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Vaterland; Im Staate Santa-Fe in Südamerika in Wäldern.
Beschreibimg: Diese Art ein 40 F. hoher Baum, mit einem einfachen graden undrunden Stamm, mit runden aufrecht-abstehenden oder armförmig ausgebreiteten Aeslen, undjungen zusammengedrückten, auf jeder Seite mit einer Furche A'ersehenen, braunen und leichtweichhaarigen Zweigen, unterscheidet sich durch seine schmalen, lanzetllichen, (2 Z. langen,i Z. breite»), oben kahlen, unten an den llauptnerven und Venen etwas behaarten, aberdrüsenlosen Blätter, durch die aus allen obern Blattachseln 3-theiligen Trugdolden, welchekürzer als die Blätter sind, und eine behaarte Verästelung zeigen, durch den kahlen, rothenKelch, dessen 5 spitze, kurze Zähnchen bei der Fruchtreife zurückgeshlagen sind, durch kür-zere Staubgefässe und Griffel, so wie durch die schmalere und längere Kapsel, und den we-niger stark gezähnten Flügelrand der Saamen.
Off. Von diesem Baum leitet die Preuss. Pharmacopoe, freilich nur fragweise, denCortex Chinae regius und Cort. Ch. ruber ab, während andere den erste ren von C. lanci-folia Mut. und C. nitida Ruiz, den letzteren aber von C. oblongifolia herleiten. Ferner soll vonder C. angustifolia abstammen der Cortex Chinae Jaen (China Tenn.) Nach Originalexem-plaren von Chinarinde von Ruiz eigener Hand bezeichnet, welche ich verglichen habe, kommtunser Cort. Chinae Regius von C. angustifolia Ruiz. — Der Cort. Ch. Regius (Quina Calisaya,Königschina, Calisaya, gelbe Königschina, Cascarilla naranjada, pomeranzenfarbige China)kommt in Röhren und Ilachen Stücken, mit oder ohne Borke vor, Dicke von '2— 6 Lin.,die Queer- und Längsrisse, welche sich besonders auf den Röhren finden, tlieilen die Borkein Felder von verschiedener Grösse und Umfang, mit etwas aufgeworfenen Rändern, dieQueerrisse dringen tiefer ein, die Borke ist von weisslich-grauer Farbe in verschiedenen Nu-ancen, unter ihr liegt die braune Rindensubstanz, welche zunächst dunkler ist, und sich alsein dunkler Ring absetzt Innen ist die Rinde zimmtbraun, fein faserig, die Fasern etwaswollig, und splittert in viele kleine glänzende spitze Stückchen. Der Geruch ist schwachlohartig, der Geschmack stark, aber angenehm bitter, etwas gewürzhaft und säuerlich, etwaszusammenziehend. Auf ihrer äussern Seite ist sie häufig mit Flechten bedeckt.
Chemische Beschaffenheit: Pelletier und Caventou fanden in der Königschina: china-saures Chinin; Chinaroth; rothen auflöslichen Farbstoff (Gerbstoff), welcher die Eisensalzebraun niederschlägt; gelben Farbstoff, fette Materie von orangegelber Farbe, chinasauren Kalk,Stärkemehl und Holzfaser. In dieser Rinde ist also das Chinin vorzugsweise in Menge ent-halten, und sie gehört zu den Sorten, welche zur Bereitung des schwefelsauren Chinins be-nutzt werden.
Nutzen: S. bei Cinchona Condaminea.
Erklärung der Kupfertafel 209. Ein blühender Zweig in nat. Gr., a) eine ganze Blume, b) der Kelch,c) die Krone längs geöffnet, d) ein Staubgefäss , e) das Pistill, f) die ganze Kapsel, g) die-selbe queer durchschnitten, li) der Saamenträger mit dem Saamen, i) derselbe ohne Saamen,k) ein Saame, alles in nat. Gr.