurus Camphora.
Syst. sex. Enneandria Monogynia. — Syst. nat. Laurineae Auct.
Char. gen. Geschlechtshülle kelchartig, sechstheilig; Staubgefässe 9, von de-nen die der inuern Reihe häufig Drüsen an der Basis der Staubfaden haben: drei in Drüsenverwandelte Staubgefässe an dem Fruchtknoten stehend, bilden ein Honiggefäss; Griffel undNarbe einfach; Frucht fleischig, 1-saamig, von der Geschlechtshülle mehr oder wenigerunterstützt.
Char. specici: Blätter dreifach-nervig, oben glänzend, unten in den Nervenachselndrüsig, Rispen end- und achselständig doldentraubig, nackt; Blumen aussen kahl; Staub-gefässe 9 in dreifacher Reihe, die drei innersten mit 2 gestielten drüsigen Anhängen an derBasis; drei Nectarien; Staubbeutel 4-fächrig; Frucht auf der ganzrandigen konischenBasis der Geschiechtshülle stehend.
Synonyme: Laurus Camphora Linne, Persea Camphora Sprengel; Cinnamomum Cam-phora Fr. Nees v. Esenbeck; Camphora officinarum C. G. JNees v. Esenbeck.— Deutsche:Campherbaum, Campherlorbeer.
Vaterland: Ist in Wäldern des westlichen Japan, der anliegenden Inseln und in Chinazu Hause, wird aber in Ostindien, am Vorgebirge der guten Hoffnung, in Brasilien, auf denAntillen kulthirt, und ist in den europäischen Gärten nicht selten. Blüht im Vaterlande imMai und Juni.
Beschreibung: Baum von der Grösse einer Linde. Wurzel holzig mit wenigenaber starken Aesten. Rinde etwas rauh, von dunkler, brauner Farbe, an Jüngern Zweigenglatt, grünlich, glänzend, leicht abziehbar und auf der innern Seite glatt und schlüpfrig. Holzweiss, beim Trocknen rothscheckig werdend, locker; Mark gross, schwammig-holzig. Blät-ter fest, lederig, oben freudig grün, glänzend, unten blasser, in den Achseln der Hauptadernmit den Mittelnerven überall oder doch in den untern jedes Blattes eine Drüse, welche nachoben wie ein Höckerchen vorragt, unten sich mit ovaler Mündung öffnet, dabei niemals Haare.Blattstiele dünn bis 1 — 1|Z. lang, zuweilen röthlich-grün; Blattfläche bis 3 Z. und etwasdarüber lang, breit, oval, an beiden Enden zugespitzt, ganzrandig, der Rand aber meist etwaswellig-gebogen, dreifach-nervig, die Nerven und Adern unten etwas vortretend Die in derBlattachsel an den letzten Zweiglein stehenden Blüthenrispen bestehen aus mehrern kleinenTrugdolden, welche fast traubenartig an einem gemeinschaftlichen Stiele stehen, sie sind kürzerals ihr Blatt. Blumen klein, weiss. Blumenblätter eyfönnig. Staubfäden mit gelbkö-piigen Drüsen. Frucht schwarz-purpurn, glänzend, wie eine grosse Erbse, von etwas krei-seiförmiger Gestalt, weichem, etwas purpurfarbigen Fleisch, von nelken-campherartigern Ge-schmack. Stein von der Grösse eines Pfefferkorns, schwarz glänzend.
Off. Camphora. Der Campher ist eine Art von Stearopten des in allen Theilen desBaumes befindlichen eigenthümlichen ätherischen Oels, welches in Japan durch Auskochendes zerkleinerten Holzes der Wurzel uud der Stengel in eisernen Gefässen mit Wasser ge-wonnen wird, indem der sich verflüchtigen de Campher in einem darauf gesetzten spitzen Helm,welcher innen mit Stroh angefüllt ist, aufgefangen, nach Europa gebracht und hier von neuemeiner sorgfältigen reinigenden Destillation, mit lebendigem Kalk oder Kohle, unterworfen wird,worauf er dann in Form flach halbrunder Kuchen in den Handel kommt. Er ist dann weiss,nicht fest, halbdurchsichtig, von krystaliinischem Gefüge, an der Luft alimälig sich verfluch-