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Harz irnd die Behandlung mit wässrigem Alcohol um die wirksamen Theile auszuziehen,erscheint am zweckmässigsten.
Nutzen: Anfangs wurde die Senega als ein giftwidriges Mittel gegen den Schlangen-biss u. s. \v. gepriesen, da die Eingebornen die frische Wurzel bei giftigen Wunden kauen,theils den Saft derselben auflegen. Jn starken Gaben erregt die Wurzel Erbrechen und Durch-fall, in geringen aber wirkt sie auflösend Urin- und Stuhlabgang so wie den Auswurf beför-dernd, daher wird sie bei Schleimflüssen der Lunge und Luftwege (besonders nach Entzün-dungen derselben), ferner der Geschlechts- und Harnwerkzeuge, bei Stockungen im lympha-tischen System, bei Gicht, Rheumatismus, Wassersucht, Scharlach und Augenkrarikheitenempfohlen.
Erklärung der Kupfcrtafcl 176.^ Die blühende Pflanze in nat. Gr., a) eine ganze Blume, b) der Kelch,c) der I\achen, d) die Frucht und e) ein Saamcn, alles wenig vergrössert.
Convolvulus Scammonia.
Syst. sex. Pcntandria Monogynia. — Syst. nat. Convolvulaceae Aucf.
Char. gen. Kelch 5-theilig, oft etwas ungleich, bleibend. Blumenkrone glockigoder trichtrig, 5-faltig. Staubgefässe 5, kürzer als die Krone. Griffel mit 2 getrenntenfadenförmigen oder verdickten Narben. Kapsel 2—3klappig, 2 — 3fächrig, die Fächer 2-oder durch Fehlschlagen 1-saamig.
Char. specici: Stengel windend; Blätter pfeilförmig, hinten abgestutzt und gezähnt;Blumenstiele rund, fast 3-blumig.
Synonyme: Convolvulus Scammonia Lin. u. aller Autoren. — Deutsche: Scammo-nium-Winde.
Vaterland: An Hecken, Felsen und Bergen in Kleinasien (Syrien, auf der Bergkettevon Antiochien bis zum Libanon, auf dem Taurus u. s. w.), auf Rhodus, in Taurien. Blühtin der Mitte des Sommers.
Beschreibung: Wurzel lang, cylindrisch, alhnählig sich verdünnend, fleischig, aus-sen gelblich, innen weiss, mit Milchsaft erfüllt, 2 — 3 F. lang und 3—4 Z. dick. Stengelmehrere aus einer Wurzel, dünn, windend, 4— 5 F. hoch, rund, kahl wie die ganze Pflanze.Blätter gestielt, lang-zugespitzt, nach unten in 2 Lappen vorgezogen, diese Hinterlappenspitz, entweder ganz oder nach innen mit einem grossen Zahn versehen, mit schmaler spitzerBucht zwischen sich, entweder bei den jungen und obern grade ausgehend und diese Blätterdaher pfeilförmig, oder bei den altern und untern seitwärts auseinander tretend, diese daherspiessförmig, sonst der ganze Blattrand ungezäbnt. Blattstiele rund oben gerinnelt, kür-zer als das Blatt. Blumenstiele rund, länger als das Blatt, gewöhnlich 3-blüthig, die be-sonderen Blumenstiele kurz, an ihrer Basis zusammen, so wie jeder der seitlichen in seinerMitte mit 2 schmalen spitzen Deckblättchen versehen. Blume grösser als bei Conv. arven-sis, kleiner als bei Conv. sepium. Blumenkrone mit blassgelben Falten und leicht pur-purnen Kanten. Kelchabschnitte umgekehrt-eyförmig, abgestumpft, kurz gespitzt. Staub-beutel pfeilförmig, aufrecht. Fruchtknoten eyförmig, kahl, Griffel fadenförmig mit zweibandförmigen Narben.