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die Blältchen bald linealisch- oder lanzeltlich-keilförmig, mit 3 oder gar keinen Zahnen. Dol-den langgestielt endständig, bald als astachselständige, bald als blattgegenständige erscheinend,loeker, 10—20-strahlig. Hülle aus 1 oder 2 pfrienilicheu, selten 3-spaltigen kurzen Blättchen.Hüllchen aus 6—8 sehr kurzen ehenfalls pfriemlichen Blättchen. Blumenblätter grün-gelblich, umgekehrt-eyrund, zugespitzt, diese Spitze eingebogen. Staubgefässe länger alsdie eingerollten Blumenblätter, mit haarförmigeu Staubfäden und rundlichen gelben Staubbeu-teln. Fruchtknoten länglich, mit einem drüsigen gewölbten 2-theiligen Griffelfuss obenbedeckt. Griffel kurz, anfangs aufrecht, dann ausgebreitet, endlich herabgebogen, mit stum-pfen Narben. Frucht rundlich-eyförmig, von den Seiten zusammengedrückt, i Juin. lang, grau-braun mit weisslichen Riefen, jedes Achaenium derselben mit sehr convexer, stumpf-3-iiefigerAussenfiäche und flacher, von 2 Riefen begränzter Berührungsfläche, in jedem Thälchen l
fadenförmiger Striemen.
Fruchthalter frei, 2-theiIig.
Off. Semen Petroselini. — Praep. Acpia Petros. Die reifen Früchte werden ge-sammelt und aufbewahrt, und geben den sogenannten Petersiliensaamen. Das Petersilien was-ser wird durch Destillation des zerstossenen Saamens bereitet, so dass zu 12 Pfund des zuerhaltenden Wassers ein Pfund der Früchte gebraucht wird.
Chemische Beschaffenheit: Eine chemische Untersuchung der Petersilie oder ihrerTheile giebt es nicht, der wirksame Bestandteil scheint ein aetherisches Oel zu sein, wel-ches in .allen Theilen der Pflanze enthalten ist, Lewis erhielt aus 200 Pfund Wurzeln 2 — 3Quentchen Oel, Baume aus 60 Pfund des Krauts 1 Loth grünen Oels und Hagen gewannaus 3 Pfund der Früchte 2 Loth eines theils flüssigen und leichten, theils butterartigen imWasser zu Boden sinkenden Oels. Martius sah in länger aufbewahrtem Petersilienwasserdas Stearopten in kleinen bieitgedrückten Säulen krystallinisch abgesetzt. (Petersiliencampher)
p^crwechselungen: Das jüngere Petersilienkraut hat eine grosse Aehnlichkeit mit demKraut des Gartenschierlings (Gartengleisse, Aethusa Cynapium) welches sich jedoch sogleichdurch den Mangel des eigenthümlichen Petersiliengcruchs, sonst aber nur durch den stärkernGlanz unterscheidet.
Nutzen: Die Petersilie ist ein allgemein beliebtes und häufigst angewendetes Küchen-gewächs, dessen Blätter als Gewürz für Suppen, Brühe u. s. w. dienen, dessen Wurzeln aberauch als Gemüse für sich genossen werden. Sonst waren auch alle diese Theile ofiicinellund die Wurzeln gehörten zu den Radices quinque aperientes majores. Es gilt diese Pflanzeals eröffnend, harn- und blähungstreibend und wird schon als Volksmittel bei Wassersuchtenund Steinbesclmerden benutzt. Aeusserlich dient das zerquetschte Kraut als zertheilendesMittel und die zerquetschten Saamen wider Kopfungeziefer. Auch als kosmetisches Mittelwird das Petersilienwasser äusserlich gerühmt.
Erklärung der Kupfertafel 215. Die FFurzel und der obere blühende Tlieil der Pßanze in nat. Gr. ya) eine vollständige Blume, b) das Pistill, beides vergr., c) die ganze Fruclit in nat. Gr., d) die-selbe vergr., e) ein Querdurchschnitt eines Achaeniums vergr., f) derselbe noch mehr vergr. undg) ein Längsdurchschnitt desselben vergr.