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unpaare Blättchen behaltend: Blättchen klein, umgekehrt-eyförmig, nach unten verschmälert,spitzig oder stumpflich, gesägt, nach der Basis ganzrandig, meist ohne Drüsen; Nebenblät-ter an dem Blattstiel mit einem Rande angewachsen, der andere freie Band fein gesägt, diefreie Spitze spitz, etwas auswärts-gebogen, kahl oder behaart; Blumen meist einzeln in denBlattachseln, kurz gestielt; Kelch bleibend, tief 5 spaltig, mit Drüsenhaaren beselzt oderkahl; Zipfel lanzetÜich, zugespitzt aufwärts gebogen, der unpaare in der Spalte des Na-chens liegend; Blumenkrone schmetterlingsartig; Fahne rund, mit keilförmigem, kurzem, inder Mitte gerinneile/n Nagel, gestreift, rosen-purpurn; Flügel länglich, kürzer als die Fahne,mit aufwärts gerichtetem Nagel und zahnförmigem Fortsatz über demselben, weiss, mit pur-purnem Längsstreif; Nachen aus 2 von der Mitte bis zur Spitze verwachsenen Blättern,mit stark gekrümmtem, aufwärts gebogenem und sehr spitz auslaufendem Kiel; die Nägelschmal, etwas aufwärts gebogen und über jedem ein gleiche Richtung zeigender aber kürze-rer Fortsatz, im Ganzen mit weissen Seiten und purpurrothem Kiel; Staubgefässe 10, dieStaubfäi/en in eine nicht gespaltene Röhre verwachsen, am obersten Ende frei und kleinevollständige linealische Staubbeutel tragend; Stempel einfach, länger als die Staubgefässe;Fruchtknoten länglich, mit 8 Eychen, auf der obern Seite von der Mitte bis zum Griffelvon Drüsenhaaren zottig; Griffel aufwärts gebogen, kahl; Narbe stumpf; Hülse vom Kelchumgeben und diesem an Länge ungefähr gleich, breit-oval, zusammengedrückt, mit niederge-bogener Stachelspitze und mit kurzen weichen Drüsenbaaren besetzt, zweiklappig aufsprin-gend; Saamen gewöhnlich drei, rund, zusammengedrückt, nussbraun und chagrinartig.
Off. Radix Ononidis. — Die im Frühjahr gesammelte Wurzel von der Dicke eines
Fingers, holzig, aussen graubraun, innen bräunlich, zähe, von etwas scharfem Geschmack.
Vern-cclishmvcn: Zwei andere europäische Arten sind der Ononis spinosa sehr ähn-lich, die ähnlichere ist die Ononis rcpens Lin. (On. procurrcns Waurotb, O. arvensis y. re-pens Smith), sie unterscheidet sich: durch die überall weichhaarigen, erst gestreckten undzottigen, dann nach der Basis bin Wurzeln entwickelnden und so kriechenden Stengel; durchrundlichere und auch an der Basis zugerundete, stets auf beiden Seiten durch Drüsenhaareschmierige Blättchen; durch eine etwas spitze Fahne, durch ovale Staubbeutel, durch einzelneabstehende Drüsenhaare am untern Theile des Griffels, durch die nur dreievigen Fruchtknoten,durch den die Hülsen überragenden Fruchtkelch, durch eine nur isaamige Hülse, durch hell-braune Saamen. — Die Ononis hircina Jacquin (Ononis arvensis Reiz, foctens Allioni, altis-sima Lamarck) unterscheidet sich leicht durch aufrechte, nie dornige Stengel und Aeste,durch schmierig-zottige Aeste und Blumenstiele, durch längere spitzere drü'senlose Blatten,so wie durch die gewöhnlich zu zweien stehenden Blumen, welche au den Spitzen der Zweigegenähert eine beblätterte Aehre zu bilden scheinen.
Chemische Beschaffenheit; Weder die Wurzel noch das Kraut der Ononis spinosa.sind bis jetzt chemisch untersucht.
Nutzen: Man benutzt diese Wurzel in der Medicin als auflösend und die Aussonde-rung vermehrend, daher bei Wassersuchten, Krankheilen der Vieren und Blase und Schleim-flüssen der Genitalien.
Erklärung der Kupferlafcl 166. Eine blühende Pflanze in r.nt. Gr. doch mir ein Stengel ganz darge-stellt, a) Kelch mit den Genitalien, b) die einzelnen Blumenblätter , c) der Stempel, alles in nut.Gr.. d) Staubgefässe, e) der Stempel längs durchschn.. beides rergr., f) die reife Hülse mit dem
Kelche,
i) längt
g) dieselbe aufgesprungen mit dem Saamen, beides in nut.durchschnitten rergr.
Gr., li) ein Saamen aueer und
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