einzige Unterschied ist an der Verschiedenheit beider. Auch mit dem Sonchus oleraceussind Verwechslungen vorgefallen, der Mangel der E rstenhaare am untern Stengel, so wieauf der Unterseite der Mittelrippe, unterscheidet diese Pflanze sogleich.
Chemische Beschaffenheit: Der eingetrocknete Milchsaft (Lactucarium) der L. vi-rosa enthält nach PfafF und Klink: 8,75 Wachs; 7,50 Hartharz, beim Verbrennen angenehmgewürzhaft riechend: 22,50 Caoutchouc; 51,25 in Wasser lösliche Theile, nämlich Bitterstoff,Gummi, Eyweissstoff; freie Lactucasäure; lactucasauren Kalk und Magnesia nebst Salpeter,endlich 10,0 Wasser. Buchner untersuchte ebenfalls den getrockneten Milchsaft, er ist trok-ken, bröcklich, doch etwas weich und wachsartig von Consistenz, anfangs gelblich-braun,stellenweise honiggelb, im Innern auch gelblich-weiss, von sehr starkem narkotischem opium-ähnlichem Geruch und gleichem, aber dabei ekelhaft bitterem Geschmack. Es enthielt diesLactucarium: 18,6 Lactucabitter oder Lactucin mit Farbstoff und Salzen noch verbunden;14,666 gummiartigen Extra ctivsl off: 12,467 Weichharz und wachsartige Substanz; 35,100 wachs-artige (myricinartige) Substanz; 19,100 zymomartige Substanz oder verhärtetes Eyweiss, etwasriechenden Stoff. In dem längere Zeit bewahrten Extract zeigen sich zuweilen Salpeterkrystalle.
Nutzen: Man hat dies Mittel empfohlen bei Stockungen im Pfortadersystem, Gelb-sucht, Coliken, Wechselfieber, Stickhusten, Wassersucht, krampfhaften Brustbeschwerden,Herzklopfen, aber im Ganzen ist wenig Anwendung von demselben gemacht worden. Esbesitzt im Ganzen eine dem Opium ähnliche Wirksamkeit, die durch die biltern und scharfenBestandtheile noch verändert wird.
Erklärung der Kupfertafel 201. Die ganze Pflanze blühend in nat. Gr., in der Mitte durchschnitten,a) ein Blümchen in nat. Gr., b) dasselbe vergr., c) die Staubbeutelröhre vergr., d) das Köpfchenmit einigen Früchten in nat. Gr., e) eine Frucht vergr. , f) dieselbe ebenso quer und g) längsdurchschnitten.
Chaerophyllum sylvestre.
Syst. sex. Pentandria Digynia. — Syst. nat. Umbelliferae Auct.
Char. gen. Allgemeine Hülle fehlend, die besondere zurückgeschlagen; Blume mit5 Blumenblättern, 5 Staubgefässen, 2 Griffeln; Frucht kegelförmig, nach der Spitze sich ver-dünnend, ohne oder mit Kiefen.
Char. speciei: Ausdauernd, Stengel röhrig, gefurcht: Gelenke aufgetrieben, untenmit kurzer, erst weicher, dann scharfer Behaarung. Blattstiele fast dreikantig, rinnenför-mig, die untern röhrig, die obern dicht.
Synonyme: Chaerophyllum sylvestre Linne und vieler Schriftsteller; Anthriscus syl-vestris lloffrnann, Anthriscus elatior Besser. — Deutsche: Wilder Kerbel, Tollkerbel, Busch-röhren, Kuhpetersilie, Scheere, Eselspelerlein, Kälberken, Kälberkropf u. s. w.
Vuterland: Auf Wiesen und Grasplätzen, gewöhnlich an etwas feuchten oder be-schatteten Stellen, an Dörfern und in Wäldern, durch einen grossen Theil von Europa, vonSchweden bis zur Schweiz, und von Spanien bis Russland. Blüht vor dem Sommersolslitium.
Beschreibung: Wurzel zweijährig, spindelförmig, öfters ästig, gelblich- oder bräun-Iich-w r eiss, schwach geringelt, zaserig. Stengel einzeln, 3—4 F. hoch, rund, flach gefurcht,