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gefunden haben, ist es schwer alle Verwechslungen anzuzeigen, welche mit den Früchten desKubus fruticosus vorkommen können, da es aber völlig gleich scheint, von welcher der sehwarz-früchtigen Brombeer-Arten die Früchte zum Arzeneigebrauch genommen werden, und da auchnotorisch an Orten, wo der Rubus fruticosus selten ist oder gar nicht wachst., andere Ku-bus-Arten mit schwarzen Früchten von den Apothekern genommen werden, so ist eine wei-tere Unterscheidung und Kenntnifs der einzelnen Arten nicht nothwendig, und es genügt,Brombeeren zu nehmen, wobei man etwa die mit einem weifslichen Reif versehenen, auch nuraus wenigen Früchtchen bestehenden Beeren des Rubus caesius, der Ackerbrombeere, und ih-rer Verwandten, zurücklassen mag.
Chemische Beschaffenheit: Der Saft der Brombeeren enthält nach John: eine SpurHarz; rothen Farbstoff; Schleimzucker*, Gummi; häutige Theile; Apfelsäure; aepfelsaures(vielleicht auch citronensaures Kali) und phospborsaure Magnesia.
Nutzen: Die Brombeeren geben recht reif ein ziemlich angenehmes Obst, sie gehörenzu den kühlenden und erquickenden Mitteln. Der Syrup dient meist nur als Zusatz zu an-dern Arzeneien. Sonst wurden auch noch die Wurzeln und Blätter der Brombeeren als Ar-zeneien benutzt.
Erklärung der Kupfertafel 1-ii. Ein blühender Zweig nebst Fruchten in nat. Gr.: a) ein Blumenblatt,und b) c) Staubgcfafse, beides vergr., d) die Stempel auf dem Fruchtboden nat. Gr., e) einStempel rergr., f) der Kelch mit dem Fruchlboden, nachdem die Fruc/it abgefallen, g) li) Saa-mensteinchen, das eine durchschnitten, alles in nat. Gr.
Rubus Idaeus.
Syst. sex. Icosandria Polygynia. — Syst. nat. Rosaceae Juss. Sect: Potentilleae.
Char. gen. Siehe b. Rubus fruticosus.
Char. speciei: Stengel rund, stachlig; Blätter fünfzählig-gefiedert oder dreizählig,unten weifs filzig; Blattstiele rinnenartig; trucht roth oder gelb.
Abänderungen: Von dieser Gartenpflanze giebt es einige Abänderungen mit rothenFrüchten, mit gelben Früchten und ohne Stacheln.
Synonyme: Rubus Idaeus Linne und aller Schriftsteller. Deutsche: Himbeerstrauchoder Staude, rothe Brombeere, liindbeeren, Himpelbeeren, Hohlbeeren u. s. w.
Vaterland: An nnd in Wäldern und Gebüschen besonders in besserm Boden undnicht zu trocknen Stellen; von Schweden bis Italien, und von Sibirien bis Portugal. Blühtim Mai und Juni.
Beschreibung: Ein oder mehrere strauchartige, 3—7 F. hohe, mit gelblichbraunerEpidermis bedeckte, nicht sehr ästige Stengel erbeben sich aus der Wurzel, die jungenTriebe bereift. Blätter gestielt, der Blattstiel rinnig, unten stachlig; Blättchen, das unpuaregestielt, die paaren fast sitzend, alle eiförmig, kurz zugespitzt, ungleich fast doppelt gesägt,oben kahl, unten mit kurzem dichten weifsen Füz besetzt; Mittelnerv und Rippen hervortre-tend, ersterer auch stachelig;* Blumen in end- und achselständigen, unvollständig entwickel-ten Trugdolden mehr oder weniger eine Rispe bildend; Blüthenstiele mit dünnen und kur-zen Stacheln besetzt; Kelch eiförmig, spilz-zugespitzt, vom Verblühen an zurückgeschlagen,unbewebrt, fein filzig; Bumenblätter klein, weiss, umgekehrt eiförmig, stumpf, ganz, kürzerals der Kelch; Frucht roth oder gelb.
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