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2 (1833)
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gen, schief abgestutzten und offenen Rande frei; Stempel frei, sitzend, mit halb eyförmigenstumpfen Fruchtknoten; Zapfen mit holzigen in 8 Reihen stehenden Schuppen, -welche'"ander Spitze verdickt sind, und auf ihrer innern Seite je zwei nicht aufspringende, trockne,eiusaamige Früchte tragen, die in lange und schmale Flügel auslaufen, und innen den Saamenmit Eyweiss und «rade darin liegendem, aber umgekehrtem Keim angewachsen enthalten.

Off. Turiones pini. Terebintbina communis. Oleum Terebinthinae (Ol. Tereb.aethereum, Spiritus Thereb.). Terebintbina coeta Resina pini ßurgundica Colopho-

nium __ Resina pini empyreumatica solida (pix navalis). Praep. Oleum Tereb. rectifica-

tum, Ol. Tereb. sulphuratum etc. Die jungen eben entwickeilen Zweige, bei denen dieBlätter noch nicht gehörig ausgebildet sind, werden als Fichtensprossen gesammelt und ge-trocknet. Der aus dem verwundeten Stamm fliessende natürliche Balsam von gelblicher Fa'r-bun°- zäher flüssiger Consistenz, eigenthümlichem Geruch und bitterm und scharfem Geschmackist der Terpenthin, aus welchem durch Destillation das aetherische Oel, das Terpenlhinölabgeschieden wird, es hat ein spec. Gew. von 0,810 und darf nicht mit dem schlechter rie-chenden, aus dem Zapfen und dem Holze destillirten Oele versetzt sein. Der bei der De-stillation des Terpenthins bleibende harzige Rückstand ist der gekochte Terpenthin, auswelchem durch wiederholtes Schmelzen das ganz dichte, halbdurchscheinende, mit muscheligemBruch springende Geigenharz oder Colophonium bereitet wird. Aus dem Fichtenholze wirddurch eine Art von Destillation der Theer gewonnen, ein flüssiges Harz mit Holzsäure undbrenzlichem Oele verbunden, durch Abdampfen des Theers erhält man ein schwarzes, glän-zendes Harz, das Scbiffspech. Endlich wird sowohl von diesem Baume, als auch von andernPinus-Arteu das freiwillig oder durch Einschnitte aus dem Stamm getretene gelblich-weisse,mehr oder weniger trockene Harz (resina Pini nativa) durch Schmelzen gereinigt, und giebtdann ein rothgelbes, durchscheinendes, auf dem Bruche glänzendes zerreibbares Harz, welchesals Burgundiscbes Harz bekannt ist.

Chemische Beschaffenheit: Der Terpenthin besteht immer aus Colophon und Terpen-thinül. Indem ein Theil des letztern bei dem freiwilligen, allmähligen Austreten des Terpen-thins verdunstet, erhärtet das Zurückbleibende und bildet so das gemeine oder natürlicheFichtenharz, welches auch unter dem ISamen |Galipot im Handel bekannt ist. Das Colo-)hon hat ein spec. Gew. von 1,07 1,0S, bei -f- 69 u C. wird es weich, schmilzt aber erstfjef _j_ 135 ° C., es besteht nach Gay-Lussac, und Thenard aus 75,944 Kohlenstoff; 10,719Wasserstoff; 13,337 Sauerstoff. In Alcohol, Aether, fetten und aetherischen Oelen löst essich vollkommen auf. Das Terpcnthinöl gehört zu den nicht sauerstoffhaltigen, flüchtigenOelen, es röthet stets das Lackmuspapier, was von einem geringen Gehalt an Bernsteinsäureherrühren soll. Analysen der Fichtensprossen wie des Schiffpechs fehlen.

Nutzen: Vielfach ist der Nutzen und die Anwendung des Terpenthins, und aller an-dern oben erwähnten Stoffe in Künsten und Gewerben. In der Medicin finden sie theils'äusserlich, theils aber auch innerlich ihre Anwendung, alle sind wirksam durch das in ihnenin verschiedenen Graden der Reinheit vorhandene Harz und das ätherische Oel, und daherreizende und erregende Mittel. Von allen ist das Terpenthinül das kräftigste, und nur mitVorsicht innerlich anzuwenden, es zeichnet sich besonders durch seine eigenthümlicheWirkung auf die TJrmwerkzcuge, indem es dem Urin einen Veilchengeruch mittheilt, aus,nächstdem aber reizt es das Gefässystem, so wie die Nerventhätigkeit besonders im Unter-leibe und wird daher in vielen Krankheiten der Unterleibsorgane empfohlen. Aeusserlich istes für sich oder in Verbindung mit andern passenden Mitteln sehr zweckmässig bei vielenkalten Geschwülsten, Verhärtungen und bösen Geschwüren. Der gekochte Terpenthin, das

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