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3 (1837)
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Euphorbia officinarum.

Syst. sex. Dodecandria Trigyiiia oder Monoecia Monandria. Syst. not. Euphorbiaceae.

Char. gen. Blumen einhäusig, mehrere männliche um eine centrale weibliche, alleumgeben von einer 5-theiligen Hülle, an welcher sich mit deren Zipfeln wechselnd gestelltedrüsige Anhänge befinden. Männliche Blume ohne Perigon, ein auf einem Stiele stehendesStaubgefäss mit einer Anthere. Weibliche Blume: Perigon fehlend, oder ein ganzer odergezähnter Rand. Kapsel 3-fächrig, Fächer 2-klappig, einsaamig.

Char. speciei: Stengel fleischig, meist einfach, 8 lOkantig und furchig, blattlos,auf den Kanten paarweise stehende kurze krumme Stacheln, und nach oben kleine gestielteBlumenstände mit gelblicher Hülle und ganzen und stumpfen Anhängen.

Synonyme: Euphorbia officinarum L. und aller Schriftsteller. Deutsche: OfficinelleWolfsmilch.

Vaterland: Trockene und sandige Gegenden eines grossen Theils von Afrika.

Beschreibung: Wurzel rund, dick mit grauer Rinde, in viele Aeste getheilt.Stengel viele aus einer Wurzel im Kreise stehend, bogig-gekrümmt, aufwärts-steigend,unten armdick, nach oben sich verdünnend, bis 2 Fuss lang, mit 810 erhabenen Kantenund eben so vielen dazwischen liegenden Furchen, von dunkelgrüner Farbe. An den Kantenstehen paarweise kurze, spitze, gekrümmte abwärts gebogene weissliche Stacheln auf kleinenErhabenheiten. Blumen klein, gelblich-grünlich, erscheinen an den oberen Theilen derZweige ebenfalls an den vorspringenden Kanten. Hülle 45-zähnig, bauchig; Anhängeeben so viel, höckerig, dick, stumpf und ganz. Männliche Blumen 12 und mehr in der Hülle,jede aus einem fadenförmigen Staubfaden und einem kleinen zweiknöpfigen rundlichen gelbenStaubbeutel. Weibliche Blume einzeln, gestielt; Fruchtknoten stumpf dreieckig, mit dreizweispaltigen Griffeln und stumpfen Narbenspitzen. Kapsel dreikantig hängend. Saamenrundlich, grau, innen weiss.

Off. Euphorbium, s. Gummi Euphorbii, der aus den Zweigen ausfliessende Milchsaftgetrocknet; wir erhalten denselben in kleinen, bis eine Erbse oder Bohne grossen unregel-mässigen, bald rundlichen, bald eckigen Körnern, welche häufig noch die Stacheln der Pflanze,oder doch Höhlungen durch dieselben hervorgebracht, enthalten, innen von gelblich-weisser,aussen von schmutzig-gelber oder von bräunlicher und rechlicher Färbung, häufig durchfremde Beimengungen von Steinchen, Stacheln, Sand, Holzstückchen u. s. w., verunreinigtund staubig Gekaut erregt es einen lang anhaltenden scharf ätzenden und brennenden Ge-schmack; Geruch hat es eben nicht, verbreitet aber angezündet einen angenehmen. DerStaub dieses Harzes bringt, wenn er in's Gesicht und die Nase kommt, heftigen Reiz, Niesenund Entzündung der Theile hervor.

Chemische Beschaffenheit: Das Euphorbium ist mehrfach untersucht worden, dochstimmen die erhaltenen Resultate in quantitativer Hinsicht nicht recht mit einander überein.Nach der neuesten Untersuchung von Brandes finden sich in 500 Theilen: 218J Th. Harz;68j- Cerin; 6} Myricin; 24| Caontchouc; 1 Pilanzenleim; 24?- verschiedene Kali-, Kalk-und andere Salze; 27 Wasser; 28 holziger Rückstand. Es ist das Euphorbium daher keinGummiharz, sondern eine Verbindung von Harz mit Wachs und S.dzen, daher es Kastnerund Brandes als salziges Harz oder salziges Wachsharz bezeichnen wollen. Das scharfeeigenthümliche Harz hat man auch Euphorbiin genannt.