Druckschrift 
2 (1833)
Entstehung
Seite
73
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

1">

bcn Bächen und Gewässern, fasl überall in Europa, nirgends in grosser Menge, von Russ-land bis nacli Spanien und von Scliweden und England bis in Italien. Blüht den ganzenSommer.

Beschreibung: Ausdauernde krautige Pflanze; Wurzelstock kriechend, gegliedert,-vveisslicl) an den feiotcn Wurzeln treibend, durch Ausläufer, mit gegenüberstehenden ganzkleinen "anzrandigcp Blättchen besetzt, sich verästelnd und weiter verbreitend; Stengel auf-steigend oder aufrecht, V t F. hoch, -\ierseitig, röhrig, mit weichen abstehenden Haaren be-deckt, einfach, oder einige kurze Seitenäste treibend, dicht beblättert, am untern Tbeile oftmit der Zeit blattlos; Blätter gegenständig, sitzend, halbslengehnnfassend, länger als dieGlieder, \iiadkb, stumpflich, grob gesägt, nach der Basis häufig ganzrandig, kaum riinzüch undweni"- behaart: Blumen zu 2 4 in allen Blattachseln ungefähr von der Mitte an, kurz ge-stielt kürzer als die Blätter; Blumenstiele ladig, weichhaarig; Kelch mit abstehendenweichen Haaren und spitzen Zähnen; Krone zart-purpurroth, die Oberlippe mit gewimper-iem Raflde und tiefem rundem Ausschnitt und zwei eiförmig-sichelförmigen, nach der Unter-lippe gerichteten Zipfeln, welche wenig grösser als die neben ihnen stehendeu eiförmigenspitz/icnen der Unterlippe, deren Rand kahl und deren mittlerer Zipfel etwas niedergebogen,rundRch, fast dreilappig und schwach ausgerandel, an der Basis aber stark verschmälert ist;Staubgefässe lang hervorragend, in der Bucht der Oberlippe liegend, stark nach vorn ge-krümmt, mit kahlen Staubfäden und nierenförmig-rundlichen, bräunlichen, am Grunde mitweissen erhabenen Punkten besetzten Staubbeuteln; Achaenien umgekehrt-eyförmig, schief,zellig-vertieft- grubig, graubraun.

Off. Ilerba Scordii. Die Stengel im Juni gesammelt, frisch, von etwas knoblauch-artigem Geruch, der sich beim Trocknen verliert, und von bitterm etwas unangenehmemGeschmack.

Chemische Beschaffenheil: Untersucht ist die Pflanze in chemischer Hinsicht nochnicht, aber auch hier wird ein ätherisches Oel vorhanden sein.

ISuizen: Das Scordiöm, welches sonst für ein fäulnisswidriges Mittel galt und beiPest, Blattern und bösartigen Fiebern gerühmt wurde, ist gegenwärtig nicht mehr stark imGebrauch, da es mit so vielen andern Mitteln dieser Familie rücksichtlich der Wirkung fastübereinkommt und dabei noch unangenehmer schmeckt. Am besten wird es noch äusserlichbei bösartigen torpiden Geschwüren gebraucht.

Erklärung der Kupfcrfafol 163. Ein blühender Stengel in nat. Gr., a) eine Blume besonders, ebensob) ein Staubbeutel und c) das Pistill vergr., d) der Kelch, c) die. Achaenien, beides in nat. Gr.,f) dieselben vergr., g) eins abgesondert und h) eins quecr durchsch., ebenfalls vergr.

Centaurea benedieta.

Syst. sex. Syngenesia Frustranea. Syst. nat, Compositae 8. Synanlhcrcae Auetor.

Char. gen. Allgemeine Blülhendecke: ziegeldachartig übereinander liegendeSchuppen verschiedener Gestalt; Randblumen: wenige, geschlechtslos; Scheibenblumen:viele, zwitterlich: Kelch: sitzende aus Borsten bestehende Saamenkrone; Blumenkroneröhrig-trichterig, die des Randes verschieden von denen der Scheibe: Narben 2, kurz auf-recht aneinanderliegend, mit einem Haarkranz unter sich; Fruchtboden mit Borsten besetzt.Char. speciri: Blätter halb-herablaufend, fein gezähnt-dornig, die untern doppelt-,Guimpel's Abbild. II. Bd. 11