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Beschreibung: Wurzel faserig;, weisslich, die Wurzelfasem dicht bezasert. Stengel3 — 5 F. hoch, einlach, aufrecht, gegliedert mit nackten, dicklichen Knoten, kahl, mit bläu-lichem Reif belegt. Blätter mit unbehaarten Scheiden und kurzen abgestutzten ßlatthäut-chen, die Platte linealisch, zugespitzt, oben kahl und glatt, unten durch feine Härchen scharf,\— \\ F. lang, i—1 Z. breit. Aehre endständig, gewöhnlich einfach, seltner mit wenigenkurzen Aesten am untern Ende, 2 — 6 Zoll lang, stumpf-vierkantig; mit flachgedrückter, baldkurz- bald langgegliederter, zäher und scharfer Spindel. Aehrchen zweizeilig übereinander-liegend, der Spindel parallel, sitzend, 4— bblüthig, von welchen Blüthen 2 — 3 oft verküm-mern. Btuthen etwas abstehend, zweizeilig übereinander-liegend. Kelchspelzen zwei,gegenüberstehend, gleich lang, eyförmig-elliptisch, ungleichseitig, nachenförmig, gekielt, nachunten gewimpert, vier-und fünfnervig: Kronenspelzen zwei, gleich lang, die untere fester,aussen etwas glänzend und scharf, bauchig-nachenförmig, unter der Spitze zusammengedrückt,nur in eine kurze Spitze oder in eine menr oder weniger lange, steife, starke und scharfeGranne ausgehend; die obere dünnhäutig, 2-nervig, zwischen diesen als scharf-, fast dornig-gewimperte Kiele vortretenden Nerven, so wie mit ihren Rändern nach innen gebogen, daherzweikielig. Staubgefässe 3, mit gelben linealischen Antheren; Schuppen 2, schief-eyför-mig, lang-gewimpert. Fruchtknoten oben breiter und behaart, nach unten verschmälert,Narben 2, sitzend, lang und einfach, behaart. Frucht elliptisch, mit stumpfer, haarigerSpitze und spiiziger Basis, nach aussen gewölbt, nach innen mit einer Längsfurche, von gelb-licher, bald hellerer, bald mehr bräunlicher Farbe, innen ein bald mehr mehliges, bald mehrhornartiges Eyweiss enthaltend; der Embryo unten ausserhalb des Eyweisses.
Off. Panis albus oder Mica panis. — Amylum. — Yon dem Mehl der verschiedenencultivirten Weizenarten, unter welchen der gemeine Weizen die verbreitetste ist, wird einweisses Brod gebacken, welches unter dem Namen Weissbrod oder Semmel bekannt ist,ebenso wird aus dem Mehl durch Auswaschen mit kaltem Wasser und nachheriges Trocknenein weisses Pulver gewonnen, welches als Stärkemehl oder Kraftmehl bekannt und im Handel ist.
Chemische Beschaffenheit: Das Weizenmehl ist vielfach untersucht worden. NachVogel enthält es 4,2 Zucker, 68 Stärkemehl, 24 feuchten Kleber, 1,5 Eyweissstoff, bei 2,3Verlust. Nach Proust besteht es aus 1 gelben Harz, 12 Gummi und Zucker, 74,5 Stärkemehl12,5 Kleber; Davy fand im Winterweizen 77 pC. Stärkemehl und 19 pC. Kleber, im Sommer«weizen dagegen gegen 70 pC. Stärkemehl und 24 pC. Kleber, ebenso vermehrt sich nachdemselben Chemiker der Klebergehalt in südlichen Gegenden. Henry fand im besten franzö-sischen Weizenmehl wenig Zucker und Gummi, 75 Stärkemehl, 24,5 frischen Kleber undEyweiss: im gewöhnlichen Weizenmehl mehr Zucker und Gummi, 70 Stärkemehl und eben-soviel Kleber wie das beste; Weizenmehl aus Odessa liefert wieder weniger Stärkemehlund mehr Kleber. Ebenso hat Vaucquelin noch viele Mehlsorten untersucht. Es ist jedochbei allen diesen Untersuchungen nicht genau die Getreidesorte angegeben, von welcher dasuntersuchte Mehl gewonnen war, und daher haben diese Untersuchungen etwas Mangelhaftes.
Nutzen: Die vielfache und ausgebreitete Benutzung des Weizens ist allgemein bekannt.In der 3Iedicin benutzt man das Weissbrod zu erweichenden Umschlägen, in Wasser, Milch,oder im Altheedecoct gekocht, oder als Pillenmasse, das Armlum als ein stärkendes Mittelinnerlich gegeben. Auch die Kleie wird in Abkochungen zu beruhigenden Klystiereu verwandt.
Erklärung der Knpfertafel 244. Eine ganze blühende Pßanze in nat. Gr., a) eine Iilüthc der begrann-ten Abart, b) der Stempel, <:) die Schuppe, alles vergr., d) die Frueht in nat. Gr.