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2 (1833)
Entstehung
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91
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Beschreibung: Einjähriges10 F. hohe Pflanze. Wurzel grad herabsteigend, langspindelig, weiss, wenig ästig, vielzaserig. Stengel aufrecht, straff, eckig, scharf-kurzhaarig,listig, die Acste kurz, nie so lang als der Stengel, bei der weiblichen Pflanze sich mehrausbildend. Blätter gestielt, gegenständig oder etwas auseinandertretend, die obersten oftwechselnd, scharf-kurzhaarig, gefingert, die Blättchen sitzend zu 3 9, lanzettlich, an bei-den Enden verschieöäR sägezähnig, rippig-adrig. Männliche Blumen gestielt hangend, in denBlattachseln und an den Zweigspitzen, blattlose, mehr oder weniger zusammengesetzte Trau-ben bildend. Zipfel der Blumenhülle länglich-umgekehrt-eyrund, zugerundet, gerandet, feingewimpert, ebvas concav. Staubfäden haarförmig, kurz, kahl; Staubbeutel länglich vier-seitig, vierföWirig. Weibliche Blumen je 2 zusammensitzend, beblätterte, end- und achsel-ständi^e Aehrchen bildend. Blumenhülle eyförmig-Iänglich, zugespitzt, auf einer Seite derLänge nach gespalten, behaart. Fruchtknoten nach oben etwas eingeschnürt, eyförmig,kahl; Griffel zwei, nach oben langgezogen -keulenförmig verdickt. Frucht: eine Achaene zu-sammengedrückt-oval, zweiklappig sich öffnend, einsaamig, von der Blumenhülle umschlossen.Saame von Gestalt der Achaene.

Off. Semen Cannabis. Die Früchte von der äussern Blumenhülle befreit, sind zu-sammengedrückt kugelig oder oval, sehr glatt, von grünlich-weisslicher Farbe, sie enthaltenunter ihrer in 2 Klappen sich lösenden Schale, den eyweisslosen weissen Embryo.

Chemische Beschaffenheit: ßuchholz fand in den Hanffrüchten: 19,1 fettes Oel;1,6 dunkelbraunes Harz; 1,6 Schleimzucker mit Extractivstoff, süsslich säuerlich bitter; 9,0braunes gummiges Extract; 24,7 löslichen Eyweissstoff; 5,0 Holzfaser; 38,3 Hülsen bei 0,7 Ver-lust. Das fette Oel ist grünlich - gelblich von unangenehm süsslichem Geschmack und ge-hört zu den austrocknenden.

Nutzen: Die Benutzung der Hanffasern zu Stricken, Geweben ist bekannt, ebenso dieder Früchte und Saamen um daraus ein fettes Oel zu pressen und zum Futter für Vögel.In der Medicin benutzt man die Früchte zu milden Emulsionen, Abkochungen oder Aufgüs-sen besonders bei Entzündungen der Harnwerkzeuge, bei Durchfällen, Heiserkeit, Husten.Das frische Kraut des Hanfs riecht unangenehm, getrocknet als Taback geraucht bringt esBetäubung hervor; das weinige Extract der Blätter wird bei Nervenbeschwerden statt desOpiums und Hyoscyamus empfohlen.

Erklärung der Kupfertafel 175. Der obere Thcil der männlichen blühenden Pflanze und ein Spitzchender weiblichen in nat. Gr., a) eine männliche Blume, b) ein Staubgefäss ganz und c) der Beu-tel queer durchschnitten, alles rergr., d) die weibliche Blume in nat. Gr., e) dieselbe vergr.,i) der Stempel vergr., g) die Frucht in nat, Gr., li) dieselbe vergr. u. tfuecr durchschnitten.

Polygala Senega.

Syst. sex. Diadelpuia Octandria. Syst. nat. Polygalcac Auct.

Char. gen. S. b. Polygala amara (Bd. II. S. 53).

Char. speciei: Stengel mehrere, aufrecht, einfach, rund, Blätter wechselnd lan-zettlich, die obersten zugespitzt; Trauben fast ährenförmig, die drei äussern Kelchblätterfast gleich, die Flügel kreisrund, der Nachen bartlos, Kapsel elliptisch ausgerandet.

Abänderungen: Michaux führt zwei Varietäten dieser Pflanze auf: a, albida: Blätterlanzettlich, zuweilen auch oval, Traube weniger schlaff, Blume weisslich fast sitzend. In Ca-

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