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viel seltener und theurer ist. Vorkommenden Falls ist jene aber zu unterscheiden durchhelle Farbe, schwammigere Textur, innen durchweg weisse Farbe u. s. w.
Chemische Beschaffenheit: Einer genauen Untersuchung hat man die Klettenwurzelnoch nicht unterworfen. Guibourt fand darin viel Inulin, ausserdem schien Zucker, Schleim,bitteres Harz oder Extractivstoff und Gerbstoff darin enthalten.
Nutzen: Die Klettenwurzel ist ein süss-schleimiges, zugleich excitirendes, die Schweiss-und Harnsecretion beförderndes Mittel und es ist daher äusserlich und innerlich bei chroni-schen Hautkrankheiten;, bei Gicht und hartnäckigen rheumatischen Leiden, besonders derLunge, so wie bei Gries und Nierensteinen gelobt worden. Aeusserlich als Waschmitteloder in Salbenform gebraucht, soll die Kleltenwurzel das Wachsen der Haare befördern.
Erklärung der Kupfertafel 195. Der obere Theil der blühenden Pflanze in nat. Gr., a) eine /füll-schuppe und b) eine Blume, beide in nat. Gr., c) eine Blume vor und d) nach dem Aufblühenund e) ein Achaenium vergr.
Arctium B a r d a n a.
Syst. sex. Syngenesia Acqualis. — Syst. nat. Synanthereae s. Composilae Auet.
Char. gen. S. bei Arctium Lappa.
Char. speciei: Kelche spinnenwebeartig-filzig.
Synonyme: Arctium Bardana Willdenow und der meisten Schriftsteller, ArctiumLappa ß. Linne, Arctium tomentosum Schkukr, Lappa tomentosa Allioni und anderer. —Deutsche: Filzige Klette oder Klettendistel, Spinnen-, Acker-, Waldklette, Grindwur-zel u. s. w.
Vaterland: Im Ganzen dasselbe wie der A. Lappa, nur an einigen Orten seltner alsdiese, und wie es scheint südlicher zum Theil mehr vorwaltend. Blüht im Hochsommer.
Beschreibung: Diese Klettenart unterscheidet sich von der vorigen: durch die mitkugelförmigen, spitzen Fortsätzen ihrer ganzen Länge nach wimprig-gesägten und zugleichmit spinnenwebeartigem lockerem Filze bedeckten Hüllschuppen; durch eine kurze Blumen-kronenröhre, welche dem Saum an Länge gleich ist; durch gewöhnlich mehr purpurrotheBlumen; durch die mit 5 stumpfen (nicht spitzen) Zähnen versehene Staubbeutelröhre:durch kürzere Saamenkrone. Uebrigens stimmen diese Gewächse in Frucht- und Blatt-form sehr überein, doch pflegt diese Art nie die Höhe der grösseren Ahart von A. Lappazu erreichen.
Off. Radix Bardanae. — S. b. A. Lappa.
Chemische Beschaffenheit und Nutzen wie bei A. Lappa.
Erklärung der Kupferlafel 196. Die Wurzel und die blühende Spitze der Pflanze in nat. Gr.,a) eine Hüllschuppe und h) eine Blume in nat. Gr., c) dieselbe vergr., d) die Slaubgefässrbhrc.e) der Griffel, beides vergr., f) das Achaenium in nat. Gr.