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2 (1833)
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Artemisia Absinthium.

Syst. sex. Syngenesia Snperflua. Syst, nat. Compositae s. SynanÜiereae Auct.

Char. gen. Blüthenhülle fast kugelig, aus ziegeldachartig liegenden zusammennei-genden Schuppen. Blumen rührig, die scheibenständigen zwitterlich 5-zähnig, die randstän-digen dünner 24-spaItig, weiblich, fruchtbar. Blüthenboden nackt oder haarig. Achae-nien nackt, ohne Saamenkrone.

Char. spcciei: Blätter vielfheilig, seidig-weiss-graulich; Zipfel lanzettlich, stumpf-lich; Köpfchen halbkugelig, hängend, traubenständig; Blüthenboden haarig.

Synonyme: Artemisia Absinthium Linne und der meisten Schriftsteller, Absinthiumvulgare Lamark und anderer. Deutsche: Wermuth, Wermpte, Werminde, Wiegen-kraut, Wurmbad, Wurmtod, Alsei, Elsen, Kampferkraut, Küttelkraut u. s. w.

Vaterland: An unbebauten Orten, um Wohnungen, auf Mauern, Schutt, an Heckenu. s. w. durch den grössten Theil von Europa, mit Ausschluss der höhern nördlichen Ge-genden. Blüht vom Juli bis September.

Beschreibung: Wurzel ausdauernd, schief, vielästig, faserig, blass-bräunlich. Sten-gel einzeln oder mehrere, aufrecht, rund, gestreift, nur kurze Seitenäste tragend, am unternEnde verholzend, 3 4 F. hoch, wie die ganze Pflanze mit einem silbergrauen , dicht ange-drückt liegenden Filze stärker oder schwächer überzogen. Blätter gestielt, die wurzelstän-digen fast dreifach-fiederspaltig, die untern stengelständigen doppelt-iiederspaltig, die obernerst einfach-fiederspaltig, dann 3-spaltig oder einfach; die Zipfel immer lanzettlich undstumpflich. Köpfchen halbkugelig, von etwa 2 L. Durchmesser, gestielt, hängend, einzelnoder zu zwei aus der Achsel eines kleinen linealisch-lanzettlichen Deckblättchen, in end-oder achselständigen, fast einseitswendigen Trauben, an allen aus den obern Blattachselnhervortretenden Seitenzweigen, so wie an dem Hauptstengel und daher eine Art beblätterter, >lanzettförmiger, langgezogener Rispe bildend. Blüthenstielchen kaum länger als das Köpf-chen, mit einem kleinen, schmalen Deckblätteben in oder über der Mitte versehen. Hüll-schuppen mit zarterem durchscheinenden Rande, die äussern lanzettlich, die innern umge-kehrt -eyförmig. Blumen gelb. Staubbeutelröhre nach oben in 5 spitze Zähne aus-gehend. Randblumen mit 2-spalligem Saume. Narben der Zwitterblumen halbrund,wimperig, der weiblichen fadig, nach aussen gebogen. Achaenien glatt, umgekehrt-eyför-mig. Blüthenboden mit kurzen Haarborsten besetzt.

OJf. Herba Absinthii. Praep. Oleum Absinthii aethereum et coctum, ExtractumAbsinthii, Tinctura Absinthii. Das Kraut wird im Juli oder August in voller Blüthe ste-hend, abgeschnitten, getrocknet und von den grobem Stengeln und Aesten befreit, es ist vonstarkem, gewürzhaftem Geruch und sehr bitterem Geschmack. Aus diesem Kraute werdendie Präeparate, ein Extract, eine Essenz und das gekochte Ool bereitet, zur Gewinnung desOlei ae liieret soll man sich des Wermulhkrauts, wenn es seine Saamen schon meist ausge-bildet hat, bedienen.

Chemische Beschaffenheit: Nach Braconnot enthält das Wermuthkraut: 0,150 flüch-tiges grünes Oel; 0,500 grüne harzartige Substanz; 0,233 sehr bitteres Harz; 1,250 Eyweiss;0,133 Satzmehl; 1,333 thierisch-vegetabilische Substanz von geringem Geschmack; 3,000 sehrbittere thierisch-vegetabilische Substanz; 10,833 Holzfaser; 0,330 Salpeter; 0,917 absinth-