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2 (1833)
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die obern einfach-gebuchtet: Blüthenköpfe von Blättern gehüllt; Scbuppen der Blüthen-decke mit Fiederdornen an der Spitze, Spinnweben-wollig.

Synonyme: Centaurea benedieta Linne u. der meisten Schriftsteller*, Cnicus benedic-tus Gaerlner. Deutsche: Cardobenedicten, Bitterdistel, Spinnerdistel, gesegnete Distel,Bern- oder Bernhardinerkraut.

Vaterland: In mehrern Gegenden des südlichen Europa von Spanien bis nach Klein-Asien. Blüht im -Hochsommer.

Besehreibung: Wurzel einjährig, senkrecht, ästig, wurzelfaserig, weiss; Stengelvom Grunde an sparrig-ästig, eckig, gefurcht, rührig, roth, mit langen weissen klebrigen Ilaa-ren besetzt; Wurzelblätter sehr lang, zum Blattstiel sich verschmälerud, fiederspaltig-ge-buchtet, die Zipfel entfernt buchtig-gezähnt; Stengelblätter sitzend, halb herablaufend, ey-lanzettförmig, spitz, einfach gebuchtet und gezähnt; die Zipfel und Zähne spitz-dornig, allenetzförmig-aderig und mit weissen etwas schmierigen Haaren besetzt; Köpfchen endslän-dig, umgekehrt kugelich-eyförmig, einzeln, von mehreren Blättern umhüllt, xon denen die äus-seren herzförmig, die inneren länglich sind, alle aber den übrigen Stengelblätlem ähnlich undkaum länger als das Köpfchen sind; Schuppen der Blüthendecke dornspitzig, am Randehäutig, mit lockerer spinnwebenartiger Wolle bedeckt; die Dornen aufrecht oder auswärts-gebogen, röthlich, an den äussern Schuppen einfach, durch straff abstehende Haare gefiedert,an den innern gefiedert, die Ficdern durch kürzere Haare wieder gefiedert-, Blumen krönengelb, der äussern geschlechtslosen vier bis sechs, mit dreitheüigein Saume und linealischenspitzen Zipfeln, der innern zwitterlichen viele mit regelmässigem 5spaltigem Saum und spit-zen Zipfeln; Staubgefässe 5, Staubfäden fadig, behaart, Staubbeutel linealisch, gelb, mitrothen Rändern in eine 5seitige, oben etwas gekrümmte und schwach bauchige Röhre ver-bunden; Griffel die Staubgefässe überragend, fadig, kahl, nur oben unter den Narben miteinem Haarring umgeben; Narben stumpf; Saamenkrone dreifach, äusserste ein gezähnterhäutiger kurzer Rand, zweite aus 10 langen steifen Borsten bestehend, welche die Länge desAchaenium haben, innerste klein, aus 10 kurzen mit köpfchentragenden Härchen besetztenBorsten bestehend; Achaenium cylindrisch, wenig gekrümmt, gestreift, bräunlich, der Nabelan der schief-abgestutzten Basis; die Spitze mit einem ringförmigen Wulste, an welchemdie Saamenkrone befestigt ist und einem im Mittelpunkt liegenden Knöpfchen versehen;Fruchtboden flach, mit borstigen Schuppen (Bracteen) und durch erhabene Höckerchenetwas grubig.

Off. Herba Cardui benedicti Pracp. Extractum Card, bened. Das Kraut wirdim Sommer gesammelt, so wie sich die Blumen zu entwickeln beginnen, es ist von sehr an-haltend bitterm Geschmack, trocken geruchlos, frisch von eigentümlich unangehmem Geruch.Das Extract aus dem Kraut bereitet ist von grünlich braunschwarzer Farbe.

Veneechslungen: Am ähnlichsten sind noch die Blätter des Cnicus (Cirsium) olera-ceus, aber sie unterscheiden sich leicht, da sie fast unbehaart, und am Rande mit zahlrei-chern dornigen Zähnen besetzt sind, ferner getrocknet nicht das stark hervortretende Gefass-netz wie die Cardobenedictenblätter zeigen und ganz des bittern Geschmacks entbehren.

Chemische Beschaffenheit: Das Cardobenedictenkraut enthält nach Soltmann: 4,5 grü-nes weiches Harz; 15,5 bittern Extractivstoff; 8,3 Schleim und Gummistoff; ausserdem schwerfeisauren Kalk, schwefelsaures und salzsaures Kali.

Nutzen: Dies bittere Mittel stand früher in grösserm Ansehen als jetzt, da man esgegen viele sehr schwere Uebel, wie Pest und Typbus, für wirksam hielt, jetzt aber wird es