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3 (1837)
Entstehung
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68
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Off. Radix Zingiberis. Die Wurzelknollen, von ihrer Oberhaut befreit, an derLuft getrocknet, aussen runzlich, höckrig, weisslich-aschfarben, innen dicht, röthlich-weiss,mit kleinen harzhaltenden Behältern; sie sind von einem eigentümlichen, sehr scharfengewürzhaften Geschmack und aromatischen Geruch. Man nennt diese gewöhnlich nur medi-cinisch angewendete Sorte auch weissen oder geschälten Ingwer (Zing. album); es giebt abernoch eine andere, den schwarzen Ingwer (Zing. nigrum, vulgare oder commune), welcherungeschält mit heissem Wasser abgebrüht und durch künstliche Wärme getrocknet wird.Da diese Wurzeln leicht von Insekten angefressen werden, so sollen sie zuweilen mit Kalkbeschüttet oder mit einem Brei von Thon oder Bolus überzogen werden. Der ostindischeingwer ist besser als der westindische, welcher meist aus Jamaika kommt.

Chemische Beschaffenheit: Bucholz fand im weissen Ingwer: 1,56 flüchtiges Oel;3,60 gewürzhaftes scharfes Weichharz; 0,65 bitterlichen, in absolutem Alcohol löslichenExtractivstoff; 10,50 säuerlich und beissend schmeckenden, in Alcohol nicht löslichen Ex-tractivstoff; 12,05 Gummi; 19,75 Stärkemehl; 26,00 durch Kali ausgezogenen oxydirtenExtractivstoff; 8,30 durch Kali ausgezogenes Bassorin, Holzfaser, Wasser. Morin fand harzigeMaterie; Halbharz; graulich-blaues aetherisches Oel, Essigsäure; essigsaures Kali, Osmazom;Gummi; thierisch-vegetabilische Materie; Schwefel, Stärkemehl und Holzfaser.

Nutzen: Der Ingwer wird als Gewürz manchen Speisen zugesetzt, auch in Ostindienin Zucker eingemacht als ein Magenmittel benutzt. Medicmisch wendet man ihn als ein denUnterleib und dessen Organe reizendes, erwärmendes und belebendes Mittel an, jedoch ver-bieten Blutfülle und Stockungen im Unterleibe dessen Anwendung, da er zu erhitzend wirkt

Erklärung der Kupfertafel 257. Eine ganze Pflanze blühend in nat. Gr., der hintergelegte Blattstengelverkleinert; a) ein äusseres Deckblatt; b) eine ganze Blume; c) die Honiglippe \ d) das Pistill,alles in nat. Gr. oder wenig vergr.

Curcuma longa.

Syst. sex. Monandria Monogynia. Syst. nat. Scitamineae s. Drimyrrlrizeae Ancf.

Char. gen.: Blume oberständig; Kelch 3-zähnig; Blumenkrone doppeltreihig,beide Reihen 3-theilig; Staubbeutel 2-fächrig, am Staubfaden 2 spornartige spitze Fortsätze;Kapsel 3-fächrig, Sa amen zahlreich mit Saamendecke.

Char. specici: Die kleinen runden und die zahlreichen langen handförmigen Knolleninnen von tief orangegelber Farbe; Blätter lang gestielt, breit-lanzettförmig, von einfarbigemGrün; Aehre endständig, mitten zwischen den Blättern hervorkommend.

Synonyme: Curcuma longa Linne, Amomum Curcuma Gmelin und Jacquin.Deutsche: Gelb würz, Kurkuma, gelber Ingwer.

Vaterland: Die Kurkuma wird im ganzen heissern Asien häufig gebaut, besondersin China, Bengalen, Java, wahrscheinlich ist sie auch in diesen Gegenden zu Hause.

Beschreibung: Wurzel aus zweierlei Knollen bestehend, nämlich aus kleinen eyför-mig-rundlichen, und aus handförmig ästigen, welche von der Dicke eines Fingers, unregel-mässig cylindrisch, etwas höckerig, aussen blassgelb, innen sämmtlich tief rothgelb sind,