Lactuca virosa.
Syst. sex. Syngenesia Aequalis. — Syst. nat. Compositae s. Synanthereae Scct.
Char. gen. Allgemeine Blülhen decke walzenförmig aus ziegeldachartig liegenden,am Rande häutigen Schuppen. Fruchtboden nackt. Blumen alle zwitterlich und fruchtbar.Kelch ein Haarkranz. Blumenkronen alle gezüngelt. Früchte gerippt mit gestielterhaariger oder fast l'edriger Saamenkrone.
Char. specici: Blätter länglich-lanzettförmig, fein und spitz gezahnt, mit der pfeil-förmigen Basis sitzend, am Kiel stachelig, die untersten buchtig, die obern ganz, die Blumenin einer Rispe.
Synonyme: Lactuca virosa Linne u. aller Autoren. — Deutsche: Giftlattich, Leber-dislel, giftiger, stinkender Sausalat.
Vaterland: An trocknen sonnigen Orten, in Gärten, an Hecken und Wällen, beson-ders in Lehmboden durch einen grossen Theil, besonders des südlichen Europas. Blühtim Hochsommer.
Beschreibung: Die Pflanze einjährig, milchend. Wurzel weisslich, senkrecht-her-absteigend, ästig und vielzaserig. Stengel 2— 3 F. hoch, aufrecht, rund, anfangs markig,dann röhrig, nach der Spitze rispig-verästelt, unten einfach, kahl, nach der Basis hin mitabstehenden pfriemh'chen Borsten besetzt. Blätter wechselnd, sitzend mit pfeilförmiger Ba-sis, am Rande ungleich fein- und spitz- fast stechend-gezähnt, länglich, spitz, die untere ander Basis schmaler, nach der Spitze hin sich verbreitend, am Rande mit vorspringenden Eckenverseben, die obersten aus der breitern Basis allmählig zugespitzt, alle kahl und auf derMittehippe unten mit stachelartigen Borsten besetzt. Die Rispe offenstehend, vielblumig,deckblättrig. Deckblältchen klein, aus herzförmiger Basis zugespitzt. Köpfchen klein,vor und nach der Blüte aus eyförniiger Basis zugespitzt, während des Blühens mehr walzen-förmig. Blumenkrone gelb, Züngelchen abgestutzt, fünfzähnig. Griffel hervorragend, mit2getheilter zurückgekrümmter JNarbe. Früchte eyförmig-spindelig, braun, gerieft, in einelange, die weisse haarige, etwas scharfe Saamenkrone tragende Spitze ausgehend.
Off. Ilerba Lactucae virosae. — Praep. Extractum herbae Lact, virosae recentis. —Das Kraut im frischen Zustande vor dem Blühen gesammelt, soll von der wilden Pflanze,oder in deren Ermangelung von der cultivirlen genommen werden, es hat besonders zer-quetscht einen widrigen betäubenden Geruch und einen scharfen bittern Geschmack. DasExtract wird wie das aus dem Schierling, Eisenhut u. anderen ähnlichen Pflanzen bereitet.
Verwechslungen: Die viel baldiger vorkommende Lactuca Scariola kann leicht mitder virosa verwechselt werden, doch dienen die schrotsägenförmig fiederspaltig eingeschnittenenBlätter, welche jene besitzt, zu einem sichern Kennzeichen. Viele zweifeln, da dies derGuimpel's Abbild. III. Bd. 1
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