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Erklärung der Kupfertafel 173. Eine ganze blühende Pflanze in nat. Gr., a) die Blume ohne ihreScheiden auf der Zwiebel stehend, mit zur Hälfte hinweggenommener Blumenhülle in nat. Gr.,b) der Fruchtknoten quer durchschnitten und vergr.
Krameria triandra.
Syst. sex. Tetrandria Monogynia oder Didynamia Angiospermia. — Syst. nat. Polygaleae.
Char. gen. Kelchblätter 4 oder 5, aussen seidenhaarig innen gefärbt. Blumen-blätter 2 kreisrund, 2—3 genagelt, an der Basis verwachsen. Staubgefässe 3 — 4, fasteinbrüderig-, Staubbeutel mit Poren aufspringend (nach einigen mit einer gedoppelten nachanderen mit einer einfachen) Frucht kugelig, nicht aufspringend, widerhakig-borstig, ein-füchrig, einsaamig. Keim gerade, in der Mitte des fleischigen Eyweiss.
Char. speciei: Blätter sitzend, länglich und umgekehrt-eyrund, zugespitzt, seidenhaa-rig; Blumenstiele fast länger als die Blätter, mit 2 Deckblättchen, eine kurze Endtraubebildend; Kelchblätter 4; Blumenblätter 4, 2 runde und 2 spateiförmige; Staubge-fässe 3.
Synonyme: Krameria triandra Ruiz u. Pavon u. aller Autoren. — Deutsche: drei-männige Kramerie, Ratanhia-Kramerie.
Vaterland: Auf trocknem mit Lehm und Sand gemengtem Boden am Abbange derGebirge in Peru, z.B. in Tarma, Huanuco, Huarocheri, Canta, Xauxa, Caxatambo u. Hua-malies, ferner in Brasilien. Blühet fast das ganze Jahr hindurch, besonders im Octoberund November.
Beschreibung: Kleiner Strauch, etwa \ F. hoch. Wurzel holzig, vielästig, sparrig,mit wenig Zasern, aussen mehr oder weniger rissig und runzelig, dunkel-rothbraun, innenmit rother Rinde und blassröthlich-gelbem Holze. Stengel sparrig-ästig, aufrecht, Aesteausgebreitet, die unlern sehr lang (2 — 3 F.) ausgebreitet auf dem Boden liegend, die obernalhnühlig kürzer, an den untern Enden kahl, schwarz, nach den Spitzen hin grau-seidenhaa-rig. Blätter zerstreut sitzend, ganzrandig, zugespitzt, graulich-seidenhaarig, etwa bis \ Z.lang. Blume gestielt, einzeln oder wenige aus den Achseln der äussersten Blätter, seidenhaa-rig, am Stiel nach der Spitze hin 2"kleine den Blättern ähnhebte Deckblättchen. Kelchblät-ter 4, fast ungleich, breit lanzettlich zugespitzt, aussen graulich-seidenhaarig, innen kahl undroth, das obere und untere breiter. Blumenblätter 4, die beiden untern rundlich, schwärz-lich -purpurrot«, etwa so gross als der Fruchtknoten, die beiden obern länger als der Grif-fel, mit linealischem schwärzlich - rothem Nagel und' fast, rautenförmiger blasserer Platte.Staubgefässe 3, mit fadigen, oben erweiterten, gegeneinander geneigten Staubfäden, fastkegelförmigen, einfächrigen, an der Spitze eüüierigeif Staubbeuteln. Fruchtknoten umge-kehrt-herzförmig, seidig-zottig; Griffel cvlhidriicti, in der ■ Mitteietwas"verdickt, aufwärts-gebogen, länger als die Staubgefässe; Narbe -endständig einfach. Fr.uoht fast kugelig, mitabstehenden steifen, an ihren Spitzen mit Widerhaken versehenen Borsten besetzt, ledrig,schief-eyförmig, einfächrig, einsaamig. Saame rundlich-eyförmig, etwas schief, kahl, glatt.
Off. Radix Ratanhäe. — Exüacfum Ratanhäe. —*■ l^WrurM kfmrn^-in Sföökcn vonFingers Dicke und ästig vor, hat eine rpthbraune rostfarbene,/Qberhaut, eine rp£h;e Rjnden-substanz, weiche innen fasrig ist, ein festes bleicheres Bpbi ujkJ ; adstringirenden Geschniack.Guimpel's Abbild. II. Bd. 13