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Valeriana: In kleinen Wäldern um die Dörfer und an den Flussufern, an lufligenStellen auf den Inseln Amboina. Pulo-Penang und Nusa-Kambangan bei Java und überhauptin den Gegenden östlich vom Meerbusen von Bengalen; cuilivirt aber auch in Java und denMascarenischen Inseln.
Beschreibung: Straucb mit kriechendem und kletterndem, gegliedertem, gabelästi-gem, rundem, unten zolldickem Stengel, dessen obere finden, so wie die \ — 1 Z. langen,etwas rinnigen Blattstiele mit einem weichen Flaum bedeckt sind. Blätter wechselnd,gestielt, lederig, kahl, verschieden gestaltet, 2— 6J Z. lang, 1 — ~l Z. breit, zugespitzt, anderBasis stumpf oder mehr oder weniger herzförmig und schief, oben glänzend grün, unten mitvorstehenden Nerven und Adernetze, etwas punetirt. Aehre gestielt, den Blättern gegen-überstehend, kurz, steif, viel kürzer als die Blätter, 1 —1,| Z. lang; Aehrenstiele so langoder etwas länger als die Blattstiele. Blumen getrennt, zweihäusig, männliche mit 2 Staub-gefässeu, weibliche mit gestieltem Fruchtknoten, auf welchem drei fast sitzende Nar-ben. Frucht kugelig in einen 4— 6 Lin. langen Stiel an der Basis verschmälert, reif ko-rallenrolh.
Off. Cubebae. — Die unreifen Früchte der Cubebenpflanze getrocknet, sie sind un-gefähr von der Grösse und Farbe des schwarzen Pfeifers, aber meist netzförmig-runzlig undimmer gestielt, sie enthalten im Innern einen mehr oder weniger ausgebildeten weisslichenKern, sie haben einen angenehmen, etwas pfefferartigen, aromatischen, aber nicht starken Ge-ruch und einen bitterlich-scharfen, etwas pfefferartig brennenden und etwas kühlenden Ge-schmack. Unter den Früchten finden sich auch gewöhnlich noch Theile der Aehrenachse inGestalt eines cylindrischen mit kleinen Löcherchen versehenen schwarzgrauen Körpers.
Chemische Beschaffenheit: Vaucquelin fand in den Cubeben: ein flüchtiges fast fes-tes Oel, ein dem Copaivabalsam beinahe analoges Harz, eine kleine Menge eines andern ge-färbten Harzes, eine gummichle gefärbte Materie, einen Extractivstoff, ähnlich dem der Hül-sengewächse und verschiedene Salze. Monheim fand in 1000 Gran Cubeben: 650 Holzfaser;60 wässeriges Extract; 45 piperinähnliches Harz (Cubebin): 30 wachsähuliches Harz; 25 grü-nes und 10 gelbes ätherisches Oel; 15 Weichharz; 10 Kochsalz bei 155 Verlust. Aus demCubebenöl scheidet sich bei ruhigem Stehen das Stearopten kryslallinisch aus.
Verwechslungen: Zuweilen wird den Cubeben eine Quantität schwarzen Pfeffersbeigemischt, der sich durch den Mangel des Stielchens, so wie durch einen viel schärfernGeschmack leicht erkennen lässt. Noch leichter ist eine Beimischung der getrockneten Bee-ren von Rhamnus catharticus zu bemerken, welche, wenn gleich gestielt, dies Stielchen leichtverlieren und gar keinen aromalischen Geschmack besitzen, auch innen 4-fächerig und saa-mig sind.
Nutzen: Der Cubebenpfeffer ist dem schwarzen Pfeffer in seinen Eigenschaften ähn-lich, aber milder, weniger scharf, mehr angenehm aromatisch. Man hat ihn besonders beiSchleimflüssen der Geschlechtstheile meist in Pulverform empfohlen, ähnlich dem Copaiva-balsam, aber auch als ein für die Verdauungsorgane kräftig erregendes Mittel.
Erklärung der Kupfertafel 230. Ein fruchttragender und em unfruchtbarer Zweig in nnt. Gr. , undeine Fruchtähre rergr., a) eine männliche, b) eine weibliche /lehre, ebenso c. d. e, f) Deckblätt-chen nebst Fruchtknoten und Narben von verschiedenen Lagen, getrennt und vereinigt, wenigvergr., g) unreife Früchte, wie sie im, Handel vorkommen, ganz und in nat. Gr., h) eine solchequer durchschnitten.