Druckschrift 
2 (1833)
Entstehung
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63
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Ende 3-zähnig; der Scheibe röhrenförmig fünfzälmig; Früchte alle mit gleicher Saamenkrone,länglich b-seitig, etwas gekrümint; Fruchtboden: gewölbt, nackt.

Char. specieii Wurzel ausdauernd; Stengel ästig; Blätter fast gefiedert; Fie-dern länglich oder elliptisch, stümpflich, fiederspallig und eingeschnitten-gesägt; Blumen inDoldentrauben; Strahl kurz, aber last doppelt so lang als die Blüthendecke; Saamen-krone gezähnt.

Abänderungen: Es kommen in Gärten verschiedene Formen dieser Pflanze vor, er-stens mit krausen Blättern, dann mit gefüllten Blumen, so dass die Scheibenblumen den Strah-lenblumen ähnlich und weiss werden; endlich mit Scheibenblumen, welche die Röhrenfonnannehmen aber weiss und weiblich dabei bleiben.

Synonyme: Pyrethrum Parlhenium Smith; Matricaria Parthenium Linne; Chrysanthe-mum Parthenium noffmann. Deutsche: Mutter-, Matronen-, Meter-, Maler-, Jungfern-,Fieberkraut, Mägdeblumen, Metiran, Metterich u. s. w.

Vaterland: An Dörfern und bewohnten Orten, an Hecken, Zäunen, Schutthaufen, vomsüdlichen Schweden bis nach Sicilien, und von Russland bis Portugal. Häufig auch in denGärten. Blüht im Hochsommer.

Beschreibung: Wurzel schief aufsteigend, mit vielen starken Wurzelfasern, äusser-lich bräunlich, innen weiss; Stengel einzeln oder mehrere, aufrecht, nach oben hin ästig, ek-kig, kahl, innen mit Markröhre, \.\ 2| F. hoch; Blätter wechselnd, gestielt, kahl, fast ge-fiedert, die untern Fiedern jedes Blatts fast gestielt, die obern zusammenfliessend, die Blätternach oben allmählig weniger getheilt und kleiner, die obersten blumensländigen nur nochdreispaltig oder lanzettlich ganz; Fiedern unten keilförmig, eiförmig, spifzlich oder elliptischoder länglich, immer fiederspallig und eingeschnitten-gezähnt; Blumenstiele lang, nackt;Schuppen der Blüthendecke lanzettlich-linienförmig, spitzig, gekielt, die innern mit durch-scheinender, zerrissener Haut an der Spitze; Randblumen weiss, weiblich; Scheibenblu-men gelb, zwittrig; Früchte sechsseitig, zwölfstreifig, kahl, bräunlich, mit kurzer 6-zähnigerSaamenkrone, dei-en Zähne sehr fein sägeartig-gewimpert.

Off Herba Matricariae. Das Kraut der oben beschriebenen Pflanze im Blühe« ge-sammelt und getrocknet, es ist von bitterm, gewürzigem Geschmack und frisch von einem fastder Kamille ähnlichem aber doch verschiedenem Geruch.

Chemische Beschaffenheit: Das Mutterkraut scheint viel Aehnlichkeit mit der Kamillezu haben, doch ist es bitterer. Das aus ihm gewonnene aetherische Oel ist blau. Einegenaue Analyse fehlt.

Nutzen: Man benutzt diese kräftige Pflanze jetzt weniger als sonst, wo sie äusserlichund innerlich benutzt und gegen hysterische Beschwerden, zur Stärkung des Unterleibs, beiWassersucht, zur Beförderung des Menses und Lochien gerühmt worden ist.

Erklärung der Kupfertafel 15i. Der obere Thcil der blühenden Pflanze und die Wurzel innat. Gr.:a) eine Seheibenblume, b) eintRandblume , beide vergr., c) der Fruchlboden mit der allgemei-nen Blüthendecke und d) die Frucht in nat. Gr., e) dieselbe vergr., f) dieselbe noch mehr vergr.und längs durchschnitten.