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Off. Semen Foeni graeci oder Foenugraeci. — Die reifen Saamen von einem süss-lielien aber starken, fast inelilotenartigen Geruch und bitterlichen, schleimigen Geschmack.
Chemische Beschaffenheit: Die Bockshornsaamen enthalten besonders Stärkemehl undviel Schleim, so dass eine Unze Saamen mit heissem Wasser Übergossen, 1«) Unzen Wasserschleimig macht. Bosson fand in diesen Saamen ein flüchtiges Oel, ein fettes, scharfes Oel,einen bittern, Ekel erregenden Stoff, einen gelben, färbenden Stoff und Apfelsäure.
Verwechslungen: Der schon gemahlenen Bockshornsaamen darf man sich nicht be-dienen, da diesen gewöhnlich Erbsenpulver beigemischt werden, wodurch dies Präparat un-wirksamer wird.
Nutzen: Man benutzt diese Saamen pulverisirt häufig als äus'serliches erweichendesund auflösendes Mittel zu Cateplasmen, oder als Zusatz zu andern ähnlichen Mitteln und ver-ordnet Abkochungen derselben zu Waschungen und Einspritzungen. Ferner bedient man sichderselben als Zusatz zu Oelen und Salben, denen sie ihren durchdringenden Geruch uiitthei-len. Vielfältig sind sie in der Thierarzneikunde im Gebrauch. In Aegypten dörrt man sieund bereitet daraus Getränke.
Erklärung der Kupfertafel 243. Der obere Tlieil der blühenden Pßanze in nat. Gr., a) der Kelch,b) die einzelnen Theile der Blumenkrone, c) die Staubte fasse, d) der Stempel, alles vc/gr., c) dieJJiilse in nat. Gr., etwas geöffnet, h) dieselbe quer durchschnitten, ebenso, f) ein ganzer Sa-amenund g) ein quer durchschnittener, vergr.
Triticum vulgare.
Syst. sex. Triaadria Digynia. — Syst. nat. Graniincae Auct.
Char. gen. S. bei Triticum repens Th. I. S. 42".
Char. speciei: Aehre stumpf-vierkantig; Spindel zähe; Aehrchen ziegeldachartig,meist vierblumig; Kelchs pelzen bauchig, eyförmig, abgestutzt und stachelspitzig, unter derSpitze zusammengedrückt, über dem Rücken rund gewölbt, mit stumpf hervorragendem Kiel-nerven durchzogen, äussere Kronenspelzen mit oder ohne Grannen; Frucht frei.
Abänderungen: Linne unterschied Sommerweizen (Trit. aestivum L.), welcher ein-jährig und gewöhnlich gegrannt sein sollte, vom Winterweizen (Trit. hybernum L), welcherzweijährig und meist ungegrannt wäre; indessen lässt sich ein solcher Unterschied nicht fest-stellen. Aridere unterscheiden Bartweizen (mit Grannen), und Kolbenweizen (ohne Grannen),und bei jeder dieser Sorten nach Beschaffenheit der Aehrenfarbe, der Behaarung, der Früchteund der Dauer, so dass es eine sehr grosse Menge von Abänderungen dieser Art giebt.
Synonyme: Triticum vulgare Villars, zu dieser Art gehören Trit. aestivum L., hyber-num L., compaetum L. — Deutsche: gemeiner Weizen, Bartweizen r Igelweizen, Kolben-weizen, Sammtweizen, u. s. w.
Vaterland: Unbekannt, wird häufig in den wärmeren Theilen der gemässigten Zone,und zwar besonders in Europa zwischen dem 36 — 46sten Gr. N. Br. gebaut, kommt abernoch bis zum 58sten, höchstens üisten Gr. N. ßr. -vor-