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2 (1833)
Entstehung
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96
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Vaterland: Unbekannt, wird überall zum Tlieil im Grossen kultivirt. Blüht vomJuni bis August.

Beschreibung: Zwiebel plattgedrückt-kugelig aus vielen saftigen Scbalen gebildet,aussen von rothgelben oder weissen trocknen häutigen umschlossen. Stengel 1\ 2 F.hoch, rund, röhrig, unter der Mitte aufgeblasen bauchig, wohl 1 Z. dick, wie die ganzePflanze kahl und mit abwischbarem Wachsstaub überzogen, daher blaugrün. Blätter rund,rohrig, etwas aufgedunsen, spitz, viel kürzer als der Stengel, mit scheidiger dicht den Sten-gel umfassender Basis. Blüthenscheide weisslich, lang-zugespitzt, zurückgeschlagen, kür-zer als die kugelige viclblumige Dolde. Blumenstiele viel länger als die gelblich-weissenBlumen. Blättchen der Blumenhülle eyrund, spitz, wenig sich öffnend. Staubgefässelänger als die Blumenhülle. Die drei äusseren Staubfäden am Grunde breit und daselbstauf jeder Seite mit einem kurzen Zahn versehen. Kapsel 3-knotig, rundlich.

Off. Bulbi Allii Cepae- Die frischen Zwiebeln, welche sich längere Zeit in diesemZustande aufbewahren lassen, haben durchschnitten oder gequetscht einen durchdringend-schar-fen, stechenden, zu Thränen reizenden Geruch und einen scharfen eigentümlich aromati-schen Geschmack.

Chemische Beschaffenheit. Die Zwiebeln enthalten nach Fourcroy und Vaucquelin1. ein weisses scharfes flüchtiges Oel, worin sich Schwefel aufgelöst findet und die Ursachedes widrigen Geruchs ist 2. Eine thierisch-vegelabilische dem Kleber ähnliche, in der Hitze

ferinnende Materie; 3. viel nicht krystallisirbaren gährungsfähigen Zucker; 4. eine grosselenge dem arabischen Gummi ähnlichen Schleim; 5. phosphorsauren Kalk, freie Phosphor-säure, Essigsäure und ein wenig citronensauren Kalk; 6. Pflanzenfaser. Durch Trocknenund Kochen verlieren die Zwiebeln bedeutend von ihrer Schärfe und werden milde.

Nutzen: Hinreichend bekannt ist die vielfache Anwendung, welche die Zwiebeln alsGewürz bei Zubereitung der Speisen finden, doch werden sie nicht von jedem Magen ver-tragen. Medicinisch benutzt man sie meist nur äusserlich als rothmachendes Mittel so wiezur Zeitigung von Abscessen und Geschwüren. Innerlich genommen wirken sie anthelmin-thisch, diaphoretisch und diuretisch.

Erklärung der Kupfertafel 179. Eine ganze blüliende Pflanze in nat. Gr.

Allium sativum.

Syst. sex. Hexandria Monogynia. Syst. nat. Liliaceae Auct.

Char. gen. S. b. Allium Cepa.

Char. speciei: Stengel bis zur Mitte beblättert, oberwärts vor dem Aufblühen ineinen Ring zusammengedreht; Blätter flach; 'Blumenscheiden lang geschnäbelt, viel län-ger als die zwiebeltragende Dolde; Staubgefässe länger als die Blumenhülle, StaubfädenwechselsAveise dreizähnig.

Synonyme: Allium sativum Lin. u. aller Autoren. Deutsche: Knoblauch, gemei-ner oder grasblättriger Knoblauch.

Vaterland: Wahrscheinlich Kleinasien, vielleicht auch das südlichste Europa. Wirdbei uns überall kultivirt und zeigt sich hier und da verwildert. Blüht vom ! Juni bis August.