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Nutzen: Man bediente sich dieses heftigen abführenden Mittels sonst häufiger alsjetzt innerlich, da es zu gefährliche Wirkungen hervorbringen kann. Es dient daher nieistnur äusserlich in Form der Tinctur bei bösartigen Geschwüren und Knochenfrass, so wie inVerbindung mit andern Substanzen als ein stark die Haut reizendes, entzündendes und Blasenziehendes Mittel.
Erklärung der Kupfertafel 256. Der obere Theil eines Zweiges mit Dlüthen in nat. Gr.
Zin giber officinale.
Syst. sex. Monandria Monogynia. — Syst. nat. Scitamineae s. Drimyrrhizeae Auct.
Char. gen. Blume oberständig, Kelch 1 -blättrig. Blumenkrone doppellreihig,äussere Reihe aus drei fast gleichen Blättchen, innere einlippig. Staubbeutel 2-fächrig,gekrönt mit einem einzigen hornartig gekrümmten Schnabel. Kapsel 3-fächrig, 3-klappig.Saamen mehrere mit Saamendecke.
Char. speciei: Blätter fast sitzend, linealisch-lanzettlich, kahl; Aehren länglich;Bracteen spitz; Lippe 3-lappig.
Synonyme: Zingiber officinale Roscoc und der neuern Schriftsteller, Amonum Zingi-ber Linne. — Deutsche: gemeiner oder ostindischer Ingwer, Ingber.
Vaterland: Diese Pflanze findet man in allen warmen Theilen Asiens häufig kultivirt,und sie ist von dort auch nach Westindien und andere Kolonien verpflanzt worden; abernoch ward sie nicht wild angetroffen. Blüht zur Regenzeit.
Beschreibung: Wurzel zweijährig, fleischig-knollig; Knollen verschiedenartig, platt-gedrückt, theils bandförmig, theils auf andere Weise etwas ästig, aussen gelblich, innenweiss oder röthlich. Stengel aufrecht oder schief, bekleidet mit den kahlen Scheiden derBlätter, meist 3 — 4 Fuss hoch, einjährig, blüthenlos. Blattplatten fast sitzend auf ihrenlangen Scheiden, zweizeilig stehend, linealisch-lanzettlich, oben sehr kahl, unten beinahekahl; innen an der Spitze der Scheide ein zweispaltiges Blatthäutchen. Blüthenstengeleinzeln, von den Blattstengeln etwas entfernt, aus den Wurzeln hervortretend, 6—12 Zolllang, mit wenigen unten blattlosen stumpfen, oben zuweilen blatttragenden Scheiden besetzt.Aehre länglich, von der Stärke eines Mannsdaumen. Deckblätter: äussere ziegeldachartigeinblumig, umgekehrt-eyförmig, grün, kahl, dünnhäutig-gerandet, schwach längsstreifig, derRand gelb oder roth gefärbt; innere einzeln den Fruchtknoten, Kelch und den grössten Theilder Blumenrohre einscliliessend. Blume verhältnissmässig klein. Kelch verwachsenblättrig,an einer Seite sich öffnend, mit dreizälmiger Spitze. Blumenkrone mit doppeltem Kreise,der äussere aus drei fast gleichen gelblichen Tneilen, der innere eine dreilappige Honiglippevon dunkler Purpurfarbe mit gelben Flecken, der Mittellappen breiter, stumpf, ausgerandet,die seitlichen schmaler, spitz. Der Staubbeutel länglich, auf kurzem Staubfaden, überragtvon einem langen, gekrümmten, sich zuspitzenden, mit einer Rinne versehenen Hörnchen,unter dessen Spitze die trichterförmige gewimperte Narbe auf einem fadigen Griffel steht.Fruchtknoten oval, 3-fächrig, einige Eychen in jedem Fach. Frucht sehr selten sichentwickelnd, eine eyförmig-dreiseitige Kapsel mit einigen länglichen schwarzen Saamen vonaromatischem Geschmack in jedem Fach.
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