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2 (1833)
Entstehung
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bleibsel des Stengels und der untern Blattsclieiden befindlich sind, und welcher nach unteneine grosse Menge dicker Wurzelzasern aussendet, die bei 2 Lin. dick, lang, fleischig,durch das Trocknen aber längsrunzlig werden. Die Wurzel ist aussen schwärzlich-braun,innen weiss mit zahlreichen gelben Harzbehältern, von starkem Geruch und scharf-aromati-schem Geschmack. Sonst wurde auch das Kraut und der Saamen (Ilerba et Semen Ang.)benutzt.

Chemische Beschaffenheit: Nach Buchholz und Brandes besteht die Angelikawurzelaus ungefähr o,70 flüchtigem Oel; 6,02 scharfem Weichharz; 26,40 Extractivstoff; 31,75 Gummi;5,40 Stärkemehl, aber kein Inulin, welches John früher gefunden hatte; 8,60 Holzfaser;0,66 eigentümlichen Stoff; 0,97 Eyweissstoff; 17,50 Wasser bei 2,00 Verlust. Das flüch-tige Oel farblos, brennend schmeckend, bildet mit dem Weichharz und dem Extractivstoffdie vorzüglich wirksamen Bestandteile.

Nutzen: Die Wurzel, welche auch im gemeinen Leben schon als ein Hausmittel an-gewandt wird, indem man sie mit Alcohol übergiesst und ausziehen lässt, wirkt erhitzend,schweiss- und harntreibend, magenstärkend, blähungstreibend, den Monatsfluss befördernd,und wird besonders bei nervösen und putriden Fiebern, bei asthenischen Brustentzündungen,und äusserlich zu reizend belebenden Waschungen benutzt.

Erklärung der Kupfertafel 193. Die Wurzel, ein Theil des mittlem Stengels mit einem Blatte undder oberste blühende Theil desselben in nat. Gr., a) eine Blume, b) das Pistill, beides vergr.,c) ein junges Fruchtdöldchcn und d) eine Frucht in nat. Gr., e) eine Frucht vergr. und f) einAchaenium queer durchschnitten.

Melilotus officinalis.

Syst. sex. Diadclphia Dccandria. Syst. nat. Leguminosae.

Char. gen. Kelch röhrig, 5-zähnig; Blumenkrone schmetterlingsförmig; Nacheneinfach; Flügel kürzer als die Fahne; Hülse nackt, länger als der Kelch, lederig, ein- oderwenigsaamig, kaum aufspringend, verschieden-gestaltet; Blumen traubenständig.

Char. speciei: Stengel aufrecht; Blättchen fast abgestutzt, gesägt, die untern um-gekehrt- eyförmig, die obern lanzettlich-linealisch; Nebenblätter pfriemlich; Hülsen 2-saa-mig, fast runzlig, zusammengedrückt, eyförmig, spitz.

Synonyme: Melilotus officinalis Willdenow und der neueren Autoren: Trifolium Me-lilotus olucinalis a et y Linne; Trifolium officinale a el y Willdenow in Spec. plant.Deutsche: Meliloten-, Meloten-, Suloten-, Schotenklee, güldner Klee, Honigklee, Steinklee,Bärklee u. s. w.

Vaterland: An grasigen Orten, auf trocknen Wiesen, an Gebüschen, Hecken, Zäu-nen und Wegen, durch einen grossen Theil von Europa. Blüht im Juli und August.

Beschreibung: Wurzel zweijährig, herabsteigend, spindelig, etwas ästig und zaserig,weisslich-bräunlich. Stengel mehrere aus einer Wurzel, grade aufrecht, 25 F. hoch,kahl wie die ganze Pflanze, unten stielrund, oben etwas eckig, etwas ästig, die Aeste ge-wöhnlich kürzer als der Hauptstengel. Blätter gedreit, gestielt; Blättchen gestielt, das

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