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3 (1837)
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Polyporus officinalis.

Syst. sex. Cryptogamia Fungi. Syst. nat. Fungi s. Mycetes Auct.

Char. gen

S. bei Polyporus Ignlarlus.Char. spcciei: Mehrjährig;

Substanz fleischig-korkig und zähe;

Hut sitzend, dick

hufförmig, gürtelstreifig, kahl, weisslich; Poren klein rundlich gelblich

Synonyme: Polyporus officinalis Fries; Boletus Agaricus Allioni, Boletus Laricis Jacq.,Boletus purgans Pers., Boletus officinalis Villars. Deutsche: Lärchenschwamm.

Vaterland: In Bergwäldern an Stämmen von Pinus Larix (der Lärche) im südlichenEuropa, von Frankreich bis Ungarn, in Griechenland und Kleinasien.

Beschreibung: Gestalt verschiedenartig, bald hufförmig, bald mehr kegelförmig, baldkissenartig halbkugelig," immer mit convexer Oberseite und flacher oder nur schwach convexerPorenseite, in der Jugend mehr zähe, nicht ganz trocken, noch etwas beugsam, von hellerPomeranzenfarbe; älter werden sie trockner, lederig, weiss, und bleiben bald weicher, baldhärter, aber immer noch ganz auf der Oberfläche, endlich aber werden sie sehr hart, aussenrissig, von einer weiss-grauen oder schwärzlichen, oder bräunlichen Farbe. Innen ist erweiss, von anfangs zähem gelblich-weissem, später mehr trocknem schwammigen, endlich zueinem groben Mehl zerreibbarem ganz weissem Fleisch. Die Unterseite ist mit sehr kleinenPoren bedeckt, welche zuweilen nicht bemerkt werden, da die ganze Fläche wie mit einerHaut überzogen erscheint; die Röhren sind von ungleicher Höhe, von einer verschieden gelb-lichen, endlich bräunlichen Färbung. In jedem Alter riecht er wie frisch gemahlenes Mehl,doch ist dieser Geruch beim getrockneten stärker.

Off. Boletus Laricis oder Agaricum. Der von der äussern Rinde und der Poren-schicht befreite und getrocknete Lärchenschwamm, welcher weiss, leicht-zerreiblich, vomGeruch des frischen Mehls, und von süsslich-bitterlichem und scharfem Geschmack ist. Erdarf nicht von Käfern und deren Larven zerfressen sein. Man unterscheidet einige Sortenim Handel, von denen der aus der Dauphine stammende weniger gut ist, kleiner, gelberund schwerer.

Chemische Beschaffenheit: Bucholz fand im trocknen Lärchenschwamm scharfesHarz; bittern Extractivstoff Gummi, nebst Pflanzenfaser und Wasser. Das Harz ist leber-braun, zeigt beim Kauen keinen Geschmack, schmeckt aber in weingeistiger Auflösung sehrbitter. Braconnot fand diesen Pilz zusammengesetzt aus 72 Theilen eines eigentümlichenharzigen Stoffs, 26 Th. Pilzfaser und 2 Th. bittern Extractivstoff. Bouillon-Lagrange fanddarin eine freie Säure; Extractivstoff; einen animalischen Stoff; ein saures Harz, dem Balsamanalog, w r elches Benzoesäure enthielt, endlich verschiedene Kali-, Kalk- und Ammoniaksalze.

Nutzen: Dieser Pilz ist wie viele andere ein heftiges Purgiermittel, welches manbesonders bei passiven Wassersuchten, aber auch äusserlich bei bösartigen Geschwürenangewendet hat. Pulverisiren lässt er sich leichter in Verbindung mit Traganth oder arabi-

schem Gummi, sein Staub erregt Niesen und Entzündung.Erklärung der Kupfertafel 255. Der ganze Püz in nat. Gr.

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Guimpel's Abbild. III. Bd.