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Nutzen: Schon seit Piso's Zeiten ist dieser Balsam bei syphilitischen Blennorrhöenempfohlen und gilt für fpecifisch hei diesem Uebel; ausserdem aber gilt er auch viel bei allenkrankhaften Affectionen der Schleimhäute, aufweiche er so wie auf die Harn- und Geschlechts-werkzeuge vorzüglich wirkt. Grosse Gaben bewirken Ekel, Erbrechen und Durchfall. Mangiebt ihn allein, oder in Emulsion mit Eigelb, oder in Pillen ebenfalls mit Eidotter oderMagnesia. Auch das daraus geschiedene aetherische Oel hat man besonders anzuwendenbegonnen.
Erklärung der Kupfertafel 219. Ein blühender Zweig in nnt. Gr., a) eine Blumenlnospe , b) eine ge-öffnete Blume, c) ein Staubgefäss, d) das längs geöffnete Pistill mit darin liegenden Eychenund e) dasselbe quer durchschnitten . alles vergr.
Copaifera Jacquini.
Syst. sex. Decandria Monogynia. — Syst. nat. Leguminosae Juss.
Chat, gen.: s. b. Copaifera guianensis.
Cluir. speciei: Blätter 2— 5paarig gefiedert, Fiedern einwärtsgekrümmt-eyrund,ungleichseitig, stumpf-zugespitzt, durchscheinend-punetirt.
Synonyme: Copaifera Jacquini Desfontaines, Copaifera officinalis Humboldt und Kunth;Copaiva officfnalis Jacquin. — Deutsche: Westindischer Copaivabaum.
Vaterland: Theils auf dem Festlande Südamerika's, am westindischen Meerbusen,in Terrafirma bei Calabozo in Venezuela, bei Tolu u. s. w., theils auf den WestindischenInseln: Martinique, Trinidad u. s. w. Hier vielleicht nur angepflanzt.
Beschreibung: Dieser schöne und hohe Baum unterscheidet sich von dem vorigendurch kleinere Blätter und verhäitnissmässig längere Blüthenstände, durch kleinereBlumen, rundliche Fruchtknoten und dünnen, stärker, anfangs fast schlingenförmig, ge-krümmten Griffel. Die ßlättchen sind 2 Zoll ungefähr lang und einen Zoll etwa breit, unddie Paare stehen gewöhnlich nicht grade einander gegenüber. Die Frucht ist einen Zolllang, eine umgekehrt scbief-eyförmige, kurz-stachelspitzige, einsaamige Hülse. Der bohnenförmigeSaame ist braun und matt und bis über die Haltte mit einer weisslichen fleischigen Saamen-decke (Arillus) umgeben.
Off. Balsamum Copaiva. Nämlich wahrscheinlich nur die schlechtere weniger geach-tete Sorte von Westindien (v. d. Antillen.).
Chemische Beschaffenheit,
Verwechselungen und
Nutzen: wie bei Copaifera guianensis.
Erklärung der Kupfertafel 220. Ein blühender Zweig in nat. Gr., a) eine ganze Blume, b, c) Kelch-blätter von verschiedenen Seiten, d) Staubgefässe, e) junges Pistill, f) älteres, g) dasselbe längs-durchschnitten, alles vergr., li) die reife Frucht, i) dieselbe geöffnet, k) der Saamen von ver-schiedenen Seiten und 1) in seine beiden Saamenblätter getrennt.
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