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2 (1833)
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98
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Abänderungen: Die Schriftsteller sind nicht gleicher Ansicht über diesen Strauch,einige rechnen hiezu auch den Rhus Toxicodendron Lin., welcher sich durch unten weich-haarige und immer gezahnte Blätter, reichere Blüthentrauben so wie durch mehr baumartigenWuchs unterscheiden soll. Michaux welcher beide vereinigt und Rh. Toxicodendron nennt,stellt 3 Varietäten auf: a. vulgare wurzelnd-kletternd, Blättchen gross, ganz, oder seltnergezähnt. ß. quercifolium, nicht kletternd, niedriger; Blättchen verschieden k>ppig-ge-buchtet, während des Blühens fdzig. y. microcarpon, Blättchen länglich-oval, längerzugespitzt, oft rhomboidalisch, Frucht viel kleiner. De Caudolle trennt Rhus radicans vonRh. Toxicodendron nach Nuttal und führt unter ersterem 3 Varietäten auf: a. vulgaris wur-zelnd-kletternd, Blättchen gross, eyförmig. ß. volubilis, Stamm kaum wurzelnd klet-ternd, Blätter gross, eyförmig. y. microcarpa, wie bei Michaux. Hayne halt eben-falls Rh. radicans und Toxicodendron für dasselbe.

Synonyme: Rhus radicans Lin. u. vieler Autoren, Toxicodendron vulgare Pursh, Toxi-codendron vulgare und volubile Miller, Rhus Toxicodendron Lin.?, Toxicodendron pubescensMilk? Deutsche: Giftbaum, Giftsumaeh, wurzelnder Sumach.

Vaterland: Dieser Strauch wächst an feuchten und trocknen Orten, in Wäldern undauf Grasplätzen durch einem grossen Theil der vereinigten Staaten m Nordamerika. Blühtim Mai oder Juni.

Beschreibung: Strauch oder kleiner Baum, der aus seinen Zweigen überall Wur-zeln schlägt und sich damit an anderen Bäumen, Mauern, Felsen anbellet und klettert, auchgegen den Boden Schösslinge treibt, welche wurzeln und fortkriechen. Blätter jährig, lang-gestielt, gedreit, Blättchen eyrund, etwas zugespitzt, das mittlere länger gestielt, die seit-lichen kürzer gestielt, etwas schief, alle schön grün, oben kahl etwas glänzend, unten mehroder weniger besonders am Adernetze behaart, bald ganzrandig, bald mit wenigen grossenZähnen oder Einschnitten versehen. Blumen klein, zvveihäusig, in zusammengesetzten Trau-ben aus den Blattachseln. Trauben einzeln deckblättrig, höchstens etwas länger als derBlattstiel, mit kahler oder feinhaariger Verzweigung. Kelch spitzzipflig. Kronenblätterausgebreitet, eyförmig, spitz, grünlich-gelb, oft roth geädert. Staubgefässe eiuwärts-ge-krümmt, kaum so lang als der grüne Fruchtknoten, mit drei sehr kurzen Griffeln und ver-dickt-keulenförmigen, auswärts-gekrümmten Narben. Frucht kugelig, oben eingedrückt, mit5 vertieften Streifen, graulich-weiss. Stein von fast gleicher Gestalt, braun mit braunemSaamen.

Off. Folia Toxicodendri. Die oben beschriebenen Blätter, welche im Juni undJuli nicht mit blossen Händen gesammelt werden sollen, und sorgfältig getrocknet werdenmüssen, so dass die dabei schwarz werdenden zu verwerfen sind.

Chemische Beschaffenheit: Alle Theile des Giftsumachs enthalten einen scharfen Milch-saft, welcher sich an der Luft bald schwarz färbt, sie hauchen ferner einen scharfen flüch-tigen Stoff aus, für welchen viele Menschen unempfindlich sind, der aber bei andern rosen-artige Entzündung der Haut, Ausschlag, Fieber, Trockenheit im Halse, Schwäche der Glie-der, Geschwulst des Hodensacks etc. hervorbringt. Diese scharfe Ausdünstung ist }edochim Schatten, bei regnichter oder schwüler Witterung und bei schwachem Wachsthum derPflanze stärker und gefährlicher. Die zerstossenen Blätter geben nach Achard beim Auspres-sen 47 pCt. grünen Saft, welcher grünes Satzmehl absetzt und nach Kohl riecht, er röthetdas Lackmuspapier nicht und giebt mit salpetersaurem Silber einen weissen Niederschlag,der auch im Dunkeln bald schwarz wird. Aus dem ausgepressten Rückstande erhielt er:2,17 pCt. Harz und 3,24 pCt. gummiartiges Extract. Van Mons fand, dass in dem Saft dieser

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