»s
8d
Pinus sylvestris.
Syst. sex. Blonoecia Monadclphia. — Syst. nat. Conifcrae Juss.
Char. gen.: Blumen einhäusig auf verschiedenen Zweigen; männliche Blumen in ey-förmig-kugeligen zahlreichen, in eine pyramidalisch eyfönnige Rispe zusammengebäuflen Kätz-chen, deren längliche Schuppen auf ihrer untern Seite 2 längliche Antherenfächer tragen;weibliche Blumen zahlreich zu einem Kätzchen vereinigt, dessen Schuppen ziegeldachartigliegen, aussen mit einem Anhang versehen sind und jede 2 Blumen enthalten; FrucbtstandeinZapfen, Früchte Iedrig oder holzig, mit nach oben gerichtetem einseitigem Flügclrande; Keimfast so lang als das Eyweiss, mit 3 —12 linealischen, einander genäherten Cotyledonen.
Char. specici: Zwei Blätter im Büschel, (2 Z. 6 — 9 Lin. lang, J Lin. breit) immer-
frün, rinnenförmig, nicht sehr steif, blaugrau, die jungem kahl; Zapfen (höchstens 2 Z. lans;)egelförmig, an der Basis verschmälert, Hauptschuppen (8 Lin. lang), der Höcker ziemlich,gleichförmig, pyramidalisch mit grader Spitze, die nur an den untern Schuppen verlängert undoft zurückgebogen ist; Fruchtflügel (6 Lin. lang) unten an einer Seite breit, oben ver-schmälert, ziemlich spitz.
Synonyme: Pinus sylvestris L. u. der Schriftsteller. — Deutsche: Kiene, Kiefer,Fichte, Tanger, Theer-, Schmeer-, Harz-, Festen, Kyffer-, Wirbel-, Zirbel-, Gränbolzbanm,Verge, Thäle, Forren, Forchein, Forle, Förling, Föhre, Füre, Ferche, Mädelbaum, Ziegenbolz,Fackel- oder Schleissflor, Kinbaum, Krähfichte u. s. w.
Vaterland: Dieser schöne Baum bildet in Schweden, Norwegen, Schottland, demnördlichen Deutschland bis nach Böhmen und Baiern grosse Wälder, und geht dann bis zumKamm der Alpen, jenseits welcher er nicht mehr vorkommt, wahrscheinlich zieht er sich auchbis nach Sibirien hinüber. Blüht im Mai, reift seine Früchte erst im dritten Jahre.
Beschreibung: Baum bis 120 u. 160 F. hoch, mit gewölbtem, fast traubendoldcnar-tigem Wipfel; Aeste an alten Stämmen zerstreut wechselnd, an jungen quirlfönnig; Bindeder Jüngern Stämme gelb und glatt, an den alten aschgrau und stark zerrissen; Blätter zu 2zerstreut an den Zweigen stehend, am Grunde von häutiger, weisser, trockner und abge-stumpfter Scheide umgeben, auf einem kleinen Höckerchen des Zweiges stehend, l'mealisch,zugespitzt, nach aussen erhaben gewölbt und gestreift, nach innen flach oder etwas gen'nneJt,immer kahl, 2 — 2| Z. lang, \ L. breit, erst nachdem der junge Zweig seine Ausdehnungerreicht hat, sich an ihm entwickelnd; Knospe von dünn häutigen, am Bande zerschlitztenschnell abfallenden Schuppen bedeckt; männliche Blumen an der Spitze der vorjährigenZweige, oder an der Basis diesjähriger Triebe, bestehn aus kleinen Zapfen, welche an einergemeinschaftlichen Achse (dem untern Theil des Zweiges) sitzen und eine pyramidalische odereyfönnige Rispe darstellen; jeder kleine Zapfen besieht aus flach - keilförmigen Schuppen,welche mit ihrem schmalen Ende an einer gemeinschaftlichen Achse befestigt sind, an derenjeder unten 2 Staubbeutelfächer neben einander so angewachsen sind, dass aas stumpfe Endeder Schuppen frei über sie hinausragt; weibliche Blumen in Kätzchen an den Spitzen derjährigen Triebe, welche beim Blühen aufrecht, bei der Fruchtreife aber lierabgebogen sind,und aus fast kreisrunden, kurz stachelspitzigen, kurz und dick genagelten, fleischig-ledrigenSchuppen bestehn, von denen jede auf ihrem Kücken eine gleichbreite, aber kürzere, am R«ndeausgenagte niedergedrückt kreisrunde Schuppe, auf ihrer innern Seite aber 2 verkehrt liegende,d. h. mit ihren freien Spitzen über den untern Schuppenrand vorragende Blumen trägt; Kelchmit der Schuppe an der Basis verwachsen, nur mit dem zusammengezogenen und zweispitzi-