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3 (1837)
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weniger dunkel-bräunlich-schwarz, und bildet einen schwarzen Ring (Schrader's Extractring),die mittelste Rinde ist braun, und nicht viel dicker als die äussere, die innerste ist faserigund braungelb. Der Geruch stark loheartig; der Geschmack gelinde zusammenziehend, säuer-lich, dann stark zusammenziehend, etwas bitter. Man hat von dieser Loxa-Cbina verschie-dene Sorten, zu verschiedenen Preisen und von verschiedener Güte, auch ist sie oft mit anderngemengt.

Chemische Beschaffenheit: Alle ächten Chinarinden enthalten zwei eigenthümlichePflanzenalcaloide das Chinin und Cinchonin in verschiedener Menge, ausserdem noch Chi-naroth-, China-GerbstoiF, eine gelbfärbende Substanz; Chinaerde, fette Materie; Chinasäure;Gummi; Amylum; chinasauren Kalk u. s. w. Die Loxa-China enthält nach Michaelis in1 Pfunde lb Gr. Cinchonin und 8 Gr. Chinin; Göbel fand ähnliche Verhältnisse, und be-sonders in den dickern Stücken weniger von den Alcaloiden, an diesen ist diese Rinde eineder schwächern, dagegen scheint sie den meisten China-Gerbstoff zu enthalten.

Nutzen: Die China-Rinden geben eins der heilkräftigsten, bittern, zusammenziehen-den Mittel, welches stärkend auf Muskel- und Knochensystem, zusammenziehend auf dasSystem der Schleimhäute, belebend-stärkend auf das Nervensystem, aber reizend auf dasGefässsjstem wirkt, dabei eine ausgezeichnet antiseptische Wirkung auf das Mischungs-verhältniss der Säfte zeigt, und eine speeifische Wirkung gegen die Krankheiten mit perio-dischem aus Schwäche herrührendem Typus. Es muss dies Mittel nur in der gehörigen Formgegeben werden, bald sind es mehr die Alcaloide und deren Salze, welche sich wirksambeweisen, bald mehr der Gerbstoff; die neuere Chemie hat gelehrt, diese Stoffe einzeln darzu-stellen und medicinisch anzuwenden.

Erklärung der Kupfertafcl 208. Die Spitze eines blühenden Zweiges in nat. Gr., a) ein Nebenblatt,b) der Kelch, c) derselbe mit dein Pistill, A) die Blumcnlcronc, e) dieselbe der Länge nach ge-öffnet, f) reife Kapseln, g) eine derselben; die Säumen noch enthaltend, h) ebenso c/neer durch-schnitten, i) Saamen in ihrer natürlichen Lage, k) einer derselben, alles in nat. Gr. oder we-nig vergr.

Cinchona ang u stif olia.

Syst. sex. Pentandria Monogynia. Syst. nat. Rubiaceae Sect. Cinchoneae.

Char. qen. S. bei Cinchona Condaminea.

Char. speciei: Blätter schmal-lanzettlich, beidendig zugespitzt, am Rande umgerollt,oben kahl, unten ohne Grübchen, aber etwas behaart an dem Gefässnetz, Trugdolden3-theilig gestielt, kürzer als die Blätter; Kronenrand weiss-zottig; Kapseln länglich,wohl fünfmal so lang als breit.

Synonyme: Diese C. angustifolia von Ruiz, im Suplement zur Quinologia abgebil-det, wird von vielen für eine Varietät der C. laneifolia Mutis und Humboldt gehalten, undals fernere Varietäten dazu gerechnet: Cinchona nitida Ruiz et Pavon in der Flora Pe-ruana, welche die C. oflicinalis in Ruiz's Quinologia ist; ferner die lanceolata Ruiz et Pa-von, welche die C. glabra Ruiz Quinol. ist. Ruiz selbst hält seine C. angustifolia mit derlaneifolia von Mutis für gleich. Deutsche: schmalblättriger Fieberrindenbaum.

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