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3 (1837)
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Tlieile bestehend aas: 65 Harz; 3,6 aelh. Oel; 19,44 Gummi; 11,66 Bassoiin; 0,30 Spurensauren apfels. Kalks u. Verlust- Nach Angelini besteht es aus aeth. Oel; Harz; Gummi;bitlerm Stoff; einem flockigen Körper und sehr viel schwefelsaurem Kalk, welcher auch schonbei längerer Einwirkung; der Luft aus der festen Masse auskrystallisirt. Brandes fand: 4,6aeth. Oel; Spuren von Phosphor; 72,2 in Aether lösliches; 1,0 in Aether unlösliches Harz;19,4 Gummi mit Spuren von essigsauren, apfelsauren, schwefelsauren und phosphorsaurenKali- und Kalksalzen; 6,4 Traganthstoff; 1,0 Extractivstoff mit essigsaurem und apfelsauremKali; 6,2 schwefelsauren Kalk mit Spuren von schwefelsaurem Kali; 0,4 apfelsauren Kalkmit Harz; 3,5 kohlensauren Kalk; 0,4 Eisenoxyd und Thonerde; 6,0 Wasser; 4,6 Unreinig-keiten. Zum Gebrauch muss der Stinkasant pulverisirt und von Beimengungen gereinigtwerden, ersteres kann nur bei Winterkälte geschehen, wodurch er spröde wird; um ihn mflüssiger Form zu geben, wird er mit Eygelb und Wasser abgerieben.

Verwechslungen: Ein völlig verfälschter Stinkasant aus Harz mit Knoblauchssaft sollvorkommen, welcher leicht zu erkennen ist. Eine andere schon bei seiner Bereitung undEinsammlung bewirkte Verfälschung ist eine Vermengung mit Ammoniakgummi, welche eben-falls nicht schwer zu erkennen ist.

Nutzen: Im Morgenlande und auch bei uns wird der Stinkasant als ein Gewürz fürmanche Speisen gebraucht, jedoch von vielen verschmäht. Als Heilmittel ist er sehr ausge-zeichnet wegen seiner kräftigen eindringenden Wirkung, welche sich besonders als nerven-reizend, krampfstillend \ namentlich bei Leiden der Unterleibsorgane, aber auch der Brustzeigt Aeusserlich wie innerlich findet er in den verschiedensten Formen Anwendung undzeigt das Durchdringende seiner Wirkung schon dadurch, dass alle Absonderungen bei län-gerem Gebrauch den Geruch desselben annehmen.

Erklärung der Kupfcrtafcl 216. Die ganze Pflanze und verschiedene 7J r urzclformen derselben starkverkleinert, Blätter in nat. Gr., von der obern und von der untern Seile gesehen, Früchte innat. Gr., von verschiedenen Seiten gesehen.

Pliellandrium aquaticum.

Syst. sex. Pentandria Digynia. Syst. nat. Umbellifcrae.

Char. gen.: Kelch uugIcich-5-zähnig bleibend; Kronen blätter ungleich, eingebo-gen-herzförmig: Frucht eyförmig, vom bleibenden Kelch und Griffeln gekrönt, jedes Achae-nium mit 5 stumpfen Bippen und 5 Striemen; Blume in der Mitte der Döldchcn kleiner;Hülle fehlend; Hüll eben vielblättrig.

Char. specici: Blätter gefiedert-vielfach zusammengesetzt, Fiedern und Fiedcrchenausgespreitzt.

Synonyme: Phellandrium aquaticum Linne und sehr vieler Schriftsteller, LigusticumPhellandrium Crantz, Roth u. a., Oenanthe Pheilandrium Lamarck, De Candolle u. d. neuem. Deutsche: Wasserfenchel, Wasserkerbel, Pferde- oder Rossfenchel, Peersaat, Pferd c-saamen, Wüzerling, Froschpeterlein u. s. w.