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Vaterland: Unbekannt, wird überall zum Tlieil im Grossen kultivirt. Blüht vomJuni bis August.
Beschreibung: Zwiebel plattgedrückt-kugelig aus vielen saftigen Scbalen gebildet,aussen von rothgelben oder weissen trocknen häutigen umschlossen. Stengel 1\ — 2 F.hoch, rund, röhrig, unter der Mitte aufgeblasen bauchig, wohl 1 Z. dick, wie die ganzePflanze kahl und mit abwischbarem Wachsstaub überzogen, daher blaugrün. Blätter rund,rohrig, etwas aufgedunsen, spitz, viel kürzer als der Stengel, mit scheidiger dicht den Sten-gel umfassender Basis. Blüthenscheide weisslich, lang-zugespitzt, zurückgeschlagen, kür-zer als die kugelige viclblumige Dolde. Blumenstiele viel länger als die gelblich-weissenBlumen. Blättchen der Blumenhülle eyrund, spitz, wenig sich öffnend. Staubgefässelänger als die Blumenhülle. Die drei äusseren Staubfäden am Grunde breit und daselbstauf jeder Seite mit einem kurzen Zahn versehen. Kapsel 3-knotig, rundlich.
Off. Bulbi Allii Cepae- — Die frischen Zwiebeln, welche sich längere Zeit in diesemZustande aufbewahren lassen, haben durchschnitten oder gequetscht einen durchdringend-schar-fen, stechenden, zu Thränen reizenden Geruch und einen scharfen eigentümlich aromati-schen Geschmack.
Chemische Beschaffenheit. Die Zwiebeln enthalten nach Fourcroy und Vaucquelin1. ein weisses scharfes flüchtiges Oel, worin sich Schwefel aufgelöst findet und die Ursachedes widrigen Geruchs ist 2. Eine thierisch-vegelabilische dem Kleber ähnliche, in der Hitze
ferinnende Materie; 3. viel nicht krystallisirbaren gährungsfähigen Zucker; 4. eine grosselenge dem arabischen Gummi ähnlichen Schleim; 5. phosphorsauren Kalk, freie Phosphor-säure, Essigsäure und ein wenig citronensauren Kalk; 6. Pflanzenfaser. Durch Trocknenund Kochen verlieren die Zwiebeln bedeutend von ihrer Schärfe und werden milde.
Nutzen: Hinreichend bekannt ist die vielfache Anwendung, welche die Zwiebeln alsGewürz bei Zubereitung der Speisen finden, doch werden sie nicht von jedem Magen ver-tragen. Medicinisch benutzt man sie meist nur äusserlich als rothmachendes Mittel so wiezur Zeitigung von Abscessen und Geschwüren. Innerlich genommen wirken sie anthelmin-thisch, diaphoretisch und diuretisch.
Erklärung der Kupfertafel 179. Eine ganze blüliende Pflanze in nat. Gr.
Allium sativum.
Syst. sex. Hexandria Monogynia. — Syst. nat. Liliaceae Auct.
Char. gen. S. b. Allium Cepa.
Char. speciei: Stengel bis zur Mitte beblättert, oberwärts vor dem Aufblühen ineinen Ring zusammengedreht; Blätter flach; 'Blumenscheiden lang geschnäbelt, viel län-ger als die zwiebeltragende Dolde; Staubgefässe länger als die Blumenhülle, StaubfädenwechselsAveise dreizähnig.
Synonyme: Allium sativum Lin. u. aller Autoren. — Deutsche: Knoblauch, gemei-ner oder grasblättriger Knoblauch.
Vaterland: Wahrscheinlich Kleinasien, vielleicht auch das südlichste Europa. Wirdbei uns überall kultivirt und zeigt sich hier und da verwildert. Blüht vom ! Juni bis August.