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2 (1833)
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70
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(hirtum Link), s. oben; 4. von Or. megastachyum Link, Aehren wie bei Or. macrosta-cbyum nur etwas kürzer, und die Bracteen eyrund, kurz-spitz, kahl, am Kande etwas gewim-

f)ert; 5. von einer dem Or. heracleoticum nahe verwandten Art mit steifen, grossen, rauh-laarigen und violetten Deckblättchen; endlich 0. von Or. smyrnaeum Liu. (Majoranasmyrnaea Nees ab Esenb. jun.) dessen Aehren 4 6 Linien lang, stumpf-vierseilig, starkbehaart, die Deckblattchen aber gewimpert sind, Kelch und Blumen fast wie beim Majoran.Auch das Or. creticum der französischen Flora soll eine den Or. heracleoticum verwandteArt sein. Da alle diese Pflanzen ziemlich ähnlich sind, so wird auch die Verwechslung oderYermengung ihrer verschiedenen Blüthen von gar keinem Nachtheil sein, besonders da esein gewöhnlich nur äusserlich angewandtes Mittel ist.

Chemische Beschaffenheit: Das aetherische Oel, von braimrother Farbe, starkemGeruch und sehr scharfem, brennend-aromatischem Geschmack, macht den wirksamen Be-standteil des Krauts, welches übrigens noch nicht näher chemisch untersucht ist.

Nutzen: Das Kraut wie das Oel des spanischen Hopfens wird gewöhnlich nur alsein äusseres Mittel wie die ähnlichen aetherisch öligen Mittel gebraucht, so zu Kräuter-kissen und Bähungen, das Oel gegen den Schmerz an cariösen Zahnen.

Erklärung der Kupfertafel 139. Der obere Theil der blühenden Pflanze in nat. Gr.. a) die Blumemit ihrem Deckblatt, b) der Kelch mit dem Pistill längs geöffnet, c) die Ulmnenjcronc längs auf-geschnitten, alles vergr., d) die Achaenien in nat. Gr., t) dieselben vergr., i) eins derselben ebensound g) aueer durchschnitten.

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O r i g a n u m vulgare.

Syst. sex. Didynamia Gymuosperiuia. Syst. nat. Labiatae Juss. Seet. Satureiueae Bcutli.

Char. gen. S. bei Or. Majorana.

Char. speciei: Krautartig, ausdauernd; Blätter gestielt, eyrund, spitzig, weichhaarig;Aehren kurz, rundlich, in Doldentrauben zusammmengehäuft; Deckblätter länglich -oval,spitz, kahl.

Synonyme: Origanum vulgare Lin. u. aller Schriftsteller. Deutsche: Gemeiner,brauner, wilder Dost oder Dosten, Wohlgemuth, wilder Mairan, Orant, Costenz, Schusterkraut.

Vaterland: An trockenen grasigen Stellen an und in Wäldern, auf Hügeln, an Hek-ken. Zäunen und Gebüschen; von Schweden bis Italien und von Spanien bis Russland, auchin INordamerika. Blüht im Hochsommer bis in den Herbst.

Beschreibung: Wurzel fast waagerecht (eigentlich ein Wurzelstock mit sehr vielenZasern besetzt), stark-fadenförmige, mit kleinen Blättchen besetzte, und fein behaarte Ausläufertreibend: Stengel aufrecht, am Grunde zuweilen aufsteigend, vierseitig, rührig, meist pur-purbraun gefärbt, mit sehr kurzen, etwas krausen und abstehenden Haaren besonders an denEcken besetzt, mit kurzen Aesten besonders nach oben hin versehen, 1 1\ F. hoch: Blät-ter gestielt gegenständig, evförmig oder breit eyförmig, stumpflich, ganzrandig oder mit sehrschwachen Spuren von^ezähnen, auf beiden Seiten schwach und kurz behaart, an demvortretenden Nerven und Hauptvenen der untern blassern Seite etwas stärker, und zugleichauf dieser Fläche drüsig punetirt: Aehren kurz, rundlich, bilden an den Spitzen der seitli-chen Zweige und des Hauptstengels zusammengedrängte Doldentrauben; Deckblätter läng-lich-oval, spitz, schwach behaart, fast noch einmal so lang als der Kelch, gewöhnlich unten