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3 (1837)
Entstehung
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46
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Synonyme: Quassia amara Linne und aller Schriftsteller. Deutsche: AechteQuassia, Surinamsches Bitterholz.

Vaterland: In trockenen Wäldern von Surinam, so wie auf den daran liegendenInseln häufig. Blüht das ganze Jahr hindurch. Wird in Brasilien und Westindien kultivirt.

Beschreibung: Ein kleiner Baum oder grosser Strauch, bis 15 F. hoch; mit fastglatter, gelblich-aschgrauer Rinde und vielen Aesten, einen schlaffen, eyförmigen "Wipfel bil-dend. Die Jüngern Aeste, wie das ganze Gewächs kahl, braun-purpurroth, mit zahlreichen,kleinen und schmalen, in der Mitte erweiterten, weisslich-mehligen Linsenkörpern. DieBlätter zerstreut-stehend, unpaai'-gefiedcrt, 3Szählig, oben dunkelgrün, unten blasser, mithell-purpurrolhen Nerven; die ßlättchen sitzend, Janzettlich-umgekehrt-eyrund, nach untenverschmälert, oben kurz zugespitzt, fast rippig-geädert, mit fast gegenüberstehenden Rippen,am Rande etwas umgerollt. Blattstiel gegliedert, hell-purpurroth, jedes Glied schmal ge-flügelt; der Flügel nach oben hin bogig-erweitert. Trauben endständig, einfach vielblu-mig, nebenblätlrig, aufrecht. Blumen kurz gestielt, purpurrolh; die Blumenstiele purpur-rot]!, der besondere von einem kleinen, umgekehrt-eyförmig-lanzettlicben und stumpfen, mitder Spitze zurückgekrümmten Deckblättchen unterstützt und mit zwei kleinen, gegenüberste-henden, eyrund-lanzettlichen, purpurrothen, über der Mitte versehen. Kelch kurz, kaum2 Lin. hoch, dunkel-purpurn, bleibend, 5-thcilig, mit eyrunden, stumpfen, am Rande undbesonders nach der Spitze mit sehr kleinen, feinen, weichen Märchen besetzt. Blumen-blätter 5, hell-purpurn, schmal-lanzettlich, spitzig, zusammengedrängt und anfangs schrau-benförmig gedreht, last einen Zoll lang. Staubgefässe 10, länger als die Blumenki-one;die Staubfäden rosenroth, kahl, anfangs vielbeugig, nachher grade, fünf wechselsweiss et-was länger, alle an der Basis mit einer umfassenden zottigen Schuppe versehen; Staubbeu-tel länglich, stachelspitzig, 2-fächrig, blassgelb, aufliegend. Stempel meist 5, umgekehrteyförmig, purpurrot!), auf dem gemeinschaftlichen, etwas verdickten Fruchlboden stehend,der sich konisch zwischen sie erhebt, so dafs sie mit ihren obern Enden an einander liegen,und ihre Griffel zusammen zu einem scheinbar einfachen, verwachsen sind, welcher sich überdie Staubgefässe hinaus erstreckt, purpurroth ist, und eine einfache stumpfe Narbe trägt.Frucht aus 5 (oder 4) aufrechten, eyförmigen, zusammengedrückten, erhaben-netzförmig-ge-äderten Kapseln, welche etw r as fleischig, zweiklappig, aussen schwarz, innen gelb sind, derenjede einen länglichen zusammengedrückten Saamen enthält

Off. Cortex Quassiae; Lignum Quassiae. Die Rinde ist dünn, ungefähr 1 Lin.dick, zerbrechlich, aussen schmutzig grünlich-gelblich, fast eben oder schwach runzlich, innenaschfarbig und weissgelblich, etwas streifig und glatt. Das Holz kommt theils in rundenStäben von der Dicke eines Fingers bis höchstens zu der des xArms, theils in Scheiten zuuns, welches letztere jedoch mehr von der Simaruba excelsa herkommen soll, jene rundenStäbe sind innen dicht und gelblich-weisslich, aussen mehr oder weniger mit jener ebenbeschriebenen dünnen Rinde bekleidet. Das Holz wie die Rinde sind von einem äusserstaber rein bitteren Geschmack, man bereitet aus beiden auch ein Extract.

Chemische Beschaffenheit: Morin fand im Quassiaholze: eine Spur flüchtiges Oel(welches von andern in grösserer Bienge erhalten wurde), einen eigenthümliehen Bitterstoff(Quassin, von Thompson zuerst genannt und entdeckt), Gummi, Holzfaser, kleesauren, wein-steinsauren, schwefelsauren und salzsauren Kalk. Wittibe und Borchard fanden ausserdemein Ammoniaksalz und phösphorsaures Natruni, so wie Nolde Schiilerstoff in dem Holze.Keller fand darin Stoffe, von welchen er es dahin gestellt sein lässt, ob nicht einer dersel-