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2 (1833)
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94
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Off. Scammonium Halepense. Der an der Luft getrocknete Milchsaft der Wurzel,welcher in unförmlich-eckigen, kleinern oder grossem, leichten, porösen, matten, auf demBruche wenig-glänzenden, trocknen nicht fetten Stücken zu uns kommt, und befeuchtet einegrau grünliche milchige Feuchtigkeit gibt, dabei von scharfem brennendem Gesclunack ist.Das in Kuchen kommende Scammonium ist ganz zu verwerfen. Es wird Anfangs Juni ge-wonnen indem man den obern Theil der Wurzel entblösst, queer abschneidet und in einuntergesetztes Geschirr den Milchsaft auffängt, welcher für jede Wurzel nur einige Drach-men beträgt.

Verwechslungen: Ausser dem ächten Scammonium halepense, kommen noch andereSorten von Scammonium vor wie das Scammonium de Smyrna und das Sc. Antiochicum,beide zeichnen sich durch grössere Schwere und schwärzere Farbe, letzteres auch noch durchdie flachen kuchenförmigen Stücke aus, in denen es vorkommt. Es ist ungewiss, ob dieseSorten auch aus der Purgierwinde, vielleicht durch Auspressen oder Auskochen, oder aus an-dern milchenden Pflanzen oder aus der Verbindung verschiedener Milchsäfte bereitet werden.

Chemische Beschaffenheit: Das Aleppische Scammonium enthält nach Bouillon-La-grange und Vogel: 60 Harz; 3 Gummi; 2 Bitterstoff; 35 Pllanzenresle nebst Sand. DasSm)maische: 29 Harz; 8 Gummi; 5 Bitterstoff; 58 Pflanzenreste.

Nutzen: Das Scammonium ist ein drastisches Purgiermittel, welches jetzt wenig mehrim Gebrauch ist, da es noch reizender und schärfer als Jalappe wirkt. Man giebt es beigrosser Trägheit des Darmkanals, Schleim-Ansammlungen, Stockungen in Milz und Leber,Wassersüchten und bei hartnäckigen Quartanfiebern mit gastrischer Complication.

Erklärung der Kupfertafel 177. Die TVurzcl und der obere Theil des blühenden Gcwtichses in nat. Gr.,a) der Kelch nebst den GcschlcclUstheilcn, b) das Pistill, beides nut. Gr., c) ein Staubgefüssin nat. Gr. und vergrössert.

Ligusticum Levisticum.

Syst. sex. Penfandria Digynia. Syst. nat. Umbelliferae Auct.Chor. gen. Kelch oberständig, undeutlich 5-zähnig. Blumenkrone gleich, 5-blätt

Staubsrefässe 5. Griffel 2.

Frucht länglich zusam-

rig; Blumenblätter eingerolltmengedrücktj mit 5 Rippen auf jeder Seite.

Chor, speciei: Wurzelblätter unten doppelt-, an der Spitze einfach-gefiedert, dieFiedern meist dreispaltig sägenartig-eingeschnitten, am Grunde keilförmig.

Synonyme: Ligusticum Levisticum Lin. u. vieler Schriftsteller, Levisticum officinaleKoch, Angelica paludapifolia Lamarck, Angelica Levisticum Allioni. Deutsche: Lieb-stöckel, Labestöckel, Badekraut, Sauerkraut.

Vaterland: In gebirgigen Gegenden von Mitteleuropa; auf den Apenninen, in Frank-reich, Savoyen, Siebenbürgen. Häufig aber auch nördlicher in Gärten kultivirt und fast ver-wildert. Blüht im Juli und August.

Beschreibung: Wurzel ausdauernd, dick, ästig, vielköpfig, aussen bräunlich-gelb, in-nen weisslich, viele und starke Wurzelzasern ausschickend. Stengel gewöhnlich mehrereaus einer Wurzel, 47 F. hoch, aufrecht, ästig, rund, gestreift, röhrig, kahl wie die ganzePflanze. Blätter glänzend-grün, die wurzelständigen am untern Theile doppelt gefiedert am