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Chemische Beschaffenheit. Pelletier fand im Pfeffer: eine krystaliinische Substanzeigenthümlicher Art den Harzen analog (Piperin), ein sehr scharfes grüngefärbtes verdicktes Oel;einsehr flüchtiges balsamisches Oel, eine gefärbte gummiartige Substanz; einenExtractivstoff,welcher dem in den Leguminosen ähnlich ist; ßassorin; Apfel- und Harnsäure, Holzfaser undverschiedene Erden. Das Piperin entdeckte Oersted, und Poutet wies es auch im weissenPfeffer nach, es krystallisirt in 4-seitigen Prismen mit schiefer Endfläche, ist durchsichtig,farblos und fast geschmacklos und steht den Harzen zunächst. Die wirksamen Bestandteileim Pfeffer sind die Oele und der Piperin. In der Asche will Paoli auch Zirkonerde gefun-den haben.
Verwechslungen: Zur Zeit der Meressperre hat man in Frankreich Pfefferkörner vonMehl gemacht, die man mit irgend einem scharfen Stoff, meist mit Senf tränkte, und dannschwarz färbte mit Cacaoschalenpuher, und auch jetzt soll noch in Marseille dergleichen demPfeffer beigemengt werden. Der gestossene Pfeffer wird mit altem getrocknetem Brodevermehrt.
Nutzen: Vielfach ist der Gebrauch des Pfeffers als Gewürz an Speisen verschiedenerArt, wo er in geringer Menge besonders bei schwer verdaulichen Speisen die Verdauun^s-organe reizt. Medicinisch Avird er theils in Substanz, theils in weinigen Aufgüssen, oder inseinen einzelnen Bestandtheilen gegeben; er ist ein sehr excitirendes Mittel, welches manbesonders bei Magenschwäche und Magenkrämpfen, Wechselfiebern, Verhaltungen des Urinsund der Menstruation gebraucht hat. Man hat das Piperin als ein vorzügliches Mittel gegenWechselfieber empfehlen wollen, gegen welche der ganze Pfeffer schon ein Volksmittel ist,andere haben aber gar keine Wirkung davon gesehn und glauben, dass nur das nicht gehö-rig gereinigte Piperin, welchem noch von den scharfen Stoffen anhängt, dahin bezüglich wir-ken könne. Endlich benutzt man den Pfeffer auch zum Einpacken von leicht zerfliesslichenSubstanzen, indem er die Eigenschaft hat, die Feuchtigkeit anzuziehen und in sich aufzunehmen.
Erklärung der Kupferlafcl 229. Eine blühende Spitze der Pflanze in nat. Gr. , a) ein Tlicil der Aehre,b) ein Staubgcfäss, beides vergr., c) eine Aehre mit reifen Früchten in nat. Gr., d) eine dersel-ben vergr., c) eine trockene Frucht, f) ein Saame, g) derselbe längs • durchschnitten, alles in nat.Gr., h) ein längs-durchschnittener Saamen, alles vergr.
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Piper Cubeba.
Syst. sex. Diandiia Trigynia. — Syst. nat. Piperaceac
Char. gen. S. bei Piper nigrum.
Char. speciei: Stengel strauchig, kriechend und kletternd, rund, ästig, Aestchcnond Blattstiele fein weichharig, Blätter lederig, kahl, eyförmig-lanzettlich zugespitzt, dieuntern schief-herzförmig, kaum 3-nervig, Aehre blattgegensländig, Aehrenstiele länger alsdie Blattstiele; Beeren gestielt.
Synonyme: Piper Cubeba L. und aller Autoren, Piper Caninum Rumph. — Deutsche:Cubeben-Pfeffer.