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2 (1833)
Entstehung
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83
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enthaltenen Fruchtknoten bestehn; Frucht eine falsche, eigentlich zusammengesetzte, kugelige,schwarze, mit weisslichem Keife überzogene Beere, deren Fleisch aus den fleischigen Schup-pen, deren drei Saamen (oder eigentlich Früchte) aus dem verhärteten Perigon, und dem miteiner gelblichen Haut überzogenen wahren Saamen bestehn, welcher in der Mitte des dünnenEyweisses einen graden Keim mit zwei Keimblättern zeigt. Das Perigon hat auf seinerganzen Oberfläche feine, in 3-4 Reihen über einander befindliche Grübchen, welche dasaeth. Oel im Jüngern Zustande, später aber Harz enthalten sollen.

Off. Baccae Juniperi, Lignum Juniperi. Praep.: Oleum baccarum Juniperi.Succus Juniperi inspissatus (Roob Juniperi). Spiritus Juniperi. Die Beeren werden,wenn sie vollkommen reif sind, im Herbste gesammelt, sie sind kugelig, schwarz und miteinem leicht abwischbaren Reif bedeckt, an der Spitze mit 3 kleinen erhabenen Punkten be-zeichnet, von troknem Fleisch, von eigenthümlich aromatisch und süsslich-bitterlichem, späteretwas kratzendem Geschmack, eigenthümlich harzig - aromatischem Geruch. Das Holz wirdvon der Rinde entblösst, es ist schwer, zähe und weisslich, auch wohl röthlich, harzig undgiebt verbrannt einen angenehmen eigenthümlichen Geruch, es wird sowohl von der Wurzel,als vom Stamm und den Zweigen genommen. Das ätherische Oel, welches aus den Früch-ten gewonnen wird, ist weisslich oder gelblich, hat sehr starken Wacholdergeruch und einspecüisches Gewicht von 0,91200,9264, durch das Alter wird es dickflüssiger. Es reagirtstark auf Lacktnuspapier. Reclutz ist der Meinung, dass man zur Gewinnung einer grössernMenge des flüchtigen Oels sich der noch grünen Früchte bedienen müsse, dass hingegen zurBereitung von Extracten die reifen vorzuziehen seien. Der Roob wird durch Einmachungder frischen Wacholderbeeren bereitet, der Spiritus durch Destillation derselben.

Chemische Beschaffenheit: In den Beeren, welche Trommsdorf untersuchte, fandensich 1,0 flüchtiges Oel; 4,0 Wachs; 10,0 Harz; 33,8 Wacholderzucker mit essigsaurem undapfelsaurem Kalk; 1,0 Gummi mit Pflanzensalzen; 35,0 Holzfaser; 12,9 Wasser; 3,7 Ueber-schuss. Das Holz ist noch nicht zerlegt worden.

Nutzen: Die Wacholderbeeren dienen schon im gemeinen Leben, theils als Gewürzan manche Speisen, theils zur Bereitung einer Art von Brantwein, der wegen seiner heil-samen Eigenschaften in Ansehen steht, theils als ein Räucherungsmittel. Das Holz w T irdwegen seiner Zähigkeit zu manchen Zwecken benutzt und gilt, mit den Blättern verbrannt,für ein besonders vorteilhaftes Räucherungsmaterial für Fleischwaaren. Medicinisch werdendie vom Wacholderstrauch entnommenen Mittel als ein aufregendes und kräftig auf Sehweiss-und TJrinaLsonderung wirkendes Mittel, welches zugleich die Thätigkeit des Magens erregt,und daher die Verdauung befördert, angewendet, und ist bei nicht entzündlicher Wassersucht,Stockungen im Unterleib, schwacher Verdauungsfähigkeit, gegen Würmer u. s. w r ., mit Nutzengebraucht. Der Urin erhält bei dem Gebrauch dieser Mittel einen Veilchengeruch.

Erklärung der Kupfcrlafel 170. Ein blühender 2^vcig eines männlichen und ein Frucht tragendereines weiblichen Strftuclis in mit. Gr., a) ein männliches Kätzchen in seiner Lage, stark vergr.,b) ein weibliches Kätzchen bei der Blüthe, c) eine reife Frucht, d) dieselbe queer durchschnittenoder geöffnet.

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