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2 (1833)
Entstehung
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117
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Abänderungen: Es giebt zwei Abänderungen dieser Pflanze, welche nach andern ei-gene Arten sind, nämlich a, majus, Hüllscbuppen am Rande mit spatelförmigen Anhäng-seln, Lappa major Gärtn. ß, minus, Hüllschuppen am Rande borstig-gesägt. Die erstereForm ist überdies grösser, mit mehr einzeln stehenden, länger gestielten Köpfchen undwächst an feuchten, schattigen Orten in Wäldern, Gebüschen, an Zäunen, die letztere, in,den meisten Gegenden häutigere Form ist kleiner, gedrungener, mit mehr zusammengehäuf-ten Köpfchen und wächst an trockenen, dürren Orten, längs den Wegen, in Dörfern, aufSchuttplätzen u. s. w.

Synonyme: Arctium Lappa Willdenow und vieler Autoren, Arctium majus und mi-nus vieler Autoren, Lappa glabra jQ_e Candolle, Lappa minor De Candolle, Lappa majorGärtner. Deutsche: Klette, Klettendistel, Klettenwurz, Butzenklette, Dornenkraut, Gart-ploster, Kleibe, Kliesse, Ohmblätter u. s. w.

Vaterland: Durch den grössten Theil von Europa kommen die beiden Abarten die-ser Klette von Schweden bis Calabrien und von Spanien bis nach Taurien yor und habensich nach Nordamerika übergesiedelt. Blüht im Hochsommer.

Beschreibung: W T urzel stark, fast holzig, zweijährig, tief senkrecht herabsteigend,etwas ästig, wenig zaserig, aussen schwarzbraun, innen weiss. Stengel aufrecht, 2£ F.hoch, aufrecht, ästig, rundlich, nach oben hin sehr dünnlilzig, grün, oder purpurbräunlich.Die Aeste kürzer als der Stengel, oder gleich lang, traubendoldig. Blätter herzförmig-ey-rund, gezähnt, oben fast kahl unten sehr dünnfilzig, die unteren Stengel- wie die Wur-zelblätter länger gestielt, deutlicher herzförmig, grösser, die obern Stengelblätter all-mählig kürzer gestielt, mehr eyförmig, kleiner. Köpfchen kugelig, einzeln an der Spitzeder Aeste und des Stengels, mehr oder weniger in Form einer Doldentraube stehend. Hüll-schuppen kahl, schmal-lanzettlich, lang-zugespitzt, mit dem untern Ende dicht-anliegend,mit dem obern abstehend und in einen nach innen gekrümmten Haken auslaufend, an demuntern Theile ihres Randes mit kleinen, spatelförmigen Anhängen versehen oder fast ihrerganzen Länge nach am Rande mit kleinen cylindrischen, spitzen Sägezähnchen besetzt, zwi-schen welchen Bildungen ein gemischtes Vorkommen und Uebergänge bemerkt worden sind.Blüthenboden flach convex, besetzt mit langen, pfriemlichen Deckblättchen, welche trockenspiralig-gedreht erscheinen. Blumen alle gleich, röhrig-trichterig, lilaroth, die Röhre dünn,der Saum dicker, nicht so lang als die Röhre, mit fünf spitzen, unter sich gleichen Ein-schnitten. Staubbeutel bläulich, hervorragend, jeder nach unten mit zwei 2- oder o-bor-stigen, spitzen Zähnen versehen, m eine nach oben mit 5 spitz zugespitzten Zähnen verse-hene Röhre verwachsen. Griffel aus den Staubgefässen hervorragend, mit 2-spaltiger aus-gebreitet stehender Narbe. Achaenien länglich, umgekehrt-eyförmig. etwas zusammenge-drückt, aussen braun, dunkler gefleckt. Saamenkrone aus ungleich-langen, scharfen, fastfiederigen, leicht abfallenden Haaren, welche kürzer als die Achaenien sind.

Off. Radix Bardanae. Die Wurzel im zweiten Jahre im Frühling gesammelt undzerschnitten, zuweilen auf Bast gezogen getrocknet, sie ist so längsrunzlig, aussen schwarz-braun, mit äusserlich weisser, gegen den dicken porösen und weissliclien Holzkörper hinbräunlicher Rindensubstanz, ohne Geruch, von scharfem und zugleich süsslich-schleimigemGeschmack.

Verwechslungen: Nicht gar leicht wird die Wurzel der Belladonna zur Verfälschungder Klettenwurzel angewendet werden, da die letztere so überaus gemein, die erstere aber