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Pflanze mit ausdauerndem Stengel). Majorana crassa Moencli. — Deutsche: Majoran,Mayeran, Maseran, Mairan.
Vaterland: Diese Pflanze wächst im südlichen Europa von Portugal bis nach Klein-Asien. Blüht im Sommer. Wird bei uns häufig in Gärten kultivirt.
Beschreibung: Wurzel senkrecht herabsteigend, etwas ästig, braun, überall mit star-ken braunen Wurzelfasern besetzt; Stengel einer oder mehrere, ästig, aufrecht, undeutlich-Vierseitig, braun, 1 — lf F. hoch, die Jüngern Zweige weichhaarig, die ältesten holziger, grau-brauner, kahl; Blätter gegenständig, gestielt, oval oder umgekehrt-eyförmig, in den Blatt-stiel verschmälert, ganzrandig, stumpf, auf beiden Seiten von sehr feinen und kurzen Härchenmehr oder weniger graulich und weichhaarig, zugleich mit sehr kleinen Ilarzpunkteu besetzt;Aehrchen zu dreien bis fünf ein Köpfchen bildend, welches auf der Spitze der aus derobern Blattachsel der Zweige vorkommenden Blüthenstiele und an den Spitzen der Zweigesteht, diese Blüthenstiele kürzer oder länger als das Aehrenköpfchen, weichhaarig; Deck-blätter in vier Reihen ziegeldachartig übereinanderliegend, leicht filzig, besonders amilande,rundlich oder länglich-rundlich, an der Basis zu beiden Seiten durch eine einspringendeBucht kielförmig, stumpf, ganzrandig, etwas länger als der Kelch, welcher dem JXebenblattähnlich, einlippig, die Oberlippe nierenförmig, an der Basis ausgebuehtet-kielförmig verschmälert,zugleich tutenförmig eingerollt, die Basis der Krone nur von der Sten^elseite umfassend,filzig-w r eichhaarig; Krone weiss; Röhre walzig, nach oben erweitert; Oberlippe aufrecht,tief ausgerandet; Bucht und Zipfel spitzlich; Unterlippe dreitheilig; MitteJJappen ausgerandet,so lang als die Oberlippe; Seitenlappen ganz, länser als der mittlere; Staubgefässe
aus
der Blumenkrone vorragend, weiss, mit bläulichen Staubbeuteln; Griffel länger als dieStaubgefässe, weiss; Achaenien umgekehrt-eiförmig, braun, sehr klein.
Off. Ilerba Maioranae. — Praep. Unguentum Majoranae (Butyrum Majoranae). DasKraut der kultivirten Pflanze wird, wenn es seine Blumen zu entwickeln anfängt, mit demBlumenstande abgeschnitten, getrocknet und aufbewahrt; es ist von eigenthümlich gewürzhaf-tem Geruch. Zur Bereitung der Majoransbutter wird das frische Kraut gestossen und mitSchweinefett gekocht, bis zur Verdunstung des Wässrigen, es giebt dann eine grüne Salbe.
Chemische Bechaffenheit: Seine Wirksamkeit verdankt der Majoran einem aetheri-schen Oel, eine genauere Angabe seiner Bestandteile fehlt aber noch.
Nutzen: Der Majoran, welcher als ein Gewürz in unseren Gärten gebaut und vielen,Speisen zugesetzt wird, dient gewöhnlich nur in der Medicin als ein äusserh'ches Mittel zuKräuterkissen, macht einen Bestandteil der Species aromaticae und des Pulvis sternutatorius.
Erklärung der Kupferiafel 158. Der obere Tlicil des blühenden Krauts in nat. Gr., a) ein- Dreiblatt,,b) dasselbe mit seiner Blume, c) der Kelch, d) die geöffnete Dlumcnlironc mit dem dahinter lie-genden Deckblatt, alles mehr oder weniger vergr., e) ein Achaenium in nat. Gr., f) dasselbevergr. und g) ebenso aueer durchschnitten.
Origanum öreficum.
Syst. sex. Didynamia Gymnospermia. — Syst. nat. Labiatae Juss. Trib. Saturcincae Benth.
Cliar. gen. S. bei Origanum Majorana.
€har. speciei:' Krautartig ausdauernd; Blatter gestielt, fast parabolisch,, stumpf,