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einem Fruchtträger versehen. Ueberdies haben alle diese Früchte einen höchst verschiede-nen Geruch und Geschmack von denen des Wasserfenchels.
Nutzen: Anfangs wurden die Früchte des Wasserfenchels besonders als eine Thier-arzenei, besonders bei manchen Pferdekrankheiten angewendet; später hat man sie als einbedeutendes Mittel bei der Schwindsucht gepriesen, was andere nicht bestätigt fanden. Dochhaben sie sich bei geringen Brustaffection, bei atonischen Geschwüren u. s. w. als ein massigreizendes und stärkendes Mittel nützlich erwiesen und sind auch bei Wechseln ebern mit Nut-zen gebraucht. In starker Dosis angewendet sollen sie narcotische Wirkungen zeigen. Diefrischen zerquetschten, unangenehm riechenden Blätter sind zu Umschlägen bei Geschwürenempfohlen.
Erklärung der Kupfertafel 217. Ein blühender Zweig, TVurzelblatt und unterer Stengeltheil in nat. Gr.,a) die Blume vergr., b) die Frucht in nat, Gr., c) dieselbe vergr., d) die eine Hälfte (Achüne)derselben vom Rücken gesehen und vergr., e) dieselbe eben so von innen gesehen; f) dieselbeebenso und gucer durchschnitten-, g) dieselbe ebenso, längs durclisehnitten.
Cuminum Cyminum.
Syst. sex. Pentandria Digynia. — Syst. nat. Umbelliferae Auct.
Char. gen.: Kelchzähne 5, ungleich, lanzetllich-borstlich, bleibend; Blumenblät-ter aufrecht-abstehend, länglich, ausgerandet durch eingebogenen Endzipfel; Frucht von derSeite zusammengezogen, Achaenien mit 5 fadenförmigen behaarten Hauptriefen, deren seit-liche randend sind und 4 weniger vorragenden JNebenriefen, unter jedem derselben ein Oel-striemen. Saamenträger frei, 2-theilig. Hülle u. Hüllchen Avenigblättrig.
Char, specici: Blattzipfel lincdisch-borstlich, spitz, Dolde 3—5-strahlig, IIüll-chen länger als die kurzbehaarten Früchte.
Synonyme: Cuminum Cyminum Linne u. aller Autoren. — Deutsche: Kreuzküni-niel, Kramerkümmel, Mutterkümmel, römischer oder langer Kümmel, Kumin u. s. w.
p^aterland: Oberägypten und Aethiopien, wird aber auch im südlichen Europa,besonders in Italien, Sicilien und Malta kullivirt. Blüht im Anfange des Sommers.
Beschreibung: Wurzel einjährig, ästig, vielbeugig, zaserig, herabsteigend. Stengelaufrecht, \ Fnss und darüber hoch, ästig, rund, gestreift, kahl, Blätter gestielt, 3-zählig,das mittlere Blättchen 3-spaltig, die beiden seitlichen 2-spaItig, alle Zipfel fast borstlich-ü-nealisch, spitz, ganz, kahl. Blattstiele an der Basis seneidig erweitert, stengelumfassend.Dolden endständig und gegenblattständig, gewöhnlich zusammengesetzt, selten einfach, kürzgestielt, 3 — 5-strahlig. Döldchen 3 — 6-blumig, strahlend, die Blumenstiele sehr kurz.Hülle aus 3 oder 4 einfachen oder 3-spaltigen den Stengelblättern sonst ganz gleichen Blätt-chen; Hüllehen aus 3 — 5 eyrund-borstlichen, zuweilen 3-spaltigen sehr kurzen Blättchen.Kelch mit 5 ungleichen spitzen borstlicben Zähnen, deren beide äussere 3-mal länger alsdie übrigen, Blumenkrone rosenroth, ungleich 5-blättrig, Kronenblätter durch eingebo-gene gerinnelte, lanzetlliclie, zugespitzte Spiize 2-spaltig, die 3 äussern grösser, das mittelstevon diesen am grössten mit gleichen Lappen, die seitlichen kleiner mit etw r as ungleichen Lap-pen. Staubgefässe ungefähr von der Länge der Krone mit bläulichen Staubbeuteln. Grif-