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2 (1833)
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blasser und klebrig, am Rande wie der gerinnte Blattstiel mit sehr kleinen Haaren besetzt,etwas schieflicb; Aehrenstiel gestreift, von sehr kleinen Ilaaren schärflich; Kelch ebensobehaart von einem eirund-lanzettlichen spitzen Deckblatt unterstützt, welches viel kürzer alsderselbe ist, die Zähne ungleich, sehr spitz, der unterste der längste, die anderen paarweisekleiner; Blumenkrone noch einmal so lang als der Kelch, Blumenblätter ungefähr gleichlang, die Fahne weiss, die Flügel und das Schiffchen blass-violett; Hülsen gerandet, etwasknorrig, stachelspitzig, braun; Sa amen nierenförmig-rundlieb, braun.

Off. Radix Glycyrrhizae glabrae; Succus crudus Glycyrrhizae (Succus Liquiritiae cru-dus). Praep. Succus Glycyrrhizae depuratus; Pasta Glycyrrhizae s Liquiritiae. DieWurzel getrocknet, aussen graulich-schwärzlich, innen bräunlich-gelb, von sehr süssem Ge-schmack. Soll sie gut sein, so muss sie dicht und schwer, von angenehm starksüssem Ge-schmack sein und unter der dünnen dunklen Rinde von schön gelber Färbung. Der roheLakritzensaft wird im südlichen Europa, besonders in Spanien durch Auskochen der Wur-zeln in grossen kupfernen Gefässen gewonnen, dieser Extract kommt in cylindrischen, aussengewöhnlich mit Lorbeerblättern umwickelten Stücken vor, welche braunschwarz, auf demBruche glänzend, von süssem etwas scharfem und kratzendem Geschmack sind. Angebrann-ter oder mit Kupfer verunreinigter Saft muss verworfen werden, der Kupfergehalt wird ent-weder schon durch das blosse Ansehen bemerklich, oder durch eine polirte Eisenplatte er-forscht. In Wasser löst er sich auf, die Unreinigkeiten zurücklassend. Dann wieder einge-dickt wird er gereinigter Lakritzensaft genannt. Die braune Reglisse wird aus dem Aufgussder Wurzel mit Mimosengummi und Zucker bereitet.

Chemische Beschaffenheit: Robiquet fand in der Süssholzwurzel: kratzendes Weich-harz, dem Asparagin ähnlichen Stoff; Glycyrrhicin, ein süsser E\tractivstoff; Stärkemehl;Holzfaser; braunfärbende Materie thierischer Natur; Eyweiss; Aepfel- und Phosphorsäure,nebst verschiedenen Salzen. Trommsdorff beobachtete zwei Abänderungen des Glycyrrhicins,die eine in kaltem Alcohol von 80 pC. auflöslich, die andere in dergleichen Alcohol in Kälteund Wärme unauflöslich, ausserdem fand er Weichharz und Hartharz, gährungsfähigen Zucker;kratzenden Extractivstoff; Eyweiss; Stärkemehl; Säuren und Salze. Plisson glaubt dass nocheine eigenthümliche Säure darin vorhanden, an Magnesiabasis gebunden. Das Glycyrrhicinoder Glycion ist dem Schleimzucker verwandt, aber eigenthümiiclier Art. Es bildet einebraungelbe, trockne, pulverige Substanz von eigenthümlich süssem Geschmack, ohne Geruch,auf Kohlen geworfen riecht es harzig, lösst sich in kaltem Wasser schwer, leicht in heissemauf und wird dadurch zu einer festen durchsichtigen Gallerte. Der kratzend-scharfe Stoffwird durch Kochen ausgezogen, daher darf bei Abkochungen, zu denen Süssholz kommt, dieserst zuletzt zugesetzt werden.

Nutzen: Die Süssholz- oder Lakritzenwurzel und der daraus bereitete Lakritzensaftsind gewöhnliche Hausmittel bei catarrhalischen Beschwerden der Lunge. Zu gleichem Zweckwerden sie andern Mittel zugesetzt, welche in Form von Thee oder Tränken, Tisanen ange-wendet werden. Auch bei entzündlichen Leiden der Harnwerkzeuge, wie des Darmkanais rwendet man dies beruhigende, die Absonderung der Schleimhäute befördernde Mittel an.

Erklärung der Kupfcrtafel 136. Der obere blühende Theil des Gewächses und der obere Tlicil derWurzel in nat. Gr., a) eine ganze Blume, b) die einzelnen Blumenblätter , c) die Staubgefässe,d) der Stempel, alles vergr.., e) die Uülsen t f) ein Säumen, g) derselbe queer durchschn.,. allesin natürlicher Grösse.