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Colophonium und das gemeine Fichtenharz werden fast nur äusserlich als örtlich reizende,Bertheilende, Eiterung befördernde Mittel gebraucht; der Tbeer aber wird zu Räucherungenbei manchen Brustleiden und das mit ihm geschwängerte Wasser bei chronischen Hautkrank-heiten empfohlen.
Erklärung der Kupfertafel 171. Ein hlühender Ztveig in nat. Gr., a) eine ScJmppc des männlichenKatzchen von unten mit den beiden Staubbeuteln, b) eine Schuppe des weiblichen Kätzchen mitden beiden Blumen, beide vergr., c) ein bald reifer Zapfen in nat. Gr., d) ein durchschnittenesmännliches Kätzchen vergr., e) eine durchschnittene Frucht, mit dem Keim vergr.
Pinus L a r i x.
Syst. sex. Monoecia Monadelphia — Syst. nat. Coniferac Juss.
Chor. gen.
S. b. Pinus sylvestris.
Chat: specici: Blätter büschelig, jährig, (höchstens 1 Z. lang, f Lin. breit) spitz,nicht steif, lichtgrün; Zapfen (kaum 1 Z. lang, 6 — 8 Lin. dick) last kugelig, ungestielt auf-recht; weibliche Zapfenschuppe abgestumpft, dünnrandig (4—5 L. lang, 5— OL. breit).
Synonyme: Pinus Larix L. u der meisten Schriftsteller, Abies Larix Lamarck, Larixeuropaea De Candolle, Larix communis Link. — Deutsche: Lerche, Lärche, Lerchentanneoder bäum, Lorch-, Leer-, Lier-, Schön- und Rothbaum.
Vaterland: In den Tyroler, Schweizer und Französischen Alpen bildet dieser BaumWälder, kommt auch auf den hohen deutschen Gebirgen und in den Karpathen vor, fehltaber im übrigen Europa; er steigt aus den tiefen Thälern bis fast zur Schneegränze. Blühtim Frühjahr beim Blattausbruch.
Beschreibung: Baum von 80 —100 F. Höhe und 18 — 26 Z. Stärke; Rinde stark,dick, braunroth, im Alter sehr rissig, an den jungen Stämmen und Zweigen aber gelblichund gestreift; Holz sehr hart und schwerer als der übrigen Kieferarten, gelblich oder roth-gelblich; Zweige dünn, schlank, schwach, hängend; Blätter schmal, linealisch, krautig,stumpflich, mit unten etwas vortretender Mittelrippc, an den vollständig entwickelten Zweiteneinzeln stehend, zerstreut; aus ihren Achseln treten im nächsten Frühling unentwickelte Blä-then- und Blätterzweige, nämlich aus einer vielschuppigen Knospe, Büschel von Blättern odermännliche Kätzchen, oder weibliche Kätzchen an ihrer Basis von einigen Blättern umgeben;männliche Kätzchen weiss-gelblich, klein, einfach, oval, halb-eingesenkt in ihre Knospen-schuppen, von ihrer innern hohlen Achse gehen die umgekehrt herzförmigen, ovalen Kätz-chenschuppen ab, welche mit den beiden auf ihrer untern Fläche liegenden Staubbeutelnrnnigst verwachsen sind, und sich nach oben über der Ausrandung als ein nach oben ge-krümmtes breit-rundliches Läppchen frei zeigen; weibliche Kätzchen gelblich oder röthlich,zusammengesetzt aus gedoppelten Schuppen, die äussere ist länglich eyförmig mit scharf ge-zähneltem Rande, und durchzogen mit einem dicken, gleichsam blattartigen Mittelnerven, derüber die nach aussen gekrümmte Schuppe als lange Stachelspitze hervortritt; die innere istbeim Blühen kaum halb so lang als die erste, rundlich nierenförmig, am Rande gefranzt, undträgt die beiden nach unten gerichteten Blumen; sie wächst bei der Fruchtreife stärker aus,und bildet bei dem bis 2 Z. langen Zapfen dessen flach rundliche, dünnrandige Schuppen, dielocker ziegeldachartig über einander liegen. Die geflügelten Früchte werden im Herbst reif,fallen aber erst im nächsten Frühling aus.