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3 (1837)
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51
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kürzer als die Krone, Staubfäden linealisch, ungefähr 4 Linien lang, Staubbeutel läng-lich, etwas kürzer, dünn, anfangs zusammenhangend. Stempel am Grunde mit 5 Drüsen,Griffel zweispaltig, Narben länglich, zurückgebogen.

Off. Radix Gentianae s. Gentianae rubrae, Praep. Tinctura Gentianae, Extractum Gen-tianae. Die getrocknete "Wurzel, von der Dicke des Daumens oder etwas dicker, wenigästig, nach dem Kopfe hin mit ringförmigen Runzeln, an den Zweigen runzlich- gestreift,aussen roth- oder gelblich braun, innen, besonders angefeuchtet, von lebhafterem Gelb, mitdicklicher Rindensubstanz und dickem schwammigen Holzkörper von anhaltend heftig bittermGeschmack.

Chemische Beschaffenheit. Nach Henry und Caventon enthält diese ächte Enzian-wurzel: "Vogelleim, einen llüchtigen riechenden Stoff, gelben Farbstoff, Gentianin (ein neutra-ler, bitterer, in gelben Nadeln krystallisirender Stoff), einen öligen grünlichen Stoff, eine feineorganische Säure, nicht krystallisirbaren Zucker, Gummi und Faserstoff. Planche fand in denfrischen Wurzeln ein narkotisches Princip, welches bei wiederholtem Abziehen der Wurzelnmit Wasser von diesem aufgenommen werde und auch in dem durch Gährung aus der En-zianwurzel bereiteten Enziangeist enthalten sein soll.

Verwechslungen: Sehr häufig werden die Wurzeln ähnlicher und auch fast ganz gleichwirkender Enzianarten entweder allein, oder mit denen der Gent lutea-gesammelt und ver-braucht, namentlich I) von Gentiana purpurea, deren Wurzel starke Längsfurchen und keineQuerrunzeln hat, innen aber dunkler ist; diese Art wächst in der Schweiz und wird spitzerEnzian genannt. 2) Von Gentiana pannonica, deren Wurzel in den Alpen von Oesterreich,Baiern, Tyrol und Böhmen gesammelt w r ird und der vorigen ähnlich ist. 3) Von Gentianapunctata, welche von der Schweiz durch Oesterreich bis nach Schlesien vorkommt, deren

Alle diese Arten sind zum medi-Schädliche Beimengungen erhält aber die Enzianwurzel durchdie Wurzeln von Ranunculus Thora, Veratrum album, lmperatoria Ostruthium, AconitumLycoctonum und Atropa Belladonna, welcfie sich aber durch den Mangel der starken Bitter-keit, so wie durch ihre innen nicht gelbe Farbe und äussere verschiedene Beschaffenheit leichtunterscheiden lassen. Der von Würmern angefressenen Enzianwurzeln soll man sich eben sowenig als des verkäuflichen Enzianpulvers bedienen, da dieses mit weniger wirksamen Sub-stanzen versetzt zu sein pflegt.

Nutzen: Die Enzianwurzel liefert eins der kräftigsten tonischen Mittel, welches durchAlealien verstärkt, durch Säure aber geschwächt wird. Man benutzt sie in verschiednen Krank-heiten theils in Pulverform, theils im Decoct, im Extract, oder als Essenz, im Weinaufgussu s. w. In den Alpengegenden bereitet man durch Gährung den sogenannten Enziangeist,ein beliebtes Volksmittel bei verschiedenen Uebeln. Auch zum Offenhalten von Fisteln oderFontanellen hat man gut getrocknete Enzianwurzel angewendet.

Erklärung der Kupfertafel 242. Der oberste Theil des blühenden Stengels in nat. Gr., 1. eins der un-tersten gestielten Blatter, 2. der obere Titeil der 1 Wurzel, 3. ein (Juerdurchschnitt des Stengels;a) eine Blumenknospe', b) die Frucht, c) die geöffnete vollständige Blume, d) der Stempel nebsteinem Staubgefüss und einem Blumenblatt, e) ein Säumen, alles in not. Gr.

Wurzel mehr gelb ist und frisch auf dem Schnitte weisscinischen Gebrauch gleich gut

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