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kahl; Achren vierseitig-prismatisch, lang, gerade, einige büschelförmig vereinigt und zusam-men gestielt; Deckblätter fast rautenförmig-rundlich, spitz, kahl.
Synonyme: Origanum creticum Hayne, Lin.? aber nicht aller Autoren. Or. macro-staehyum Link (s. unten hei den Verwechslungen). — Deutsche: crelischer oder candi-scher Dosten, spanischer Hopfen.
Vaterland: Das südliche Europa ist das Vaterland dieser Pflanze, besonders werdendie Inseln des Archipelagus als solches bezeichnet. Blüht im Sommer:
Beschreibung: Wurzel ausdauernd, senkrecht-herabsteigend, etwas ästig, besondersoben mit einer grossen Menge Wurzelfasern versehen; Stengel einer oder ein paar auf-recht, von der Basis an kurz ästig, undeutlich vierseitig, kahl, grün oder braun, 1 —1| Fusshoch; Blätter gegenständig, gestielt, eyförmig oder rundlich- oder fast parabolisch-eyförmig,ganzrandig, stumpf, die Basis ein wenig in den Stiel verschmälert, fast fünffach-nervig, kahl;Aehren last 1 Zoll lang, gerade, durch die in vier Reihen sich ziegeldachartig deckendenDeckblätter vierseitig, an der Basis mit einem Blättchen versehen und gewöhnlich je 5 aufeinem aus der Achsel der obern Blätter und an den Spitzen der Stengel vorkommenden Blü-thenstfele sitzend, diese Stiele kürzer als die Blätter und als die Aehren; Deckblätterfast rautenförmig-rundlich, spitz, doppelt so lang als der Kelch, nach oben durchscheinend-punetirt; Kelch walzenförmig, in der Mitte etwas hauchig, 5 zähnig, an der Basis der Zähnemit Zottenhaaren innen besetzt, welche den Schlund fast verschliessen, aussen mit gelbenerhabenen Drüsenpunkten; Blumenkrona weiss, innen mit gelben erhabenen Drüsenpunk-ten besetzt, i lippig; Röhre walzig, oben erweitert; Oberlippe aufrecht, rundlich, etwasausgerandet, mit spitzlicher Bucht und stumpfen Zipfeln; Unterlippe 3theilig mit fast glei-chen stumpfrundlichen Zipfeln; Staubgefässc kurz, im Schlünde eingeschlossen, mit gelbenStaubbeuteln; Griffel lang, aus der Krone vorragend, weiss; Achaenien 4, umgekehrt-eyförmig, fein chagrinartig, braun.
Off. Ilerba Origani cretici. — Oleum Origani cretici. — Als spanischer ITopfen kom-men die Aehren dieses und einiger andern verwandten Dosten-Ärten gemischt mit den Sten-geln derselben in den Apotheken vor, ebenso wird das Spanisch-Hopfenöl aus verschiedenenArten von Origanum bereitet. Daher auch eine grosse Verschiedenheit bei dem Kraut deskretischen Dosten. Die Pharmacopöe fordert längliche Aehren von 4— 5 Linien Länge,w r elche vierseitig, aus ziegeldachartig liegenden r zugerundet-spitzen, scharfhaarigen und durchkurze Haare gewirnperten ßraefeen zusammengesetzt sind, von grüner etwas brauner Farbeund scharf aromatischem Geschmack. Solche Aehren stammen aber von Or. turtum Link.,welches Nees v. Esenbeck d. j. für Or. creticum Lin. hält, davon aber sagt es käme nur nochselten in den Officinen vor; sie kommen aber nicht von dem oben beschriebenen Or. creti-cum ilayne, welches Link's Or. macrostaehyum ist.
Vcnvcchslungen: Noch sind nicht alle die verschiedenen Arten von Origanum genauunterschieden T von welchen die officinclle llcrba Origani cretici zu verschiedenen Zeitenund Orten genommen ist. Linne's Origanum creticum ist eine etwas dunkle Pflanze, vonwelcher er nur sehr wenig sagt; da es überdies im südlichen Europa mehrere einander ähn-liche Arten mit langen Aehren giebt, so wird es fast unmöglich, die Art zu bestimmen, wel-cher Linne den Namen gab, wenn hier nicht sein Herbarium einen entscheidenden Spruchthunkann. Uebrigens ist von folgenden Pflanzen der sogen, spanische Hopfen nach dien Angabender Schriftsteller gesammelt: 1. von Or. creticum Ilayne (macrostaehyum Link), s. oben;2. vonOr. creticum Sieber, Aehren 6 — 7 Linien lang, spitz, feinhaarig,, Deckblätter länglich,runzlig--adrig, an der Spitze etwas zurückgebogen; 3. von Or. creticum Nees ah Esenb.
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